Landkreis Lüneburg

Geflügelpest

Aufstallungspflicht

Huhn der Arche-Region. Foto: LKLGAufgrund der Geflügelpest-Ausbrüche entlang der Ostsee wurde ab dem 14. November 2016 eine regionale Aufstallungspflicht im Landkreis erlassen. Eine kreisweite Aufstallungspflicht galt vom 5. Dezember 2016 bis zum 19. Februar 2016.

Ab dem 19. Februar 2017 gilt eine teilweise Aufstallungspflicht. Von der teilweisen Aufstallungspflicht ist das nördlich der A39 - Ostumgehung Lüneburg - B216 gelegene Kreisgebiet einschließlich Amt Neuhaus betroffen. Die genaue Gebietskulisse ist der Allgemeinverfügung vom 17. Februar 2017 zu entnehmen oder aber unter dem unteren Link im Geoportal einsehbar.

Beobachtungsgebiet aufgehoben
Das Beobachtungsgebiet, welches aufgrund des HPAI H5N8-Ausbruchs in einem Legehennenbestand  in Schwanheide im Nachbarlandkreis Ludwigslust-Parchim am 31. Januar 2017 eingerichtet wurde, ist zum 11. März 2017 aufgehoben worden. Betroffen hiervon waren 29 Geflügelhalter mit insgesamt ca. 530 Tieren. Die oben beschriebene Aufstallungspflicht gilt für die Geflügelhaltung in dem ehemaligen Beobachtungsgebiet fort.

Für Geflügelhalter im aufstallungspflichtigen Gebiet gilt: Das Geflügel ist in geschlossenen Ställen oder unter einer überstehenden, nach oben gesicherten dichten Abdeckung, zum Beispiel Dach oder Folie, zu halten. Außerdem ist eine Seitenbegrenzung in Form einer Schutzvorrichtung, zum Beispiel einem Netz oder einem engmaschigen Zaun, die das Eindringen von Wildvögeln verhindert, erforderlich.

Die Beibehaltung einer teilweisen Aufstallungspflicht ist erforderlich, da in Deutschland die Fälle bei Wildvögeln und Ausbrüche bei Geflügel und in zoologischen Einrichtungen ein nie zuvor gekanntes Ausmaß angenommen haben. Im Landkreis Lüneburg wurde am 16. Januar 2017 bei einer erkrankt aufgefundenen wilden Stockente in Dahlenburg  das HPAI H5N8-Virus festgestellt. Danach wurden weitere HPAI H5N8-Virusnachweise im Landkreis Lüneburg bei einem Mäusebussard aus Pinnau (14.02.2017), einem Singschwan aus Artlenburg (19.02.2017) und einem Schwan aus Fischhausen (01.03.2017) nachgewiesen. In den Nachbarkreisen Herzogtum-Lauenburg, Lüchow-Dannenberg sowie Ludwigslust-Parchim in den Bereichen Witzeeze, Dalldorf, Lanze, Lütau, Hitzacker, Zweedorf, Bahlendorf, Besitz und Dömitz wurde das Virus bei Wildvögeln festgestellt. Weitere Verdachtsfälle bei Wildvögeln bestehen. Außerdem wurde das HPAI H5N8-Virus in einer großen Legehennenhaltung am 30. Januar.2017 in Schwanheide diagnostiziert. Es besteht damit in dem avifaunistisch wertvollen Gebiet entlang der Elbe die hohe Gefahr einer Ansteckung von Hausgeflügelbeständen. Alle Geflügelhalter werden ausdrücklich aufgefordert, die hier aufgeführten Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

                                                     


Die Allgemeinverfügung und weitere Informationen  stehen unter 'Dokumente' zum Download bereit.

Alle Geflügelhalter müssen ihre Tiere in geschlossenen Ställen halten. Geflügelhalter sollten aufmerksam sein und die Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Dazu gehören neben der Stall- und Betriebshygiene auch der Schutz von Futter und Tränken vor Wildvögeln. Dies gilt in besonderem Maße für Geflügelhaltungen in den Gebieten an der Elbe, weil dort viele Zugvögel rasten.

Influenza-Virus H5N8

Die Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist eine akute, hochansteckende, fieberhaft verlaufende Viruserkrankung der Vögel.

Rechtlich vorgeschriebene Schutzmaßnahmen für alle Geflügelhalter gelten

Liste der Schutzmaßnahmen

Vorgaben für Geflügelhalter von Klein- und Hobbybeständen

Liste der zusätzlichen Schutzmaßnahmen für Bestände von unter 1.000 Tieren

Maßnahmen zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr

Liste mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen zur Minimierung der Ansteckungsgefahr.

Früherkennung (rechtlich verpflichtend)

Differentialdiagnostische Abklärung durch Probenentnahme. Hotline. Leitfaden für Verhaltensregeln.

Verbreitung, Symptome und Bekämpfung

Bei Verdacht auf Geflügelpest muss sofort der zuständige Amtstierarzt informiert werden.