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Biologische Vielfalt

Haubenlerche

Kleiner Vogel mit großen Problemen

Die Landkreise Lüneburg und Uelzen haben gemeinschaftlich ein Schutzprojekt ins Leben gerufen, um die aktuellen Bestände der Haubenlerche zu erfassen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume zu planen und umzusetzen. Das Land Niedersachsen finanziert das Projekt zu 80 Prozent.

Seit März 2015 werden die Bestände kartiert. Das Ergebnis: An acht bekannten Standorten leben Haubenlerchen, fünf Pärchen wurden entdeckt.

Deutlicher Rückgang an Haubenlerchen
Der Rückgang der Art ist extrem und vermutlich das Ergebnis verschiedener Faktoren, die zusammenwirken: Nahrungsmangel, das Fehlen ungestörter Brutplätze und der Rückgang des typischen Lebensraumes in den Städten und an den Stadträndern, die nur spärlich bewachsen sind. Dazu kommen Verluste in strengen Wintern, denn die Haubenlerche überwintert in der Region.

Nistplatz auf sandigen Flächen bevorzugt
Heute tritt die Haubenlerche oft dort auf, wo gebaut wird. Sie nistet gerne in offenen, sandigen Flächen und Lagerplätzen von Baumaterialen. Nach wenigen Jahren, wenn die Grünflächen angelegt sind und gepflanzte Gehölze größer werden, verschwindet sie wieder. Der wenig scheue Vogel wird oftmals auch auf Parkplätzen vor Einkaufszentren mit Bäckereifilialen auf Nahrungssuche beobachtet.

Haubenlerchen melden
Bis ins Frühjahr 2016 sollen gemeinsam mit den betroffenen Kommunen, Anwohnern und Eigentümern Maßnahmen umgesetzt werden, um den Lebensraum der Haubenlerche zu verbessern.
Wer eigene Beobachtungen von Haubenlerchen melden möchte, kann dazu das Internetportal  Ornitho nutzen. Den Link finden Sie unter dem Reiter 'Weblinks'.

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