Ansprechpartner & mehr

Pressemitteilungen Landkreis Lüneburg RSS Icon

Corona-Update: Inzidenz-Wert für den Landkreis Lüneburg überschreitet 35 (30.10.2020)

(lk/mo) Die Corona-Ampel steht nun auf Gelb: Der Landkreis Lüneburg hat den Inzidenz-Wert von 35 überschritten. Nach Berechnungen des Landesgesundheitsamtes liegt die aktuelle Kennzahl bei 40,2. Heute meldet das Gesundheitsamt 13 weitere bestätigte Corona-Virus-Infektionen. Mit diesen zusätzlichen Fällen wird der morgen vom Land veröffentlichte Inzidenz-Wert weiter nach oben gehen. Insgesamt sind im Landkreis Lüneburg 384 Corona-Virus-Infektionen gemeldet, davon sind 285 wieder genesen. Das heißt: Derzeit gibt es 99 akute Fälle. Sieben Personen sind wegen COVID-19 in stationärer Behandlung, zwei davon werden beatmet.
Was bedeutet die Überschreitung des Inzidenz-Wertes? Der Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt als erste kritische Marke. Das Land Niedersachsen weist damit den Landkreis Lüneburg als gelbe Region aus – in der Inzidenz-Ampel steht das für ein „starkes Infektionsgeschehen“. Damit verbunden hat der Landkreis Lüneburg eine neue Allgemeinverfügung erlassen, sie gilt ab dem kommenden Montag (2. November 2020). Zentral geht es darin um eine Maskenpflicht in der Lüneburger Innenstadt. Den genauen Geltungsbereich, Zeiträume und weitere Details dazu können Interessierte auf der Homepage des Landkreises nachlesen. „Solange der Inzidenzwert hier im Landkreis Lüneburg über 35 liegt, bleibt die Maskenpflicht bestehen“, erklärt Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer.

Weitere Corona-Informationen im Überblick:

Nach einer bestätigten Corona-Virus-Infektion in der Grundschule Barendorf hat das Gesundheitsamt heute die Kinder des ersten Jahrgangs unter Quarantäne gestellt. Das betrifft insgesamt drei Klassen. Alle Betroffenen sind informiert.

Das Gesundheitsamt arbeitet von montags bis sonntags an der Nachverfolgung bestätigter Corona-Fälle. Daraus ergibt sich aktuell ein erneuter Aufruf in Zusammenhang mit Lokalbesuchen in der Lüneburger Innenstadt. Möglicherweise ist es im „Café Central“ in der Schröderstraße durch infizierte Gäste am 19. und 20. Oktober 2020 in den Nachmittagsstunden zu Ansteckungen gekommen. Das gleiche gilt am 23. Oktober 2020 ab 21 Uhr für die „Ente“ und das „Schallander“ am Lüneburger Stint, sowie am 28. Oktober 2020 zwischen 13 und 14 Uhr für das „Capitol“ in der Reichenbachstraße. Da die Kontaktformulare der Lokale nicht immer leserlich oder vollständig sind, wiederholt das Gesundheitsamt den dringenden Appell: Wer sich dort in den genannten Zeiträumen aufgehalten hat und sich krank fühlt, soll unbedingt zu Hause bleiben und Kontakt zu seinem Hausarzt aufnehmen.

Die Nachverfolgung der Corona-Fälle kommt zu dem Ergebnis: Häufig werden Menschen mit dem Virus angesteckt, weil Menschen trotz Krankheitssymptome zur Arbeit oder feiern gehen. Auch Reiserückkehrer beschleunigen das Infektionsgeschehen.

Aktueller Stand zum Infektionsausbruch im Lüneburger Altenheim: Insgesamt haben sich dort 15 Personen mit dem Virus infiziert, davon werden fünf Menschen im Krankenhaus behandelt, vier sind bereits entlassen.

Bisher kann das Gesundheitsamt alle Kontakte innerhalb eines Tages nachverfolgen. Dafür sorgen insgesamt 20 Containment Scouts, welche sich aus Verwaltungsmitarbeitern, Bundeswehrsoldaten und einer Mitarbeiterin des Robert Koch-Instituts zusammensetzen.

Gemeinsam mit dem Klinikum Lüneburg bereitet der Landkreis die erneute Öffnung des Testzentrums in Lüneburg vor. Dort können sich Menschen ohne Krankheitssymptome, die als Kontaktperson unter Quarantäne stehen oder aus vom Corona-Virus betroffenen medizinischen Einrichtungen kommen, abstreichen lassen. Wichtig dafür: Das Testzentrum macht nur dann einen Abstrich, wenn zuvor über die Bürgerhotline 04131 26-1000 ein Termin vereinbart wurde. „Wir werden im Laufe der kommenden Woche den Betrieb wieder starten“, erklärt die Leiterin des Fachbereichs Soziales Yvonne Hobro und weist daraufhin: „Menschen mit Krankheitssymptome wenden sich wie bisher an ihren Hausarzt.“

Angesichts der angespannten Situation betont Landrat Jens Böther: „Auch wenn wir einer der letzten Landkreise in Niedersachsen sind, die auf der Corona-Ampel gelb erscheinen, hat nun auch uns die Dynamik voll erreicht. Die Zahlen steigen sprunghaft, deshalb muss jeder von uns Verantwortung dafür übernehmen, das Blatt zu wenden. So schwer es uns allen fällt: Vermeiden Sie unnötige Kontakte, halten Sie sich an die Corona-Regeln und gehen Sie bitte nicht feiern. Gesundheit ist ein sehr hohes und wertvolles Gut. Wir dürfen damit nicht leichtfertig umgehen.“

Weitere Informationen zum Corona-Virus im Landkreis Lüneburg gibt im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/corona.

Kommentare zum Inhalt

Zu diesem Inhalt sind noch keine Kommentare vorhanden.
Wollen Sie einen Kommentar erstellen?

Ansprechpartner

Landkreis Lüneburg

Büro Landrat Katrin Holzmann Pressesprecherin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit +49 4131 26 - 1274 +49 4131 26 - 2274 E-Mail senden

Landkreis Lüneburg

Büro Landrat Urte Modlich Pressesprecherin +49 4131 26 - 1280 +49 4131 26 - 2280 E-Mail senden