Landkreis Lüneburg

Geflügelpest

Aufstallungspflicht

Huhn der Arche-Region. Foto: LKLG

Seit November 2016 tritt in Deutschland die Geflügelpest auf. Aufgrund der Geflügelpest-Ausbrüche entlang der Ostsee wurde ab dem 14. November 2016 eine regionale Aufstallungspflicht im Landkreis erlassen. Eine kreisweite Aufstallungspflicht galt vom 5. Dezember 2016 bis zum 19. Februar 2017. Eine teilweise Aufstallungspflicht galt vom 19.Februar 2017 bis zum 07. April 2017. Am 8. April 2017 wurde die Aufstallungspflicht im Landkreis Lüneburg vollständig aufgehoben. Die Aufstallungspflicht war erforderlich, da in Deutschland die Geflügelpestfälle bei Wildvögeln und -ausbrüche bei Geflügel und in zoologischen Einrichtungen ein nie zuvor gekanntes Ausmaß angenommen hatten. Im Landkreis Lüneburg wurde am 16. Januar 2017 bei einer erkrankt aufgefundenen wilden Stockente in Dahlenburg  das HPAI H5N8-Virus festgestellt. Danach wurden weitere HPAI H5N8-Virusnachweise im Landkreis Lüneburg bei einem Mäusebussard aus Pinnau (14.02.2017), einem Singschwan aus Artlenburg (19.02.2017) und einem Schwan aus Fischhausen (01.03.2017) nachgewiesen. In den Nachbarkreisen Herzogtum-Lauenburg (RZ), Lüchow-Dannenberg sowie Ludwigslust-Parchim wurde u.a. in den Bereichen Witzeeze, Dalldorf, Lanze, Lütau, Hitzacker, Zweedorf, Bahlendorf, Besitz und Dömitz das Virus bei Wildvögeln festgestellt. Außerdem wurde das HPAI H5N8-Virus in einer großen Legehennenhaltung am 30. Januar 2017 in Schwanheide bei Boizenburg diagnostiziert.

Unabhängig von der Aufhebung sind die unten beschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin anzuwenden, da derzeit das Vorkommen des HPAI H5N8-Virus in der Wildvogelpopulation nicht ausgeschlossen werden kann. Die letzten H5N8-Virusnachweise in der Region waren am 11.04.2017 in Börnsen (RZ) und am 13.04.2017 in Hamburg. Geflügelhalter sollten daher weiterhin sehr aufmerksam sein und  werden ausdrücklich aufgefordert, die hier aufgeführten Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Dazu gehören neben der Stall- und Betriebshygiene auch der Schutz von Futter und Tränken vor Wildvögeln. Dies gilt in besonderem Maße für Geflügelhaltungen in den Gebieten an der Elbe, weil dort viele Wasservögel leben und das Virus nicht vollständig aus der Wildvogelpopulation verschwunden ist.
Weitere Informationen - auch zum Download - finden Sie hier sowie links unter 'Dokumente'.

                                                     

Influenza-Virus H5N8

Die Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist eine akute, hochansteckende, fieberhaft verlaufende Viruserkrankung der Vögel.

Rechtlich vorgeschriebene Schutzmaßnahmen für alle Geflügelhalter gelten

Liste der Schutzmaßnahmen

Vorgaben für Geflügelhalter von Klein- und Hobbybeständen

Liste der zusätzlichen Schutzmaßnahmen für Bestände von unter 1.000 Tieren

Maßnahmen zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr

Liste mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen zur Minimierung der Ansteckungsgefahr.

Früherkennung (rechtlich verpflichtend)

Differentialdiagnostische Abklärung durch Probenentnahme. Hotline. Leitfaden für Verhaltensregeln.

Verbreitung, Symptome und Bekämpfung

Bei Verdacht auf Geflügelpest muss sofort der zuständige Amtstierarzt informiert werden.