Ansprechpartner & mehr

Gleichstellungsbeauftragte

Umfrage-Ergebnisse: Verursacht Corona ein Rollback der Gleichberechtigung in die 1950er?

Who Cares: Familien in der Krise

Am 20. Januar 2021 stellte die Gleichstellungsbeauftragte die Ergebnisse einer Familienumfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Familie vor. Etwa 300 Menschen aus dem Landkreis Lüneburg haben an der Umfrage teilgenommen, initiiert wurde sie von der Gleichstellungsbeauftragten und dem Netzwerk „Starke Frauen Lüneburg“.

Im Anschluss wurden durch den Impuls von Dr. Julia Schmieder (DIW, Berlin) Ergebnisse aus repräsentativen bundesweiten Umfragen vorgestellt. Neben den Umfrageergebnissen stellte Dr. Schmieder auch die Frauenpolitischen Forderungen an die Bundesregierung vor. Beide Vorträge stehen zum Download zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

An der nachfolgenden Diskussion beteiligten sich:

Meike Bergmann, Unternehmerin aus Lüneburg

Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales im Landkreis Lüneburg

Monika Scherf, Landesbeauftragte und Leiterin ARL Lüneburg

 

 

Dr. Julia Schmieder, DIW Berlin

Pia Steinrücke, Dezernatsleiterin Soziales Hansestadt Lüneburg

„Die Antworten haben unter anderem gezeigt, wie sehr Kinder und Jugendliche unter dem schulischen Druck leiden und auch, dass ein Alltagsrhythmus zu Hause fehlt“, fasst Maret Bening zusammen.

Abgefragt wurden neben persönlichen Angaben zu Alter, Beruf und aktueller Lebenssituation auch individuelle Erfahrungen – zum Beispiel hinsichtlich des Familienlebens in Corona-Zeiten.

So schilderte knapp die Hälfte der Befragten, dass es mehr Konflikte mit den Kindern gebe, auch Streitigkeiten in der Partnerschaft nähmen zu. Gleichzeitig sprachen aber auch rund 40 Prozent von mehr Zusammenhalt innerhalb der Familie. Deutlich machte ebenfalls die Umfrage, dass sich die Menschen zunehmend isoliert fühlen, vor allem bei ihren Kindern beobachtet ein Großteil der Befragten diese Entwicklung. Am Ende der Online-Befragung fassten die Teilnehmenden ihre Forderungen zusammen. Dazu gehörten der Wunsch nach besserer Kommunikation, eine gute virtuelle Betreuung von Schulkindern und der Appell, auch geistige Gesundheit ernst zu nehmen. „Diese Aspekte müssen wahrgenommen und an die Politik weitergetragen werden“, so Maret Bening. „Viele Familien kommen an ihre Grenzen, deswegen sollte neben der Unterstützung der Wirtschaft die psychologische Corona-Hilfe viel mehr Gewicht bekommen.“ 

Ansprechpartner

Landkreis Lüneburg

Maret Bening Gleichstellungsbeauftragte +49 4131 26 - 1596 +49 4131 26 - 2596 E-Mail senden