Landkreis Lüneburg

Biologische Vielfalt

Hornissenexpertenteam/Hummelexperte

{Der Landkreis Lüneburg bietet mit seinen Landschaften einen geeigneten Lebensraum für viele Tierarten. Diese Lebewesen müssen geschützt werden, um die artenreiche Umwelt zu erhalten.

Hornissen

Ein Teil dieser Vielfalt ist die Hornisse, eine Gattung der Wespe. Sie ist besonders geschützt, da ihr Vorkommen in den deutschen Gefilden immer seltener wird. Aus diesem Grund hat der Landkreis Lüneburg als untere Naturschutzbehörde ein Hornissenexpertenteam ins Leben gerufen.

Die Hornisse ist besonders in den Frühlings- und Sommermonaten sehr aktiv. Sie sucht sich ihre Nistplätze und kommt dabei dem Menschen sehr nahe.Zu allen Fragen rund um das Insekt hat das Hornissenexpertenteam eine Hotline eingerichtet.

Das Expertenteam informiert über die zu ergreifenden Maßnahmen, wenn Hornissen ein Nest am Haus oder in der Umgebung des Menschen errichtet haben. Die einheimische Hornisse gehört wegen ihrer akuten Bestandsgefährdung zu den besonders geschützten Arten.

Grundsätzlich besteht daher ein Nestbeseitigungs- und Tötungsverbot.

Ehrenamtlichen Hornissenbeauftragte nehmen bei Bedarf eine Begutachtung vor Ort wahr und entscheiden dann das weitere Vorgehen. Die Kontaktdaten erhalten Sie über die Hornissen-Hotline.
 

Hummeln
 

Viele Hummelarten unterliegen nach dem Bundesnaturschutzgesetz einem besonderen Schutz. Sollten Sie z. B. durch Bau- oder Abrissarbeiten, durch Heckenrückschnitt oder durch Umstrukturierung des Gartens auf ein Hummelnest stoßen, rufen Sie gern an. Jedes freigelegte Nest birgt durch die Störung nicht nur eine Stechgefahr für in der Nähe befindliche Menschen, sondern auch die Hummeln sind dann ihrem natürlichen Feind, der Wachsmotte, schutzlos ausgeliefert. Die Wachsmotte legt umgehend ihre Eier ins Nest der Hummel bzw. in den nahen Bereich und ihre Larven/Raupen fressen über kurz oder lang die kompletten Waben samt Inhalt auf. Das Hummelvolk würde somit vor dem Untergang stehen.

Gleiches gilt, wenn sich eine Hummelkönigin aus Nistplatznot in einem Vogelnistkasten  niederlässt. Auch hier ist sie ihrem natürlichen Feind (Wachsmotte) schutzlos ausgeliefert. Rufen Sie uns auch in einem solchen Fall an, denn es besteht zum Schutz der Hummel sofortiger Handlungsbedarf. Es wird versucht, umgehend die nötigen Maßnahmen einzuleiten und das Hummelvolk, wenn irgend möglich, schonend in einen dafür vorgesehenen Hummelnistkasten umzusetzen.

 

Empfohlener Umgang mit Wespen

Auch einige andere Wespenarten sind streng geschützt. Für die meisten bei uns vorkommenden Wespen die ihre Nester an Häusern bauen, gilt dies aber nicht. Für diese sind auch die Hornissenbeauftragten nicht zuständig. Wir geben Ihnen für das Verhalten im Umgang mit Wespen aber folgende Hinweise:

Drei bis vier Meter Abstand vom Nest halten.  
Nicht nach dem Tier schlagen.
Eine Erschütterung im Nestbereich vermeiden.
Reste von Süßigkeiten aus dem Mundbereich des Kindes entfernen, um das Insekt nicht anzulocken.
Wo Fallobst auf dem Boden liegt, nicht barfuß laufen. Hier besteht die Gefahr, dass sich die Tiere auf dem Boden niederlassen. 
Süße Speisen und Getränke nicht unbedeckt im Freien stehen lassen.
 
 
 
 

 

 

 

 

Ansprechpartner

Landkreis Lüneburg

Fachdienst Umwelt Hornissen-Hotline +49 4131 26-1600

Weblinks

Mit Hornissen leben? Anregungen zum Umgang mit einem zu Unrecht verfolgtem Tier

Aus dem Inhalt Hornissen - eine Gefahr für den Menschen? Keine Angst vor Hornissen Aus dem Leben der Hornissen Ökologische Bedeutung Hornissennest in kritischer Lage - Was tun? Hornissenschutz Faltblatt des NLKWN

Stichpunkte Wespenschutz - Mit Wespen lässt es sich in Frieden leben

Aus dem Inhalt Wespe ist nicht gleich Wespe Sie fliegen nur einen Sommer Wespenarten unterscheiden Hilfe, ein Wespennest ! Im Notfall: Fachgerechte Bekämpfung Auch "Störenfriede" genießen Schutz Toleranz, Vorsicht und Rücksicht schonen Wespen Faltblatt des NLKWN