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Die Region Lüneburg summt: Gemeinsam gegen das Bienensterben

Cornelis Hemmer und Dr. Corinna Hölzer von der Stiftung für Mensch und Umwelt, LBZ-Leiterin Martina Wojahn, Ute Opalka vom Landkreis Lüneburg  und Landrat Manfred Nahrstedt beim Workshop zur Initiative „Die Region Lüneburg summt!“. Foto: LKLG(lk/iw) Seit Jahren warnen Forscher vor dem Bienensterben. Im September 2017 wurde daher die Initiative „Die Region Lüneburg summt!“ ins Leben gerufen. Diese stellte sich am 7. Februar 2018 mit einem Workshop Bienenfreundinnen und Bienenfreunden aus dem Landkreis vor.

Die rund 50 Teilnehmer konnten sich dabei kennenlernen und gemeinsam neue Ideen und Projekte zur Bienenförderung und zum Erhalt des Artenreichtums entwickeln. Unter den Teilnehmern waren nicht nur Imker, denn: „Jeder kann etwas tun, um den Insekten zu helfen“, betont Landrat Manfred Nahrstedt. „Die größte Hilfe ist simpel: Blumen säen. Im Garten, auf Brachen, auf dem Balkon.“

Geleitet und moderiert wurde die Veranstaltung im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) Echem von Cornelis Hemmer und Dr. Corinna Hölzer von der Stiftung für Mensch und Umwelt in Berlin. Sie starteten bereits 2010 mit der Initiative „Deutschland summt! – Wir tun was für Bienen“. „Wir freuen uns, dass wir mit der Region Lüneburg einen zweiten Landkreis dazugewonnen haben“, sagt Hölzer.

Die Initiative „Die Region Lüneburg summt!“ vereint zahlreiche Aktivitäten und Engagements in Hansestadt und Landkreis Lüneburg, um dem drastischen Rückgang an Insekten entgegenzuwirken. Diese sind mit ihrer Bestäubungsleistung nicht nur für die natürliche Vielfalt und viele Kulturpflanzen von Bedeutung, sondern bilden auch eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tiere.

In Kleingruppen diskutierten und präsentierten die Workshop-Teilnehmer Wünsche, die über mehr Blumenwiesen hinausgehen: an Bürger und Vereine, Politik und Verwaltung, Landwirtschaft und Forsten sowie sonstige Akteure. Bereits Kindergärten und Schulen sollten für das Thema sensibilisieren oder es gar in einem Fach „Umweltschutz“ zu unterrichten, so ein Vorschlag der Teilnehmer.

Außerdem auf der Wunschliste: mehr Ackerrandstreifen, natürliche Gartengestaltung, Fördergelder für Öko-Betriebe und Akzeptanz von Unkraut, weniger Monokulturen und Verzicht auf schwere Forstmaschinen ebenso wie insgesamt mehr Forschung zum Thema. Schnell war man sich aber einig: Es soll nicht beim Wunschdenken bleiben. Deshalb soll es schon in wenigen Wochen einen zweiten Workshop mit Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themen geben.

Weitere Informationen zur Aktion „Deutschland summt!“ gibt es im Internet unter https://www.deutschland-summt.de.