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Corona-Update: Heute 15 neue Fälle - Test bei Automobilzulieferer (20.11.2020)

(lk/ho) Am heutigen Freitag (20. November 2020) wurden bis zum Nachmittag 15 weitere Corona-Virus-Infektionen gemeldet. Die betroffenen Personen befinden sich in Quarantäne, ihre Kontakte wurden vom Gesundheitsamt ermittelt und häuslich isoliert. Insgesamt sind im Landkreis Lüneburg jetzt 724 Corona-Virus-Infektionen gemeldet, davon sind 551 Betroffene inzwischen genesen und drei Betroffene verstorben.

Das heißt: Derzeit gibt es 170 akute Fälle. Zehn Personen sind wegen COVID-19 in stationärer Behandlung, drei davon werden beatmet. Die offizielle Kennzahl zu Corona-Neuinfektionen liegt laut Niedersächsischem Landesgesundheitsamt (NLGA) für den Landkreis Lüneburg bei 42,4 (Stand: 20.11.20, 9 Uhr). Dieser Wert berücksichtigt noch nicht die neuen Fallzahlen, eine Aktualisierung nimmt das NLGA immer am darauffolgenden Vormittag vor.

Für folgende Einrichtungen hat das Gesundheitsamt neue Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet:
-    Krippe Adendorf, Adendorf: Hier stehen eine Gruppe und der Frühdienst unter Quarantäne.
-    Justizvollzugsanstalt Uelzen, Lüneburg: Hier steht eine Abteilung unter Quarantäne.

Situation an den Bildungseinrichtungen

In den meisten Kindertageseinrichtungen und Schulen im Landkreis Lüneburg läuft der Betrieb aktuell normal. „Natürlich müssen die Hygienekonzepte eingehalten werden, das wirkt sich im Alltag schon deutlich aus“, sagt Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales. „Alle Beteiligten zeigen hier ein starkes Durchhaltevermögen – dafür vielen Dank.“ An elf Schulen und vier Kitas gibt es Quarantänemaßnahmen (Stand: Freitag, 20.11.20, 16 Uhr). Davon sind jeweils einzelne Gruppen, Klassen, Jahrgänge oder Abteilungen betroffen. Ausgelöst werden die Maßnahmen in der Regel durch ein bis zwei positiv getestete Personen.

Zum Vergleich: Im Landkreis Lüneburg gibt es mehr als 70 Schulen mit insgesamt rund 26.000 Schülerinnen und Schülern sowie mehr als 140 Kitas. „Ein Übergang der Schulen zum Szenario B mit Unterricht im Wechselmodell, wie ihn manche fordern, würde die Bildungschancen für viele Kinder verschlechtern“, so die Fachbereichsleiterin.

Mehrere hundert Tests bei Automobilzulieferer in Lüneburg

Beim Lüneburger Automobilzulieferer Yanfeng sind im Laufe des heutigen Tages mehrere Hundert Mitarbeiter vorsorglich auf das Corona-Virus getestet worden. Grund dafür ist, dass in den vergangenen drei Wochen bei insgesamt 14 Mitarbeitern das Virus nachgewiesen worden war. „Wir haben uns zu diesem Schritt entschieden, um die Infektionsketten so schnell wie möglich zu durchbrechen“, erklärt die Leiterin des Fachbereichs Soziales, Yvonne Hobro. Zwar seien die Betroffenen selbst und die engeren Kontakte unter Quarantäne, dennoch müsse man einen Schritt weitergehen: „Wir können nicht wissen, ob sich noch mehr Menschen in diesem Umfeld angesteckt haben – mit den umfangreichen Testungen haben wir einfach mehr Sicherheit.“

Das Gesundheitsamt und das Unternehmen Yanfeng arbeiten eng zusammen – vorbildlich, wie Yvonne Hobro betont: „In solchen Situationen gilt es, sehr schnell zu handeln. Dank der guten Unterstützung von Yanfeng funktioniert das hervorragend.“ Auch habe das Unternehmen ein gutes Hygienekonzept vorgelegt.

Werksleiter Olaf Kaiser erklärt dazu: „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter haben für uns höchste Priorität. Daher haben wir neben den allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen frühzeitig ein umfangreiches Hygienekonzept in allen Bereichen unseres Werkes in Lüneburg etabliert. Dazu zählen neben dem kontaktlosen Öffnen von Türen, der regelmäßigen Desinfektion aller Handläufe und Sanitäranlagen, auch die Anzahl der Masken pro Mitarbeiter und Schicht. Denn es ist uns wichtig, dass der Mitarbeiter die Maske austauscht, sobald diese durchfeuchtet ist. Mindestens zwei Masken erhält jeder Mitarbeiter pro Schicht, bei Bedarf aber auch jederzeit mehr.“ Die Umkleidekabinen und Duschen im Werk sind geschlossen, das Essen kann in der Kantine zwar abgeholt, muss aber am Platz beziehungsweise im Pausenraum verzehrt werden.

Am Lüneburger Standort des Automobilzulieferers Yanfeng arbeiten 910 Beschäftigte. Im Laufe des heutigen Tages werden etwa 400 Mitarbeiter getestet, in der kommenden Woche sollen weitere Proben genommen werden. „Wir testen nicht die komplette Belegschaft, sondern ausschließlich die Beschäftigten von drei bestimmten Produktionslinien. Denn dort ist es zu den meisten Ansteckungen gekommen", erläutert Yvonne Hobro. Für die Testreihe setzt das Gesundheitsamt ein Team aus sechs Ärzten ein. Die Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Bürgertelefon auch am Wochenende erreichbar

Bei gesundheitlichen Fragen rund um das Thema Corona ist das Bürgertelefon des Landkreises Lüneburg unter 04131 26-1000 von Montag bis Freitag zwischen 8 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 10 bis 16 Uhr erreichbar. Rechtliche Fragen werden montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr beantwortet.

Weitere Informationen zum Corona-Virus in der Region gibt es im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/corona. Dort gibt es auch eine aktuelle Karte mit der örtlichen Verteilung sowie eine Tabelle mit den betroffenen Altersgruppen.

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