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Jahresrückblick: Der Landkreis Lüneburg im Jahr 2014

Der Landkreis Lüneburg im Jahr 2014:
Erneuerbare-Energie-Region, Flüchtlingshilfe und Landratswahl


(lk) 2014 haben den Landkreis Lüneburg viele Themen in Atem gehalten, die unsere Region auch im kommenden Jahr bewegen werden: Mit Freude erfüllte viele Menschen der 25. Jahrestag der innerdeutschen Grenzöffnung. Der Landkreis Lüneburg erinnerte mit einer Gedenkfeier am 9. November 2014 in Konau an die friedliche Revolution und ihre Folgen.
Mit der Auszeichnung als 100-Prozent-Erneuerbare-Energieregion wurde der Landkreis für seine zahlreichen Netzwerke und Projekte zum Energiesparen und zur Förderung Erneuerbarer Energien belohnt. Der Preis soll auch dazu anspornen, das 100-Prozent-Ziel konsequent weiterzuverfolgen. Im Hochwasserschutz erreichte der Landkreis mit dem Gehölzrückschnitt an der Elbe, auch in ausgewählten besonders geschützten Bereichen, ein wichtiges Etappenziel. Im kommenden Jahr soll ein länderübergreifendes Hochwasserschutz-Konzept erarbeitet werden.
Bei den Direktwahlen am 25. Mai 2014 setzte sich Manfred Nahrstedt durch. Er erhielt 50,5 Prozent der Stimmen und bleibt damit Landrat des Landkreises Lüneburg. Seine neue Amtszeit begann am 1. November 2014 und beträgt sieben Jahre. „Ich verstehe mich als Landrat für alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, und meine Tür steht für alle offen. Bei allen Wählerinnen und Wählern bedanke ich mich für das Vertrauen und freue mich auf die neue Amtszeit – genau genommen bin ich längst wieder im Arbeitsalltag angekommen.“
Mehr Flüchtlinge als erwartet suchten in Deutschland und der Region Zuflucht: Zum Jahresende 2014 beherbergten die Kommunen des Landkreises Lüneburg insgesamt rund 790 Asylsuchende, für 2015 werden weitere Flüchtlinge erwartet. „Diese Menschen benötigen unsere Solidarität und Hilfe“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt, „mein Dank gilt allen, die sich ehrenamtlich für Asylsuchende im Landkreis Lüneburg engagieren.“ Die hohe Flüchtlingszahl wirkt sich auch auf die Haushalte 2014 und 2015 aus. Dennoch sind beide Haushalte ausgeglichen.


Weitere Themen im Überblick:

Bauprojekte: Der Landkreis investiert in seine Schulen   
Baumaßnahmen im Landkreis: Sanierungen an Brücken und Kreisstraßen   
Breitband-Ausbau im Landkreis   
Defibrillatoren im Landkreis: Defi-App und Ausstattung der kreiseigenen Schulen   
Dialogforum Y-Trasse   
Ehrensache: Tag der Ehrenamtlichen, Ehrenbuch-Eintragung, Orden   
Elbbrücke Neu Darchau Raumordnungsverfahren geht in die Endphase   
EU-Förderperiode 2014 bis 2020: Landkreis Lüneburg in regionaler Kooperation   
Flüchtlinge im Landkreis Lüneburg   
Gesundheitsregion Lüneburg   
Gesundheit: Kampf den Keimen beim Hygienetag und im Hygiene-Netzwerk   
Grenzöffnung: Der Landkreis Lüneburg feiert in Konau   
Landkreis beteiligt sich an der Hafen Lüneburg GmbH   
Hochwasserschutz: Gehölzrückschnitt an der Elbe abgeschlossen   
Inklusion: Auf dem Weg zur Inklusiven Schule   
Klimaschutz im Landkreis Lüneburg  
Kreistag: Umbesetzungen und ein Jubiläum  
Kulturregion auf allen Ebenen: Musik, Kunst und internationale Begegnungen  
Metropolregion Hamburg: 10 Jahre HVV, Kurs Elbe ist neues Leitprojekt  
Relaunch: Neuer Internet-Auftritt des Landkreises Lüneburg  
Schwalbenaktion   
Server-Umzug: Klimafreundlicher Serverraum   
Sozialpsychiatrischer Dienst: Fall im Feld   
Windenergie-Planungen   Wolfsbegegnung: Umgang mit dem wilden Heimkehrer
Zeitzeugen: Ein neuer Bildband erzählt die Geschichte des Landkreises Lüneburg   

 

Bauprojekte: Der Landkreis investiert in seine Schulen
Im Sommer 2014 konnten sich die Schülerinnen und Schüler des ersten Abiturjahrgangs am Gymnasium Bleckede über ihren Abschluss freuen. Damit ist die Schule seit ihrer Eröffnung im Jahre 2006 neben dem Gymnasium Oedeme und dem Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck das dritte Gymnasium in der Trägerschaft des Landkreises Lüneburg.
Auch in diesem Jahr investierte der Landkreis weiterhin vor allem in seine Schulen, etwa in das Sanierungsprogramm, die Umsetzung der Inklusion oder den Ausbau und die Modernisierung der Schulen. Der Jahresansatz im Schulbausanierungsprogramm belief sich wieder auf 5 Millionen Euro. Mit diesem Geld wurde die Sanierung und Modernisierung der Schulzentren in Scharnebeck und Oedeme fortgeführt. Am Schulzentrum Scharnebeck wurde am 19. Juli 2014 das frisch sanierte Forum feierlich eingeweiht. Mit Abschluss des Bauabschnitts konnten in den Sommerferien die ersten fünf Containerklassen abgebaut werden.
Am Schulzentrum Oedeme wurden für rund 1 Million Euro fünf allgemeine Unterrichtsräume, ein Besprechungsraum sowie die Hausmeisterwerkstatt saniert. Neben der Schadstoff- und Brandschutzsanierung wurden auch die Decken und Bodenbeläge erneuert, die schadhafte Haustechnik in den Bereichen Heizung, Lüftung und Elektrik saniert. Das gesamte Gebäude südlich des Oedemer Wegs erhielt außerdem eine neue Dacheindeckung aus Aluminiumpaneelen.
Nördlich des Oedemer Wegs wurde die Sanierung im Erdgeschoss des Hauptgebäudes des Gymnasiums fortgeführt. Dieser Sanierungsabschnitt umfasste neben dem Kunstbereich, der Schulbibliothek und der Verwaltung auch das Forum, welches nach erfolgter Sanierung am 14. Mai 2014 feierlich eingeweiht wurde.
In den Sommerferien wurden als Gemeinschaftsprojekt mit der Samtgemeinde Ilmenau die neue Mensa und Grundschule am Schulzentrum Embsen fertiggestellt. Offizielle Einweihung der neuen Gebäude war am 23. Oktober 2014. In den Bau der Mensa hat der Landkreis rund 2,25 Millionen Euro investiert.
Insgesamt wurden im Hochbaubereich in 2014 rund 9,6 Millionen Euro investiert, von denen 95 Prozent in die kreiseigenen Schulen fließen.


Baumaßnahmen im Landkreis: Sanierungen an Brücken und Kreisstraßen
Rund 2,6 Millionen Euro hat der Landkreis Lüneburg mit dem kreiseigenen Betrieb für Straßenbau und –unterhaltung in seine Kreisstraßen und Radwege investiert. Gleich zwei größere Bauprojekte konnten im September 2014 fertig gestellt werden: Neben der neuen Ortsdurchfahrt und Neetze-Brücke an der K 35 bei Ellringen wurde auch der Radweg an der K 55 zwischen Neuhaus und Dellien fertig gestellt. Die 1,8 Kilometer lange und 2 Meter breite Trasse wurde auf Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Amt Neuhaus früher gebaut als ursprünglich geplant. Nachdem eine junge Mutter aus Neuhaus Landrat Manfred Nahrstedt Ende 2011 eine Liste mit mehr als 600 Unterschriften für den Bau des Radweges überreicht hatte, beschloss der Betriebs- und Straßenbauausschuss 2012 einstimmig, das Projekt vorzuziehen. Die Bauarbeiten an der K 55 begannen Mitte Mai 2014.
Im Juli begannen außerdem die Bauarbeiten der Brücke über die Neetze an der K 53 zwischen Scharnebeck und Echem. Das Projekt mit Kosten von rund 700.000 Euro wird voraussichtlich im März 2015 fertig gestellt.

Breitband-Ausbau im Landkreis
Bis Ende September konnten Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Lüneburg im Internet zehn kurze Fragen des Breitband-Kompetenz-Zentrums Niedersachsen zum Thema Internetversorgung beantworten. „Die Umfrage-Ergebnisse bilden die Grundlage für Gespräche mit möglichen Telekommunikationsdienstleistern, die über das geplante Netz ihre Dienste wie Telefon, Internet und Fernsehen anbieten sollen“, sagt Jürgen Krumböhmer, Erster Kreisrat des Landkreises Lüneburg, „je mehr Bürger und Unternehmer antworten, desto besser wird unsere Verhandlungsposition.“ Mit der Umfrage wurden die Bedarfsdaten für die Internetversorgung aus dem Jahr 2008 aktualisiert. Aktuell steht der Landkreis Lüneburg in Gesprächen mit verschiedenen Anbietern.
Seit Mitte 2014 liegt die Machbarkeitsstudie für den Breitbandausbau vor, aus der hervorgeht, mit welchem finanziellen Aufwand für den Landkreis Lüneburg zu rechnen ist. Noch vor der Sommerpause hat der Landkreis seinen Kommunen den Entwurf einer Kooperationsvereinbarung vorgelegt. Um den Jahreswechsel wurde mit den Vorbereitungen für ein Ausschreibungsverfahren begonnen, mit dem ein privater Partner für den Breitbandausbau gefunden werden soll.

Bürgersprechstunde: Dialog mit Landrat Manfred Nahrstedt
Vier Mal hat Landrat Manfred Nahrstedt im zurück liegenden Jahr Bürgerinnen und Bürger zu einer Bürgersprechstunde in die Kreisverwaltung des Landkreises Lüneburg eingeladen. Ende Juli nahm er sich außerdem im Haus des Gastes in der Gemeinde Amt Neuhaus Zeit für die Anliegen der Bürger. Insgesamt Und auch die erste Bürgersprechstunde 2015 steht bereits fest: Am 5. März 2015 lädt der Landrat interessierte Bürgerinnen und Bürger wieder in die Kreisverwaltung ein.

Defibrillatoren im Landkreis: Defi-App und Ausstattung der kreiseigenen Schulen
Pünktlich zum Gesundheitstag der Kreisverwaltung ging Ende Juli 2014 die Defibrillatoren-App des Landkreises, kurz Defi-App, online. Die Anwendung bietet Informationen rund um Erste Hilfe und den Einsatz von Defibrillatoren und zeigt dem Nutzer das nächstgelegene Gerät an. Beim Leuphana-Wettbewerb „Digitale Kommunikation“ überzeugte die Defi-App die Jury und erreichte in der Kategorie „Good Idea“ (Gute Idee) das Siegertreppchen. Defibrillatoren kommen bei einem plötzlichen Herzstillstand zum Einsatz und erhöhen die Überlebenschance des Patienten um ein Vielfaches. Mehr Infos unter www.landkreis-lueneburg.de/defi und www.defi-info.de.
Dank einer großzügigen Spende eines Bürgers aus Scharnebeck konnte der Landkreis im Oktober gleich vier kreiseigene Schulen mit einem Defibrillator ausstatten. Jeweils ein Gerät hängt nun im Gymnasium Oedeme, der Georg-Sonnin-Schule und der Schule am Schiffshebewerk Scharnebeck. Das Bernhard-Riemann-Gymnasium Scharnebeck wurde mit zwei Defis – in der großen Sporthalle und im Schulgebäude – ausgestattet. Daneben gab es an den Schulen auch jeweils eine technische Einweisung. Damit sind nun insgesamt acht kreiseigene Schulen mit den Geräten versorgt, 2015 sollen drei weitere kreiseigene Schulen folgen. Auch die Kreisverwaltung wurde in den vergangenen Jahren mit vier Defibrillatoren ausgestattet.

Dialogforum Y-Trasse
Die Deutsche Bahn AG und das Land Niedersachsen planen derzeit neue Strecken für Güterzüge vom Hamburger Hafen ins Hinterland. Im Gespräch sind verschiedene Alternativen zur sogenannten Y-Trasse. Drei Varianten gehen durch den Landkreis Lüneburg: die bereits bestehende Bahntrasse durch die Hansestadt Lüneburg sowie zwei mögliche Neubaustrecken im westlichen Landkreis. Betroffen sind die Hansestadt Lüneburg sowie die Samtgemeinden Amelinghausen, Bardowick, Gellersen und Ilmenau. Aus Sicht des Landkreises Lüneburg sollte auch die bereits bestehende OHE-Strecke von Winsen (Luhe) über Hützel, Soltau und Beckedorf bis Celle sollte in die Planungen einbezogen werden.
Im Februar 2015 beginnt das Dialogforum Schiene Nord. Der Landkreis Lüneburg hat mit Landrat Manfred Nahrstedt, Stadtrat Markus Moßmann, Hansestadt Lüneburg, den Samtgemeindebürgermeistern Helmut Völker und Josef Röttgers sowie zwei Vertretern der Bürgerinitiativen bereits sechs Vertreter gemeldet, die das Land bestätigt hat.
Landrat Manfred Nahrstedt sagt: „Ich nehme das Dialogforum ernst und mir ist wichtig, dass es arbeitsfähig ist. Das wird bei den angedachten 80 Interessensvertretern schon schwierig genug. Deshalb können wir nur eine bestimmte Anzahl dorthin entsenden.“ Ein regionaler Informationskreis zur Begleitung des niedersächsischen Dialogforums „Alternative Bahnplanungen zur Y-Trasse“ soll unter Leitung des Landrats insbesondere die regionalen Anforderungen an das Dialogverfahren erörtern und die Transparenz des Verfahrens in der Öffentlichkeit sicherstellen. Das hat der Kreistag in seiner Sitzung am 15. Dezember 2014 beschlossen.

Ehrensache: Tag der Ehrenamtlichen, Ehrenbuch-Eintragung, Orden
Ende November standen die Ehrenamtlichen des Landkreises Lüneburg wieder im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Stellvertretend für viele tausend ehrenamtlich tätige Helferinnen und Helfer bedankte sich Landrat Manfred Nahrstedt in der Ritterakademie bei 58 Ehrenamtlichen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens im Landkreis. Die Geehrten erhielten eine Urkunde sowie den Bildband „Lüneburger Zeitzeugen“ als Dankeschön.
Renate Völker aus Amelinghausen und Hartmut Heckenroth aus Langenhagen konnten sich über einen Eintrag in das Ehrenbuch des Landkreises und die Verleihung der goldenen Ehrennadel freuen. Renate Völker wurde unter anderem für ihr herausragendes soziales Engagement und ihr Engagement im Rahmen der Partnerschaft der Samtgemeinde Amelinghausen und der polnischen Gemeinde Wapno ausgezeichnet. Hartmut Heckenroth engagiert sich im Bereich des Umweltschutzes in der Niedersächsischen Elbtalaue, für die Stork Foundation in Preten und die Arche-Region.
Für sein jahrelanges kommunalpolitisches Engagement im Landkreis Lüneburg und vor allem in Dahlenburg wurde Uwe Schulze im März 2014 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ende Oktober 2014 wurde der finnische Major der Reserve Jukka Peura für seinen besonderen Beitrag zur Verständigung zwischen Deutschland und Finnland mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik in der Deutschen Botschaft in Helsinki geehrt. So engagierte er sich für den kommunalen Austausch zwischen dem Landkreis Lüneburg und dem finnischen Iisalmi-Gebiet, woraus eine Reservisten-Partnerschaft beider Staaten hervorging.

Elbbrücke Neu Darchau: Raumordnungsverfahren geht in die Endphase
Bei den Planungen einer Brücke über die Elbe bei Neu Darchau zeichnet sich ein wichtiger Schritt ab. Nachdem der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Oktober 2014 die voraussichtliche Deichlinie mitgeteilt hatte, konnte der Landkreis die Landesplanerische Feststellung, also den Abschluss des Raumordnungsverfahrens, für die Brücke angehen.
„Der dargestellte Deichverlauf, den der NLWKN plant, passt mit unseren Vorzugsvarianten für die Brücke gut zusammen“, sagt der Erste Kreisrat Jürgen Krumböhmer, „das ist wichtig für unsere weitere Planung.“ Im Raumordnungsverfahren für die Brücke waren zuletzt verschiedene Varianten für die Verkehrsführung durchgespielt worden. Dabei kristallisierten sich zwei Varianten heraus, bei denen die Zufahrtsstraße südlich der Elbe jeweils um den Hauptort Neu Darchau herumführt und im Ortsteil Katemin ankommt.
Neben dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens sind für den Winter 2014/15 Bodenuntersuchungen zum Straßenverlauf geplant. Hier arbeitet der Landkreis eng mit dem NLWKN zusammen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind für eine detailliertere Planung und eine bessere Abschätzung der Baukosten für die Brücke wichtig. „Wir hoffen, dass uns die Ergebnisse im Frühjahr 2015 vorliegen“, sagt Jürgen Krumböhmer.
Der Kreistag des Landkreises Lüchow-Dannenberg hat im Dezember die Landesplanerische Feststellung abgelehnt. Der Landkreis Lüneburg wird die Bedenken des Landkreises Lüchow-Dannenberg prüfen lassen.

EU-Förderperiode 2014 bis 2020: Landkreis Lüneburg in regionaler Kooperation
Für die neue EU-Förderperiode hat das Amt für Regionale Landesentwicklung eine Regionale Handlungsstrategie 2014 bis 2020 für das sogenannte Übergangsgebiet Lüneburg von der Oldenburger Firma MCON erarbeiten lassen. Die Dachstrategie für elf Landkreise gilt als Entscheidungsmaßstab für die Finanzierung von Projekten aus den europäischen Strukturfonds EFRE, EFS und ELER sowie der Einzelbetrieblichen Investitionsförderung. Am 15. Dezember 2014 gab das Kabinett grünes Licht für das Konzept. „Nun können die Landkreise daraus konkrete Handlungen ableiten“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt.
Daneben hat die Firma MCON auch ein Entwicklungskonzept für die Region Naturpark Lüneburger Heide entwickelt, mit der sich die Kommunen beim Förderprogramm Leader bewerben. Bei Erfolg könnten 2,8 Millionen Euro bereitgestellt werden.
Was bewegt Nordostniedersachsen und die Süderelbe-Region bis 2020? Wie begegnet die Region den Herausforderungen der Zukunft? Das Projekt Smart Region in der Süderelbe-Region und in Nordostniedersachsen unterstützt die Vernetzung und Entwicklung von Leitprojekten in wichtigen Kompetenzfeldern. Dazu zählen die Energiewirtschaft, Land- und Ernährungswirtschaft und die Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Unter dem Motto „Smart Region – Region im Aufbruch“ – startet der Landkreis Lüneburg gemeinsam mit vier weiteren Landkreise und der Süderelbe AG einen Dialog über Zukunftsfragen und Perspektiven der Region. Startschuss war ein Workshop für Unternehmen aus der Land- und Ernährungswirtschaft im Oktober.

Flüchtlinge im Landkreis Lüneburg
Im Landkreis Lüneburg erhielten Mitte Dezember 2014 insgesamt 790 Personen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, davon gut 270 in der Hansestadt Lüneburg und knapp 520 im übrigen Kreisgebiet. Bis Ende September 2015 rechnen Stadt und Kreis nach derzeitigen Prognosen mit 750 weiteren Asylbewerben.
Um Flüchtlingen die Eingewöhnung und Integration zu erleichtern, hat der Landkreis Lüneburg 2014 mehrere Projekte auf den Weg gebracht. Auf Beschluss des Kreistags wurden freiwillige und gemeinnützige Arbeitsmöglichkeiten geschaffen, die gut von den Flüchtlingen angenommen wurden. Außerdem stehen die Integrationskurse an der VHS nun allen Flüchtlingen offen, damit sie möglichst schnell Deutsch lernen können.
Nicht nur Kommunen, sondern auch die Schulen in Hansestadt und Landkreis reagieren auf die neue Situation: Gemeinsam mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde wurde eine Sprachlernklasse für den Grundschulbereich an der Heiligengeistgrundschule in Lüneburg eingerichtet. Eine spezielle Sprachförderung gibt es neben der Oberschule am Wasserturm auch an der Georg-Sonnin-Schule für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren. An der IGS Embsen soll Anfang des nächsten Jahres eine Sprachlernklasse für schulpflichtige Kinder aus Flüchtlingsfamilien eingerichtet werden.

Gesundheitsregion Lüneburg
Auf ihrer Sommerreise 2014 machte Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt auch Halt in Lüneburg. Dabei überreichte ihr der Erste Kreisrat Jürgen Krumböhmer eine Bewerbung des Landkreises Lüneburg als Gesundheitsregion – mit Erfolg: Die Landesregierung und unter anderem die Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen und der BKK Landesverband Mitte Niedersachsen fördern den Landkreis Lüneburg als Gesundheitsregion mit 25.000 Euro für zwei Jahre.
Ziel ist die Entwicklung von kommunalen Strukturen und innovativen Projekten, die eine bedarfsgerechte und möglichst wohnortnahe Gesundheitsversorgung beabsichtigen. Eine „Regionale Steuerungsgruppe Gesundheitsholding Landkreis Lüneburg“ mit Vertretern aus der Verwaltungsleitung und dem Gesundheitsamt, der Gesundheitsholding, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Leuphana Universität sowie Vertretern aus dem Sozialausschuss des Landkreises richtet nun Projektgruppen ein, in denen Fachdiskussionen stattfinden und Konzepte erarbeitet werden können.

Gesundheit: Kampf den Keimen beim Hygienetag und im Hygiene-Netzwerk
Mitte Februar berichteten und diskutierten Pflegende, Ärzte und Mitarbeiter medizinischer Assistenzberufe aus der Region in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg zum Thema Hygiene. „Unsere Zusammenarbeit sollte sich nicht an den Landkreisgrenzen orientieren, sondern an der Versorgung der Patienten in der Region, die bei bestimmten Erkrankungen zum Teil nacheinander in mehreren Einrichtungen versorgt werden“, sagte die Leiterin des Gesundheitsamts des Landkreises Lüneburg Dr. Marion Wunderlich.
Das Hygiene-Netzwerk Lüneburg hatte gemeinsam mit dem Gesundheitsamt des Landkreises zu dem Fachkongress eingeladen. Der nächste Lüneburger Hygienetag ist für den 11. Februar 2015 geplant.

Grenzöffnung: Der Landkreis Lüneburg feiert in Konau
Mit einer Feierstunde im Marschhufendorf Konau (Amt Neuhaus) an der Elbe erinnerte der Landkreis Lüneburg am 9. November 2014 an die Öffnung der DDR-Grenze vor 25 Jahren. Bei einer Führung mit Helga Haas konnten Interessierte das ehemalige Sperrgebiet bei Konau / Popelau und seine Auswirkungen auf die Menschen vor Ort erleben. Zur anschließenden Feier hatte der Landkreis rund 150 Gäste in den Veranstaltungsraum des Vereins Konau 25 Frohe Zukunft e.V., eine ehemalige Scheune, eingeladen. Als Festredner war der in Amt Neuhaus geborene und heutige Minister Dr. Till Backhaus geladen. Zum Abschluss der Veranstaltung fand ein Empfang mit Spezialitäten aus der Archeregion Amt Neuhaus auf dem Hof Konau 11 statt, der kürzlich mit Mitteln der Sparkassenstiftung saniert worden war. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Blasorchester Flutissima aus Bardowick. Alle Reden wurden von Radio ZuSa mitgeschnitten und in der Woche nach der Feier gesendet. Mehrere tausend Hörerinnen und Hörer riefen die Redebeiträge im Internet auf.

Landkreis beteiligt sich an der Hafen Lüneburg GmbH
Der Landkreis Lüneburg ist in diesem Jahr Gesellschafter der Hafen Lüneburg GmbH geworden. Der Hafen Lüneburg am Elbe-Seitenkanal gilt als bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. Eine Umgestaltung zu einem Standort, der Wasser, Schienen und Straßen verbindet, soll den Hafenbetrieb zukunftsfähig machen. Zur Anschubfinanzierung bezuschusst der Landkreis die GmbH für längstens vier Jahre mit jeweils bis zu 100.000 Euro.


Hochwasserschutz: Gehölzrückschnitt an der Elbe abgeschlossen
Im Dezember 2014 konnten die vorgezogenen Rückschnittmaßnahmen in den besonders geschützten Lebensräumen an der Elbe im Landkreis Lüneburg abgeschlossen werden. Auf ausgewählten Flächen im Deichvorland bei Barförde, Bitter, Darchau und Privelack, wo es bei Hochwasser und Eisgang besonders eng werden kann, wurden seit Anfang Oktober 2014 Büsche, Bäume und Hecken zurückgeschnitten. Koordiniert wurden die Arbeiten in enger Abstimmung mit der Biosphärenreservatsverwaltung vom Fachdienst Umwelt des Landkreises.

Hochwasser, Sturmschäden oder Waldbrände – um im Katastrophenfall schnell reagieren zu können, probte der Katastrophenschutzstab des Landkreises Lüneburg gemeinsam mit der Technischen Einsatzleitung (TEL) an einem Wochenende im November den Ernstfall. In dem Übungsszenario trafen eine Sturmflut und gleichzeitig Hochwasser an der Elbe zusammen. Wie im Ernstfall nahmen der HVB-Stab und die TEL um Leiter Uwe Hauschild in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck daraufhin ihre Arbeit auf. Uwe Hauschild wurde im Februar von Kreisbrandmeister Torsten Hensel zum Leiter der TEL ernannt.

Inklusion: Auf dem Weg zur Inklusiven Schule
Seit dem Frühjahr unterstützt der Landkreis Lüneburg die Teilnahme der Georg-Sonnin-Schule am Modellprojekt TIM „Teilhabe und Inklusion im Übergang Schule-Beruf – Modellregion Lüneburg“ mit einem Investitionsvolumen von rund 300.000 Euro. Mit dem Einbau eines Fahrstuhls und zwei behindertengerechten Sanitäranlagen wird die Schule für dieses Modellprojekt fit gemacht.
Einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Inklusiven Schule machten Vertreter von Politik, Behörden und Schulen aus der Region im Juni. Bei einer Auftaktveranstaltung in der Schule am Katzenberg, Oberschule Adendorf kamen sie zusammen, um langfristig ein Inklusionskonzept für die Schulen in der Region zu erarbeiten. Dabei bildeten sich Arbeitsgruppen zu den Themen „Gebäude, Ausstattung, Finanzen“, „Pädagogisches Personal, Fortbildung, Pädagogische Konzepte“, „Eltern und Schüler“, „Vernetzung mit Organisationen“ und „Öffentlichkeitsarbeit“. Voraussichtlich im Frühling 2015 werden die Gruppen Empfehlungen für ihre Themenbereiche vorlegen. Prof. Dr. Matthias von Saldern von der Leuphana Universität begleitet den Prozess.
Im Landkreis Lüneburg werden seit August 2013 die Schülerinnen und Schüler in den 1. Klassen der Grundschulen und den 5. Klassen der weiterführenden Schulen inklusiv unterrichtet. Die Inklusive Schule soll Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu den niedersächsischen Schulen ermöglichen. Seit dem Schuljahr 2013/2014 gilt landesweit das Gesetz zur Einführung der Inklusiven Schule.

Klimaschutz im Landkreis Lüneburg
Das Jahr 2014 stand ganz unter dem Motto „klimafreundliche Kommune“: Seit Juli darf sich der Landkreis Lüneburg 100-Prozent-Erneuerbare-Energie-Region nennen. Die offizielle Urkunde erhielt der Landkreis im November 2014 auf dem dazugehörigen Kongress in Kassel. „Der Landkreis Lüneburg gehört zu den Vorreitern der regionalen Energiewende. Das wird mit der Auszeichnung anerkannt“, sagte Dr. Silke Panebianco von der gemeinsamen Klimaschutzleitstelle für Hansestadt und Landkreis, „der Titel ist auch eine Anerkennung für die vielen Projekte und Netzwerke, die sich vor Ort in den Kommunen gebildet haben.“
Mit einer Heizungspumpen-Kampagne will die Klimaschutzleitstelle Hauseigentümer, private Vermieter und Mieter dazu anregen, sich gemeinsam mit ihrem Heizungsfachmann mit dem Thema Energieeffizienz zu befassen und ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Insgesamt 20 neue Heizungspumpen sollen in der laufenden Heizsaison 2014/15 in einer Geld-zurück-Gewinnaktion mit je 150 Euro bezuschussen werden, nachdem sie erfolgreich eingebaut wurden. Der Start der Aktion ist für Anfang 2015 geplant.
Klimaschutz in den eigenen Liegenschaften hatten sich der Landkreis und sechs Kommunen aus dem Kreis für 2014 auf die Fahnen geschrieben. Ziel ist es, die Energiebilanz der kommuneneigenen Gebäude zu verbessern. Insgesamt 77 Liegenschaften wurden einer Gebäudebewertung unterzogen, um einen Überblick über die verschiedenen Sanierungsoptionen in den Gebäuden zu bekommen und Klimaschutz-Teilkonzepte erstellen zu können.
Die detaillierten Sanierungskonzepte sehen unter anderem Gebäudedämmungen, verbesserte Heizungs- und Lüftungsanlagen und den Austausch konventioneller Beleuchtungen gegen LED-Leuchten vor. Begleitet wird die Initiative von der Klimaschutzleitstelle. Die Erstellung der Klimaschutz-Teilkonzepte wird außerdem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Ob E-Tankstellen, Energieberatungsstellen, Radverleihe oder Car-Sharing-Angebote – auf der Seite des Energieportals finden umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger eine Kartenansicht vieler Projekte rund um Energie und Klimaschutz, mit denen sie ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Seit rund einem Jahr bietet das Energieportal diese übersichtliche Darstellung der vielen Informationen zu Energie- und Klimaschutzprojekten aus dem gesamten Kreisgebiet. Weitere Infos unter www.landkreis-lueneburg.de/energieportal.
Die Klimaschutzleitstelle will die Kommunen bei der Erstellung von Nahwärme-Konzepten unterstützen. Bis zu 40 Prozent der Kosten für ein Nahwärme-Konzept können künftig vom Landkreis übernommen werden, Kommunen oder kommunale Unternehmen können maximal 2.000 Euro erhalten. Insgesamt stehen für die Förderung 10.000 Euro aus dem Strukturentwicklungsfonds bereit. „Vor allem für Gemeinden mit hohem Altbau-Bestand kann so ein Nahwärme-Konzept interessant sein“, sagt Tobias Winkelmann von der Klimaschutzleitstelle. Im November lagen der Klimaschutzleitstelle bereits erste Anfragen vor.

Kreistag: Umbesetzungen und ein Jubiläum
2014 kam der Kreistag fünf Mal zusammen, insgesamt rund 360 Vorlagen wurden verfasst. Der Kreistagsabgeordnete Detlev Schulz-Hendel feierte im März sein
10-jähriges Kreistagsjubiläum. Darüber hinaus kam es zu einigen Umbesetzungen: Birte Schellmann, Björn Adam und Peter Rowohlt haben ihre Mandate niedergelegt. Nachfolger von Birte Schellmann ist Dr. Niels Kämpny. Sabine Brunke-Reubold wurde Nachfolgerin von Björn Adam und für Peter Rowohlt übernahm Martin Peters das Mandat. Im Juni ging zudem der Fraktionsvorsitz der Fraktion „Die Unabhängigen“ über auf das Kreistagsmitglied Martin Gödecke. Bisher hatte Stefan Mues diese Aufgabe übernommen. Der Fraktionsvorsitz der Grünen-Kreistagsfraktion ging im Juli von Bernhard Stilke auf Petra Kruse-Runge über. Gestorben sind die Kreistagsmitglieder von den ehemaligen Kreistagsabgeordneten Heinzgeorg Neumann, Karl-Heinz Soetebier und Helmut Stehr.

Kulturregion auf allen Ebenen: Musik, Kunst und internationale Begegnungen
Ende April 2014 fand der fünfte Schülermusikwettbewerb des Landkreises Lüneburg statt. Zehn Schülerbands waren in den Berufsbildenden Schulen I in Lüneburg mit dabei. Den ersten Platz belegte in diesem Jahr die vierköpfige Rockband Talentfrei vom Gymnasium Bleckede. Den zweiten Platz errang die Band Yolo – kurz für „You only live once“ (deutsch: Man lebt nur einmal) –, ebenfalls vom Gymnasium Bleckede. Platz drei holte die Band "Endlich Donnerstag" von der Jörg-Immendorff-Schule in Bleckede. Der Jury-Preis für besonders originelle, kreative Projekte ging an das Trio Mihane Burghazi, Max Helmecke und Hannah Sprenger von der Schule am Schiffshebewerk, Oberschule Scharnebeck.
Der Kulturförderpreis ging in diesem Jahr an Margit Weihe für ihr Engagement rund um das Theater im e.novum und an Nicole Maack für ihren Einsatz als Leiterin des Blasorchesters Flutissima. Damit erhielten die jeweils mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung zwei Frauen, die junge Menschen fit für die Bühne machen.
In den Sommermonaten sorgten 25 Schülerinnen und Schüler aus den Landkreisen Lüneburg, Wagrowiec und der tschechischen Stadt Sedlcany für Farbe auf dem Landratsflur in der Kreisverwaltung. Die Bilder der 16- bis 18-Jährigen waren bei einem Malseminar entstanden und zeigten Motive aus der Lüneburger Altstadt. Der Verein Internationale Partnerschaften im Landkreis Lüneburg e.V. hatte das Seminar unter anderem gemeinsam mit der der Lüneburger Künstlerin Sigrid Weihser organisiert und begleitet.
2014 präsentierten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zum zweiten Mal ein Open Air im Schlosshof Bleckede: Im Juli spielte das norwegische Ensemble tenThing um Trompeterin Tine Thing Helseth Vivaldis „Sommer“ und Stücke von Bizet und Piazzolla. Und auch im kommenden Jahr ist wieder ein Konzert geplant: Anfang Juli 2015 spielen Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys im Schlosshof Bleckede. Das Konzert findet im Rahmen einer fünfjährigen Kooperation mit dem Landkreis Lüneburg statt und ist die einzige Veranstaltung der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im benachbarten Landkreis jenseits der Elbe.

Metropolregion Hamburg: 10 Jahre HVV, Kurs Elbe ist neues Leitprojekt
„Ein Tarif, ein Fahrplan, eine Fahrkarte“ – seit zehn Jahren gilt dieses Prinzip der Hamburger Verkehrsverbund GmbH, kurz HVV, für die Landkreise Harburg, Lüneburg und Stade. Mit der Verbunderweiterung zum Fahrplanwechsel wurden sie im Dezember 2004 vollständig in den HVV aufgenommen. Zum Jubiläum Anfang Dezember kamen Landrat Manfred Nahrstedt und der neue Harburger Landrat Rainer Rempe mit Dietmar Opalka, Geschäftsführer Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen mbH (VNO), und Lutz Aigner, Geschäftsführer HVV, zusammen, um die zurückliegende Zusammenarbeit, aber auch Pläne für eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft zu diskutieren.
Mit frischem Wind startet das Kooperationsprojekt „Kurs Elbe 2.0“ in die kommende Saison: Der Lenkungsausschuss der Metropolregion Hamburg hat die Weiterentwicklung des Wassertourismus entlang der Elbe im November als Leitprojekt für die kommenden zwei Jahre ausgewählt. Verbunden damit ist ein Zuschuss von rund 186.000 Euro, den die Mitglieder des Lenkungsausschusses aus dem Förderfonds der Metropolregion Hamburg gewährten. Zudem beteiligt sich der Landkreis Lüneburg an weiteren Leitprojekten, etwa zur Mobilität im ländlichen Raum.

Relaunch: Neuer Internet-Auftritt des Landkreises Lüneburg
Seit Mai ist die neue Website des Landkreises Lüneburg unter www.landkreis-lueneburg.de online. Internetredakteure und Mitarbeiter der IT-Abteilung haben die Ärmel hochgekrempelt, Web-Inhalte neu strukturiert und eine übersichtliche Navigation entworfen. Die neue Website ist nun auch über Tablet und Smartphone mit angepasstem Design abrufbar. Vorher teilten sich Hansestadt, Landkreis und Wirtschaftsförderung eine gemeinsame Seite.

Schwalbenaktion
110 Schwalbenfreunde haben in diesem Jahr an der Schwalbenaktion des Landkreises teilgenommen und die Vögel an ihren Hauswänden nisten lassen. Von Juni bis August konnten Bürgerinnen und Bürger der Kreisverwaltung Schwalbennester an ihren Häusern mit Foto melden. Anfang November bedankte sich Landrat Manfred Nahrstedt bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und überreichte jedem Haushalt als Dankeschön ein Emailleschild mit der Aufschrift „Schwalbenfreundliches Haus 2014“.


Server-Umzug: Klimafreundlicher Serverraum
Es dauerte einige Wochen, um das größte IT-Projekt des Jahres abzuschließen: Im November zogen die Server des Landkreises Lüneburg in einen neuen Serverraum. Eine Besonderheit liegt dabei in der Klimatisierung: Zum einen kühlt die Technik die warme Luft jetzt direkt beim Verlassen der Serverschränke ab, so dass nicht der gesamte Raum gekühlt werden muss. Und zum anderen nutzt der neue Serverraum indirekt die Außenluft des frischen norddeutschen Wetters. Nur in den Sommermonaten wird der Server noch auf konventionelle Klimageräte angewiesen sein. So konnte der IT-Service des Landkreises den Stromverbrauch massiv senken.
Zur Verdeutlichung: Die Energieeffizienz von Serverräumen wird mit dem PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) gemessen. Je näher der PUE-Wert an 1 liegt, desto effektiver der Energieeinsatz. Laut Studien laufen Rechenzentren hierzulande mit einem PUE-Wert zwischen 1,7 und 2,5. Der neue Serverraum erreichte an kühlen Tagen im Herbst einen PUE-Wert von 1,24.

Sozialpsychiatrischer Dienst: Fall im Feld
In der Projektgruppe „Fall im Feld“ haben die Mitglieder des Sozialpsychiatrischen Verbunds in Hansestadt und Landkreis Lüneburg ein neues Hilfeplanverfahren für die ambulante Betreuung entwickelt, die neben einer psychiatrischen Behandlung möglich ist. Denn wer an einer seelischen Behinderung leidet, benötigt oftmals Hilfe, um den Weg zurück in ein möglichst normales und selbstbestimmtes Leben zu finden. Neben der Erfassung der Problemlage geht es künftig noch mehr um die Berücksichtigung der Stärken, Ressourcen und den Willen der betroffenen Menschen.

Windenergie-Planungen
Die Ausweisung von Vorranggebieten ist wichtig, damit Windkraftanlagen nicht ungesteuert überall im Landkreis Lüneburg errichtet werden können. Dabei muss der Landkreis die Flächen gerichtsfest nach einem schlüssigen Konzept mit klar nachvollziehbaren Kriterien ausweisen.
Am 17. Dezember 2014 fand der zweite öffentliche Erörterungstermin statt. Rund 800 Stellungnahmen waren zu den geplanten Vorranggebieten für Windenergie eingegangen. Die Veranstaltung war gut besucht, etwa 70 Stellungnehmer und weitere Bürgerinnen und Bürger waren da. Viele Anregungen aus den eingebrachten Stellungnahmen sind in den vergangenen Monaten in die Planung mit eingeflossen. Aktuell sind statt der ursprünglich zwölf Vorranggebiete nur noch acht mögliche Flächen vorgesehen. Von zuvor 930 Hektar verkleinert sich die Gesamtfläche der Vorranggebiete im Landkreis Lüneburg auf rund 780 Hektar, das entspricht 0,6 Prozent der Landkreis-Fläche. Die Ergebnisse der Erörterung werden Anfang 2015 ausgewertet, der Beschlussentwurf soll im März 2015 dem Ausschuss für Erneuerbare Energien, Raumordnung und Klimafolgenanpassung vorgestellt werden.
Aktuelle Vorranggebiete sind Etzen/Ehlbeck und Tellmer (Samtgemeinde Amelinghausen), Wetzen/Südergellersen/Oerzen (Samtgemeinden Amelinghausen, Gellersen, Ilmenau) Bardowick (Samtgemeinde Bardowick), Köstorf (Samtgemeinde Dahlenburg), Melbeck (Hansestadt Lüneburg und Samtgemeinde Ilmenau) sowie die Vorranggebiete Wendhausen und Süttorf/Thomasburg (Samtgemeinde Ostheide).

Wolfsbegegnung: Umgang mit dem wilden Heimkehrer
Der Wolf ist zurück in Niedersachsen, auch im Landkreis Lüneburg sind immer wieder Rudel oder einzelne Tiere unterwegs. Um bei einer möglichen Begegnung zwischen Mensch und Wolf Unsicherheiten abzubauen und einen souveränen Umgang mit dem Tier zu ermöglichen, informierte der Landkreis Lüneburg im vergangenen Jahr die Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe vor Ort gezielt durch Informationsveranstaltungen.
Mit Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung hat der Landkreis Lüneburg einen Flyer „Wolfsbegegnung – Was nun?“ erstellt, der Hinweise zum richtigen Verhalten bei der Begegnung mit einem Wolf gibt und konkrete Fragen beantwortet. Außerdem testet der Landkreis derzeit Schutzzäune für Weidetiere mit ausgewählten Tierhaltern.


Zeitzeugen: Ein neuer Bildband erzählt die Geschichte des Landkreises Lüneburg
Mit dem neuen Bildband „Lüneburger Zeitzeugen. 1.000 Jahre im Landkreis verwurzelt“ zeichnen Carolin George und Berit Neß ein lebendiges Bild der älteren und neueren Geschichte des Landkreises Lüneburg – vom mittelalterlichen Geschehen rund um das Lüneburger Michaeliskloster bis zur Wiedervereinigung und Rückgliederung von Amt Neuhaus 1993. Großformatige Fotos von historischen Orten und ansprechend aufbereitete Texte laden zum Schmökern ein. Initiiert wurden die „Zeitzeugen“ von Landrat Manfred Nahrstedt, bei der Umsetzung unterstützte die Sparkassenstiftung das Projekt. Der Bildband ist seit Juli 2014 in den Buchhandlungen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg erhältlich.

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