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Ehrenamtliche Beratung: Meike Martin ist neue Fledermausbeauftragte

Ein Herz für Fledermäuse: Meike Martin ist neue Fledermausbeauftragte des Landkreises Lüneburg. Foto: LKLG(lk/iw) Was tun, wenn sich eine Fledermaus in der Wohnung verirrt hat und befreit werden muss? Bei Fragen wie diesen können Bürgerinnen und Bürger ab sofort eine ehrenamtliche Fledermausberatung in Anspruch nehmen. Bereits am 13. Mai 2019 hatte der Kreistag beschlossen, einen Experten bzw. eine Expertin auf dem Gebiet der Fledermäuse für den Landkreis Lüneburg zu berufen.

In der Zwischenzeit konnte Meike Martin für die Aufgabe gewonnen werden. „Ich möchte für die Menschen im Landkreis Lüneburg Ansprechpartnerin zu diesen spannenden Tieren sein“, sagt die studierte Biologin, die eigentlich auf Fischereiwissenschaften spezialisiert ist. So helfe sie bei speziellen Fragen und allgemeinen Themen wie dem Fledermausschutz oder dem Bau von Fledermauskästen weiter.

„Fledermäuse sind die Vögel der Nacht. Sie sind intelligent und charakterstark“, so die 39-Jährige. Das Interesse und die Begeisterung für die Tiere sind über die Jahre in ihr gereift. Begonnen hat die Wissenschaftlerin mit der Pflege kranker Tiere. Es folgten Fortbildungen und Schulungen. Heute berät sie, wie sich beim Bauen Quartiere und Nistmöglichkeiten von Fledermäusen und anderen Tieren erhalten lassen.

Zusätzlich macht sie an der Berufsschule angehende Handwerker, Maurer und Dachdecker mit dem Thema Artenschutz am Bau vertraut. Eine Zielgruppe, die der zweifachen Mutter besonders am Herzen liegt, denn: „Viele Fledermäuse werden durch Renovierungsarbeiten, Sanierungen oder Wärmedämmungen verdrängt. Ich möchte Lösungen aufzeigen und ein positives Interesse für die Tiere wecken.“

Mit der Beauftragung von Meike Martin schließt sich der Landkreis Lüneburg einer Reihe umliegender Landkreise an, die auch einen Fledermausbeauftragten haben. Die Tätigkeit ist mit Kosten für Fahrt, Telefon und Material verbunden. Daher legte der Kreistag mit seinem Beschluss eine monatliche Aufwandsentschädigung fest.

Der Landkreis Lüneburg setzt sich schon seit langem für die schutzbedürftige Tierart ein. So ließ er in den vergangenen Jahren Winterquartiere einrichten und viele Fledermauskästen im Kreisgebiet aufhängen. Aber auch Hauseigentümer können helfen, die Arten zu schützen: indem sie ihre Dachstühle nicht komplett verschließen und somit einen Rückzugsort bieten.

Den Tieren Quartiere zu bieten hat durchaus Vorteile: Sie sind effektive Schädlingsbekämpfer und halten das biologische Gleichgewicht aufrecht. Außerdem ist ihr trockener Kot ein hervorragender Pflanzendünger.

Bürgerinnen und Bürger können sich mit ihren Fragen zu Fledermäusen telefonisch unter 04131 26-1373 bzw. -1586 oder per E-Mail an umwelt@landkreis-lueneburg.de melden.

Mehr Informationen zum Kreistag und den Ausschüssen gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/kreistag.

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