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Wegweiser für Flüchtlinge-Deutsch

Jobcenter

Um einen Antrag beim Jobcenter zu stellen, müssen Sie folgende Unterlagen mitbringen:

  • Nachweis über Aufenthaltsstatus und Umfang der Erwerbstätigkeit (Ausländerbehörde)
  • Anmeldebestätigung (Einwohnermeldeamt)
  • Kontoverbindung (Bank/ Post/ Sparkasse)
  • Kontoauszüge der letzten drei Monate, sofern Sie ein Konto haben
  • Leistungsbescheid (Sozialamt/ Ordnungsamt, wenn Sie im Landkreis wohnen)
  • Mietvertrag (Vermieter oder Gemeinde, wenn diese der Vermieter ist)
  • Arbeitspaket (Jobcenter)

Es ist empfehlenswert, den Antrag möglichst früh an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag ab 7:45 Uhr zu stellen, damit Sie Wartezeiten vermeiden.

Im Jobcenter werden zunächst Ihre persönlichen und beruflichen Daten aufgenommen. Dort erhalten Sie den Antrag auf Leistungen ausgehändigt. Ein Arbeitsvermittler führt mit Ihnen ein erstes Gespräch.

Wenn Ihr Antrag bewilligt ist, bekommen Sie Leistungen vom Jobcenter zum Lebensunterhalt und für die Miete. Sie sind dann Kunde des Jobcenters. Ein Arbeitsvermittler unterstützt Sie bei der Suche nach einer Ausbildung oder einer Arbeit.

Um in Deutschland zu arbeiten oder eine Ausbildung aufzunehmen, sind Zeugnisse und Zertifikate, die Sie im Heimatland erworben haben, wichtig. Diese Unterlagen müssen ins Deutsche übersetzt und anerkannt werden. Sie werden im Jobcenter informiert, wie und wo Sie Ihre Nachweise übersetzen und anerkennen lassen können. Wenn Sie Kunde des Jobcenters sind, übernimmt das Jobcenter auf Antrag diese Leistungen. Mit Ihrem Arbeitsvermittler besprechen Sie, ob die mitgebrachten Qualifikationen für eine Arbeitsaufnahme in Deutschland ausreichen oder ob Sie zusätzliche Kenntnisse erwerben sollten. Wichtig ist, dass Sie von allen Ihren Original-Zertifikaten beglaubigte Kopien machen lassen und auch die Übersetzungen als beglaubigte Kopie mitbringen.

Bei der Antragstellung im Jobcenter werden Sie mit einer Eingliederungsvereinbarung zu einem Integrationskurs bei einem Bildungsträger (Schule für Erwachsene) vermittelt. Bei dem Bildungsträger stellen Sie einen Antrag, damit die Schulkosten und Fahrkosten übernommen werden.

Wenn Sie die deutsche Sprache ausreichend erlernt haben (mind. B1) wird Ihnen Ihr Arbeitsvermittler / Ihre Arbeitsvermittlerin bei der Suche nach Arbeit, Ausbildung oder Weiterbildung weiterhelfen. Wenn Sie allerdings dauerhaft krank sind und gar nicht oder nur weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können, ist das Jobcenter nicht für Sie zuständig. In diesem Fall stellen Sie einen Antrag auf Sozialleistungen beim Sozialamt.

Auf der Website des Jobcenters Lüneburg sind wichtige Informationen für Migrantinnen und Migranten zusammengestellt worden, darunter auch die Öffnungszeiten: http://lklg.eu/jobcenter

Jobcenter Landkreis Lüneburg
Volgershall 1, 21339 Lüneburg
Telefon: 04131 / 6037 – 0
www.jobcenter-lueneburg.de