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Ärztemangel auf dem Land: Sozialausschuss nimmt Versorgungslage im Landkreis in den Blick

(lk/iw) 30 Kilometer bis zur nächsten Arztpraxis fahren? Für viele Menschen im ländlichen Raum ist das Realität. Bis Ende September 2018 erhebt die Kreisverwaltung nun zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) und den Gemeinden, in welchen Gebieten im Landkreis Lüneburg es keine ausreichende ärztliche Versorgung gibt. Dafür stimmte der Ausschuss für Soziales und Gesundheit einstimmig in seiner Sitzung gestern (Dienstag, 8. Mai 2018).

„Viele Hausärzte sind heute älter als 63 Jahre und finden keine Nachfolger für ihre Praxen. Die Überalterung ist ein Problem“, so Oliver Christoffers. Der Bereichsleiter der KVN Lüneburg hatte zuvor über die Grundsätze der sogenannten Bedarfsplanung sowie Handlungskonzepte der Bezirksstelle berichtet.

Auf Grundlage des Überblicks, den sich die Verwaltung gerade verschafft, soll dann im Herbst 2018 entschieden werden, ob ein neues Handlungskonzept ab dem Haushaltsjahr 2019 erarbeitet wird. Hierfür stehen 20.000 Euro aus dem Landkreis-Etat bereit.

Außerdem auf der Tagesordnung: der Senioren- und Pflegestützpunkt Region Lüneburg. Edda Hermann-Lichtenberg präsentierte dem Ausschuss die Arbeit des Stützpunktes bis Ende 2017. Das soll Hansestadt und Landkreis Lüneburg helfen, bis Ende September 2018 über eine weitere Kooperation ab dem nächsten Jahr sowie die Konditionen zu entscheiden.

Die derzeitige Vereinbarung war am 1. Januar 2014 getroffen worden und läuft mit Ende dieses Jahres aus. Demnach beteiligte sich der Landkreis mit jährlich 75.000 Euro an der Finanzierung der Anlaufstelle für Senioren.  

Weitere Informationen zum Kreistag und den Ausschüssen inkl. den Unterlagen zur Sitzung finden Sie im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/kreistag.