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Clever sparen durch cleveres Heizen: Bürgermeister Kolle nutzt Beratungsservice für Hansestadt und Landkreis

(sp/lk) Eigentlich läuft die Heizungsanlage noch ganz gut. Aber vielleicht gibt es ja Tricks, sie zu optimieren und da¬mit Energiekosten zu sparen? Genau das wollte Lüneburgs ehrenamtlicher Bürgermeister Eduard Kolle wissen und investierte 15 Euro in eine unabhängige Beratung im eigenen Keller. Der Service ist Teil der Kampagne „Clever heizen!“, die die Klimaschutzleitstelle von Hansestadt und Landkreis Lüneburg ins Leben gerufen hat.

Mit „Clever heizen!“ unterstützt die Klimaschutzleitstelle Hauseigentümer dabei, ihre Heizanlage bestmöglich einzustellen oder gegen eine moderne Anlage auszutauschen. 100 dieser kostengünstigen Heizungsberatungen bietet sie gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen für Privathaushalte noch bis Ende April an.

Sein Reihenhaus von 1975 auf dem Kreideberg lässt Eduard Kolle samt Heizung durch Energieberater Torsten Behrens unter die Lupe nehmen. Aufmerksam geworden auf diese Möglichkeit ist er bei einer Veranstaltung zum Klimaquartier Kreideberg. Inzwischen ist Kolle selbst aktiv geworden und hat bei Nachbarn erfolgreich Werbung für das Programm „Clever heizen!“ gemacht.

Bei den Kolles sorgt momentan eine Gasheizung für wohlige Wärme. „Mich interessiert, was lässt sich an Energiekosten noch einsparen? Welcher technische Aufwand ist nötig, und wie kann ich die Wärmeverteilung im Haus besser steuern?“, fragt der Bürgermeister. Dafür ist ihm die Meinung eines unabhängigen Experten wichtig, „denn der möchte kein bestimmtes Produkt verkaufen.“

Dass manchmal schon eine kleine Änderung an den Einstellungen reicht, um Geld zu sparen, weiß Tobias Winkelmann von der Klimaschutzleitstelle. „Es gibt viele Gründe, sich mit der eigenen Heizung genauer zu befassen. Der eine ist das Senken der Heizkosten. Der andere ist, das Klima zu schützen“, so Winkelmann. Bei den rund einstündigen Beratungen geht es im ersten Schritt darum zu erkennen, was kann ich aus meiner bestehenden Heizung an Energieeinsparung rausholen? Bei Bedarf zeigt der unabhängige Berater im zweiten Schritt auf, wie die Anlage modernisiert werden kann.

Karina Hellmann hat als Sanierungsmanagerin für das Klimaquartier Kreideberg schon viele Haus¬eigen-tümer für eine solche Einstiegsberatung interessieren und gewinnen können. „Kommt der Hauseigentümer dabei zu dem Ergebnis, er möchte modernisieren, kann gleich ein Termin mit einem qualifizierten Handwerksbetrieb vereinbart werden, wenn er möchte.“

Mehr als zwei Drittel der Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten nicht effizient. Rund ein Drittel der Geräte ist außerdem älter als 20 Jahre. „Beste Gelegenheit also, auf erneuerbare Energieträger umzurüsten und umweltfreundliche Kombinationen zur Wärme- und Stromerzeugung im Bereich der Wohngebäude zu fördern“, meint Winkelmann. Hierzu solle die Kampagne „clever heizen!“ einen Beitrag leisten.

Bei Familie Kolle ist die Beratung derweil fast beendet. Anhand einer Checkliste hat Energieberater Behrens die Heizung überprüft, gibt anschließend Empfehlungen für cleveres Heizen und versorgt den Hauseigentümer mit Informationsmaterial zu Fördermitteln. Auch wenn die Heizung noch ohne größere Probleme läuft, sollte der Austausch gegen ein Brennwertgerät in den nächsten Jahren eingeplant werden, kommt Behrens zum Ergebnis. Hier nämlich bestehe das größte Einsparpotential. Die zusätzlichen Tipps zu Gebäudehülle und den Fenstern will Bürgermeister Kolle bei den anstehenden Umbaumaßnahmen berücksichtigen. „Gelohnt hat sich die Beratung daher in jedem Fall und ist bei älteren Anlage sehr zu empfehlen“, ist sich Kolle sicher.

Weitere Informationen zu den Beratungen finden Interessierte unter www.landkreis-lueneburg.de/klimaschutz-daheim. Die Anmeldung für eine Energieberatung ist noch bis zum 21. April 2017 möglich unter ksl@landkreis.lueneburg.de oder unter Telefon (0 41 31) 26 - 12 47.