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Krankenschein und Gesundheitskarte

Ärztliche Leistungen können Sie nur in Anspruch nehmen, wenn Sie einen Krankenschein oder eine Versicherungskarte (Gesundheitskarte) beim Arzt vorlegen können. Solange Sie Leistungen des Sozialamtes beziehen, ist das Sozialamt für die Ausstellung von Krankenscheinen zuständig. Diese sind immer nur für ein Quartal gültig, das heißt von Januar bis März, von April bis Juni, von Juli bis September und von Oktober bis Dezember.

Wenn Sie quartalsübergreifend behandelt werden müssen, brauchen Sie einen neuen Krankenschein. Einen Krankenschein können Sie über die Gemeinde oder direkt beim Sozialamt des Landkreises beantragen und dort abholen. Auch wenn Sie vom Hausarzt an einen Facharzt oder ins Krankenhaus überwiesen werden, gilt diese Regelung. Das heißt, mit dem Überweisungsschein des Arztes müssen Sie zurück zum Sozialamt gehen und den Termin genehmigen lassen.

Nach einigen Monaten können Sie eine Gesundheitskarte beantragen. Dazu müssen Sie bei einer Krankenversicherung gemeldet sein. Im Sozialamt wird man Sie über die Zugangsbedingungen informieren. Sobald Sie und Ihre Familienangehörigen eine Aufenthaltsgenehmigung haben, sind Sie über das Jobcenter bei einer Krankenkasse versichert und erhalten eine Gesundheitskarte. Damit können Sie direkt zum Hausarzt gehen, der dann über die Weiterbehandlung entscheidet.