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Arbeit für den Frieden – Internationale Jugendgruppe zu Gast im Rathaus (03.08.2017)

„Get up stand up human rights“  - Aufstehen für Menschenrechte ist das Motto der  Workcamp-Teilnehmer, hier beim Rathausempfang mit Bürgermeister Eduard Kolle (r.) und dem Geschäftsführer des Volksbundes Jan Effinger (l.) Foto: Hansestadt Lüneburg(sp/lk) Lüneburg. Menschenrechte in Kriegszeiten, Flucht nach Europa und Migration - diese Themen sind aktueller denn je. Damit beschäftigen sich auch die deutschen und polnischen Jugendlichen des Workcamps vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zurzeit in Lüneburg. Am Mittwoch (2. August 2017) begrüßte  Bürgermeister Eduard Kolle die internationale Gruppe offiziell im Huldigungssaal im Lüneburger Rathaus. Kolle dankte den Teilnehmern im Namen der Hansestadt Lüneburg für ihr Engagement:

„Wir dürfen die Vergangenheit nicht aus den Augen verlieren. Auch hier aus der ehemaligen Garnisonsstadt Lüneburg wurden viele Soldaten in den Krieg geschickt. Es ist wichtig, dass junge Menschen deutlich machen: Wir wollen Frieden. Es sollen keine neuen Kriegsgräber hinzukommen.“
 
Neben der Kriegsgräberpflege stehen auch Diskussionsrunden zum aktuellen Schwerpunktthema „Europa und Migration“  sowie ein Ausflug zum ehemaligen Kriegsgefangenenlager Sandbostel auf dem Programm. Gruppenleiterin Anna Schröder hat die verschiedene Aktionen geplant: „Die Themen Flucht und Migration sind gerade sehr aktuell. Daher legen wir in diesem Jahr auch einen besonderen Fokus auf das Thema Menschenrechte in Kriegszeiten.“

Der Geschäftsführer des Volksbundes Lüneburg, Jan Effinger, freut sich über das Interesse der jungen Teilnehmer an den Themen: „Man merkt, dass sich die Jugendlichen bei der Kriegsgräberpflege mit dem Thema auseinandersetzen und sich in den Workcamps auch inhaltlich näher damit beschäftigen wollen“.
 
Der Volksbund organisiert bereits seit 1953 internationale Jugendbegegnungen zur Förderung der Friedensarbeit und Völkerverständigung. Bei den Workcamps kommen junge Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen und lernen so die europäische Geschichte aus verschiedenen Perspektiven kennen. So auch wieder dieses Jahr in Lüneburg.
 
Yannik (15) aus Winsen nimmt zum ersten Mal Teil: „Das Projekt wurde uns in der Schule vorgestellt. Ich fand es eine gute Gelegenheit um meine Englischkenntnisse zu verbessern und Leute aus anderen Ländern kennenzulernen.“ Auch Martha (16) aus Polen hat die Idee des Kulturaustausches auf Anhieb gefallen: „Ich möchte gerne mehr über das Thema Menschenrechte lernen und freue mich schon darauf, Gleichaltrige aus anderen Ländern zu treffen.“ Als Abschluss des Workcamps werden die Jugendlichen gemeinsam mit der Kunsthochschule PINX ein Stabkunstwerk mit symbolischen Charakter bauen: Nur wenn alle gemeinsam arbeiten beim Zusammenstecken der Stäbe, hält es auch.
 
An der Jugendbegegnung in Lüneburg nehmen 22 Teilnehmer aus Polen und Deutschland im Alter von 15 bis 22 Jahren Teil. Vom 1. bis zum 14. August werden sie sich auf dem Lüneburger Zentralfriedhof gemeinsam unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ um die Pflege der Kriegsgräber kümmern.

Sowohl die Hansestadt als auch der Landkreis, den eine Partnerschaft mit dem Landkreis Wagrowiec in Polen verbindet, unterstützen das Projekt ebenso wie die polnische Jugendorganisation „Semper Avanti“ sowie das deutsch-polnische Jugendwerk.

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