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Eisvogel & Co. an der Ilmenau: Naturschutz gilt auch an Feiertagen – neue Stege für Paddler geplant (19.05.2017)

Kanuwandern auf der Ilmenau ist ein besonderes Naturerlebnis. Paddler sollten dabei Rücksicht nehmen und sich an die Regeln im Naturschutzgebiet halten. Foto: Landkreis Lüneburg(lk/ho) Mit Christi Himmelfahrt und Pfingsten stehen zwei lange Wochenenden vor der Tür – und locken Paddler genauso wie Partygäste hinaus in die Natur. Ein beliebtes Ausflugsziel ist das Naherholungsgebiet an der Ilmenau zwischen Bienenbüttel und Lüneburg, das unter strengem Naturschutz steht. Vor den Feiertagen appelliert der Landkreis Lüneburg, sich auf dem Fluss und in der Natur rücksichtsvoll zu verhalten und im Naturschutzgebiet keinen Schaden anzurichten.

„Flöße haben auf der Ilmenau nichts verloren“, sagt Stefan Bartscht, Fachdienstleiter Umwelt, „sie lassen sich nicht steuern, fahren dadurch ungewollt in Böschungen und stören damit einen sensiblen Lebensraum. Durch das Staken wird die Gewässersohle geschädigt – deshalb müssen auch Kanufahrer vorsichtig sein.“

Lärm, Müll und falsches Verhalten – häufig unter Alkoholeinfluss – können den Rückzugsraum geschützter Tierarten wie dem Eisvogel massiv beeinträchtigen. „Naturschutz und Naturerleben gehören zusammen“, so der Fachdienstleiter, „wir wollen kein Verbot, sondern ein verträgliches Miteinander von Mensch und Natur.“

Am Runden Tisch Kanuwandern sucht der Landkreis deshalb gemeinsam mit Kanuverleihern, Wassersportvereinen, Naturschutzverbänden, Wasserverband, Hansestadt Lüneburg und Landkreis Uelzen neue Wege für den Wassersport an der Ilmenau.

Das Ergebnis: Über ein LEADER-Projekt im Nachbarlandkreis Uelzen werden rund zwei Drittel der Anlegestellen zwischen Uelzen und der Roten Schleuse zum Ende der laufenden Saison erneuert. Auch die Hansestadt Lüneburg plant für 2018, eine neue Anlegestelle im Stadtbereich zu schaffen. Dadurch wollen die Akteure Kanuwanderer an die offiziellen Stege lenken und so die wertvollen Uferbereiche der Ilmenau besser schützen.

Insgesamt sechs Bootsverleiher aus der Region haben sich freiwillig verpflichtet, ihre Boote eindeutig und gut sichtbar zu kennzeichnen. Wer mit dem Kanu unterwegs ist und sich nicht an die Regeln im Naturschutzgebiet hält, muss damit rechnen, erkannt zu werden und für sein Verhalten womöglich ein saftiges Bußgeld zu kassieren. Ab 2018 diskutiert der Landkreis gezielt zwei Ranger einzusetzen, die Gäste über die geschützte Tier-und Pflanzenwelt aufklären und Regelverstöße bestrafen.

Die Akteure an der Ilmenau setzen weiter auf Aufklärung und Zusammenarbeit: Bevor es aufs Wasser geht, informieren die Verleiher ihre Kunden ausführlich über die Regeln im Naturschutzgebiet. An der Aktion beteiligen sich Kanu aktiv aus Bienenbüttel, Kanu-Tour's am Reihersee aus Bardowick, Heide-Kanu aus Oldendorf (Luhe), Kanu Rahmann aus Melbeck, Kanu-Fertig-Los aus Handeloh und der Campingplatz Rote Schleuse.

Wer an den Feiertagen einen Ausflug an die Ilmenau plant – ob mit Kanu, Fahrrad oder zu Fuß – findet auf den Internetseiten des Landkreises Lüneburg Informationen zum richtigen Verhalten im Naturschutzgebiet: www.landkreis-lueneburg.de/naturschutzgebiet .

 

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