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Erster Spatenstich in Lüdersburg: Glasfaser-Ausbau der Telekom im Landkreis Lüneburg startet

Startsignal für den Glasfaser-Ausbau im Landkreis Lüneburg: Landrat Manfred Nahrstedt (Mitte), Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn (v.l.), Stefan Schulze-Mantei von AteneKOM, Bernd Wilhelm von der Telekom und die Landesbeauftragte Monika Scherf machten am 11. Juni 2018 in Lüdersburg den symbolischen ersten Spatenstich. Foto: LKLG(lk/ho) Sonnige Aussichten für Internetnutzer im Glasfaser-Projektgebiet des Landkreises Lüneburg: Mit dem ersten Spatenstich am Montag (11. Juni 2018) in Lüdersburg gaben der Landkreis Lüneburg und die Telekom gemeinsam das Startsignal für den Glasfaser-Ausbau mit FTTH (Fibre to the Home). Ab sofort rollen die Bagger und verlegen im Landkreis die Kabel, die Nutzungsgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde beim Herunterladen ermöglichen sollen.

„Auf den heutigen Spatenstich haben wir als Projektträger, aber auch viele Bürgerinnen und Bürger voller Ungeduld gewartet. Umso mehr freue ich mich, dass es jetzt endlich losgehen kann“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt, „In den kommenden ein bis zwei Jahren werden wir die bislang noch unterversorgten Haushalte in unserem Landkreis mit schnellen Glasfaser-Anschlüssen versorgen.“

Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn begrüßte die rund 50 Gäste stellvertretend für die 28 beteiligten Gemeinden im Projektgebiet: „Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss. Nur eine Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen.“ Möglich ist das Projekt durch Fördermittel: 8,4 Millionen Euro steuert der Bund bei, 2 Millionen Euro das Land. Die restlichen rund 6,3 Millionen Euro schultern der Landkreis und die Kommunen im Projekt jeweils zur Hälfte.

In einem aufwändigen Verfahren hatte der Landkreis in 28 Gemeinden mehr als 15.400 noch unterversorgte Adressen identifiziert und daraufhin den geförderten Netzausbau öffentlich ausgeschrieben.

Am 19. Juli 2017 hatte der Kreisausschuss grünes Licht für den Vertrag mit der Telekom gegeben und sich entschieden, die so genannte Wirtschaftlichkeitslücke zu fördern. Damit ist das Geld gemeint, das der Landkreis dem Unternehmen zahlt, damit es in der Fläche schnelles Internet anbietet, wo das Netz eigentlich nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Insgesamt sind das rund 16,7 Millionen Euro. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot den Landkreis Lüneburg überzeugen konnten und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen,“ sagt Günter Meier, Leiter Infrastrukturvertrieb Nord bei der Telekom.

Beim Glasfaser-Ausbau wird die Glasfaser-Leitung bis ins Haus verlegt, die Signale werden durchgehend optisch übertragen. Kupferkabel mit elektrischer Signalübertragung gibt es in diesem Netz nicht mehr. „Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt wird gegraben. Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner dabei so gering wie möglich halten“, ergänzt Bernd Wilhelm, Leiter Produktions- und Betriebsmanagement bei der Telekom Technik Nord. „Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen.“

Die Telekom wird im Rahmen des Ausbaus unter anderem mehr als 3.900 Kilometer Glasfaserkabel und 462 Glasfasernetzverteiler neu aufstellen und mit neuester Technik ausstatten. Neben dem herkömmlichen Tiefbau wird die Telekom auch das moderne Trenching-Verfahren einsetzen. Es ist zeitsparend, nachhaltig und kosteneffizient im Ausbau, führt zu kürzeren Bauzeiten und somit zu weniger Belastungen für die Anwohner.

Die Glasfaser kommt nicht allein ins Haus: In zahlreichen Bürgersammlungen vor Ort informiert die Telekom über die Vorteile und Vorgehensweise und erklärt was Haus- und Grundstücksbesitzer unternehmen müssen, um die schnellen Anschlüsse ins Haus legen zu lassen. In der Tiefbauphase ist die Verlegung des Anschlusses kostenlos. Aktuell haben sich bereits 69 Prozent für einen Glasfaseranschluss entschieden. Die Vorteile des neuen Netzes liegen auf der Hand: Schnelleres Hochladen und Herunterladen von Daten sowie Surfen und Fernsehen auf mehreren Geräten sind gleichzeitig möglich. Auch das Streamen von Videos und Musik oder das Speichern in der Cloud wird schneller und bequemer.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.landkreis-lueneburg.de/glasfaser.