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Welt-Aids-Tag: HIV-Sprechstunde am 1. Dezember (29.11.2017)

(lk/ho) Es ist ein weltweiter Aufruf, Solidarität mit HIV-Positiven und aidskranken Menschen zu zeigen: Der Welt-Aids-Tag am Freitag, 1. Dezember 2017, soll dazu auffordern, im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit nicht nachzulassen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Lüneburg, Am Graalwall 4 in Lüneburg, bietet an diesem Tag von 10 bis 12 Uhr eine HIV-Sprechstunde außer der Reihe an.

„Tests und Beratungen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die weitere Ausbreitung von HIV zu verhindern“, sagt Dr. Friederike Stamer-Schröder vom Gesundheitsamt, „nur wer sich testen lässt und damit seinen Gesundheitsstatus kennt, kann seine Sexualpartner vor einer Ansteckung schützen.“ Wer sich nicht ganz sicher ist, ob ein vermeintlicher Risikokontakt stattgefunden hat oder ob er sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit infiziert hat, findet in der Sprechstunde einen kompetenten Ansprechpartner.

Die Beratung und der Test beim Gesundheitsamt sind anonym. „Niemand sollte sich scheuen vorbeizukommen, Tests und Gespräche sind absolut vertraulich“, sagt Dr. Friederike Stamer-Schröder.

Etwas Geduld müssen Betroffene allerdings mitbringen: Nach dem Test dauert es einige Tage, bis das Ergebnis vorliegt. „Dafür ist das Virus bereits rund sechs Wochen nach der Ansteckung sicher nachweisbar“, so die Ärztin, „die so genannten HIV-Schnelltests liefern zwar sofort ein Ergebnis, aber eine Infektion kann damit erst zwölf Wochen nach dem Risiko-Kontakt sicher ausgeschlossen werden.“

Eine Anmeldung für die Sprechstunden ist nicht erforderlich. Ansprechpartner bei Fragen zum Testangebot ist im Gesundheitsamt Dr. Friederike Stamer-Schröder, Telefon 04131 26-1478.

Hintergrund:
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation lebten Ende des Jahres 2016 weltweit 36,7 Millionen Menschen mit HIV, 1,8 Millionen Menschen haben sich 2016 neu infiziert.

Für die Bundesrepublik Deutschland ermittelt das Robert Koch-Institut (RKI) jährlich die aktuellen Fallzahlen: In Deutschland lebten nach der aktuellen Schätzung Ende 2016 rund 88.400 Menschen mit HIV oder AIDS. Mit geschätzten 56.100 Personen waren hierzulande nach wie vor Männer, die Sex mit Männern haben, die am häufigsten von HIV bzw. AIDS betroffene Gruppe. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen wurde für 2016 auf 3.100 geschätzt und blieb damit unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Den Schätzungen zufolge waren 2016 etwa 12.700 Personen mit HIV infiziert aber noch nicht diagnostiziert. Diese Personen können somit unwissentlich die Infektion weitergeben.

 

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