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Geflügelpest

Aktuelle Lage zur Geflügelpest in Deutschland und Europa

Huhn der Arche-Region. Foto: LKLG

 

Aufhebung der Aufstallpflicht und Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen
Stand: 04.05.2021

 

Die Aufstallpflicht im Landkreis Lüneburg wurde zum 4. Mai 2021 vollständig aufgehoben, da sowohl der Vogelzug von den entscheidenden Wildvögeln in der Region abgeschlossen ist als auch die letzten Nachweise des Erregers der Geflügelpest Anfang April in der Region waren.
Im Rahmen des aktuellen AI-Seuchengeschehens gibt es Nachweise hochpathogener aviärer Influenza H5-Viren (HPAI H5N8, H5N5, H5N3, H5N4 und H5N1) - auch als Geflügelpest bezeichnet - bei über 1300 Wildvögeln (29.04.2021: 1270, 18.03.2021: 996) und 259 Hausgeflügelbeständen (29.04.2021: 258, 18.03.2021: 126) in ganz Deutschland. Auch in 20 anderen europäischen Ländern (u.a. in dem Vereinigten Königreich, die Niederlande, Frankreich (u.a. Korsika), Dänemark, Irland, Belgien, Spanien, Italien, Norwegen, Schweden, Polen, Slowenien, Kroatien, Slowakei und Ungarn sind Ausbrüche der Aviären Influenza (Geflügelpest) weiterhin zu verzeichnen. Es ist somit weiterhin Vorsicht geboten.

Unabhängig von der Aufhebung der Aufstallpflicht gelten für alle Geflügelhalter weiterhin die allgemeinen Schutzmaßregeln, die in der Geflügelpest-Verordnung vorgeschrieben sind, fort. Hierzu zählt unter anderem,

1.    Geflügel nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen zu füttern und zu tränken,

2.    es darf kein Oberflächenwasser für das Tränken genutzt werden, wenn Wildvögel dazu Zugang haben.

3.    Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sollen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden.


Bei Auffälligkeiten im Geflügelbestand, beispielsweise eine erhöhte Sterblichkeit, Rückgang der Gewichtszunahmen oder ein Rückgang der Legeleistung ist unverzüglich ein Tierarzt zu rufen. In diesen Fällen sind veterinärmedizinische Untersuchungen, u.a. Probenentnahmen für Laboruntersuchungen, zum Ausschluss der Geflügelpest vorzunehmen.


Darüber hinaus sind alle bislang noch nicht gemeldeten Geflügelhaltungen beim Kreisveterinäramt und bei der Tierseuchenkasse zu melden. Dabei ist anzugeben, ob das Geflügel nur im Stall oder auch im Freiland gehalten wird.

 

Ein Merkblatt mit Verhaltensregeln für kleine Geflügelhaltungen und ein Merkblatt mit Informationen für Jäger finden Sie im Anhang. Beide Merkblätter sowie weitere hilfreiche Dokumente sind  im Internet auf der Seite www.tierseucheninfo.niedersachsen.de (https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/geflugel/geflugelpest/geflugelpest/informations-merkblatter-und-downloads-190699.html) verfügbar.

 

Tote oder schwer erkrankte Wildvögel (Wildgänse, Wildenten, Schwäne, Greifvögel, Reiher, Aasfresser wie Krähen, Raben, Möwen usw.) sind dem zuständigen Veterinäramt möglichst unverzüglich zu melden. Tote Vögel sollten nicht mit bloßen Händen angefasst werden und die Hände sollten gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden, falls es doch zu einem Kontakt gekommen ist.

Merkblatt Informationen Jäger

Verhaltensregeln Kleinbetriebe Geflügelhaltung

Influenza-Virus H5N8

Die Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist eine akute, hochansteckende, fieberhaft verlaufende Viruserkrankung der Vögel.

Rechtlich vorgeschriebene Schutzmaßnahmen für alle Geflügelhalter gelten

Liste der Schutzmaßnahmen

Vorgaben für Geflügelhalter von Klein- und Hobbybeständen

Liste der zusätzlichen Schutzmaßnahmen für Bestände von unter 1.000 Tieren

Maßnahmen zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr

Liste mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen zur Minimierung der Ansteckungsgefahr.

Früherkennung (rechtlich verpflichtend)

Differentialdiagnostische Abklärung durch Probenentnahme. Hotline. Leitfaden für Verhaltensregeln.

Verbreitung, Symptome und Bekämpfung

Bei Verdacht auf Geflügelpest muss sofort der zuständige Amtstierarzt informiert werden.