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Grund genug: Landkreis-Ausstellung im Biosphärium lädt zum Mitmachen ein (07.10.2021)

Die Besucherinnen und Besucher werden mit persönlichen Fragestellungen an der Ausstellung beteiligt. Foto: Biosphärium(lk/mo) In Deutschland verschwinden immer mehr Böden unter Straßen und Gebäuden. Um Grund und Fläche als begrenzte Ressource besteht daher ein starker Wettbewerb. Mit der Frage, welche Nutzung sich die Menschen im Landkreis Lüneburg wünschen, setzt sich aktuell eine Sonderausstellung unter dem Titel „Grund genug?“ auseinander. Die Besucherinnen und Besucher sind im Biosphärium Bleckede eingeladen, tiefer in das Thema vorzudringen und sich selbst zu beteiligen. Die Ausstellung wurde im Rahmen des Leuphana-Forschungsprojektes SUSTIL ins Leben gerufen, Mitwirkende sind neben dem Landkreis Lüneburg die Hansestadt und der BUND Regionalverband Elbe-Heide.

Grund und Boden sind auch im Landkreis Lüneburg heiß begehrt, je nach Region allerdings unterschiedlich. So werden Flächen für Landwirtschaft, Gewerbe, Natur und Wohnraum benötigt – Ansprüche, die oft in Konkurrenz zueinanderstehen. „In der Ausstellung werden die Besucher ganz persönlich mitgenommen“, erklärt Frederike von der Lancken vom Fachdienst Kreisentwicklung. „Eine direkt an die Menschen gerichtete Frage ist beispielsweise, was sie mit 500 Quadratmetern Fläche machen würden.“ Spannend seien die Ergebnisse auch deshalb, weil sie in das Forschungsprojekt mit einfließen. Zusätzlich verdeutlichen Schaubilder, Grafiken und Plakate die unterschiedlichen Flächennutzungen im Landkreis Lüneburg und zeigen auf, welche künftigen Ausrichtungen möglich sind.

„Damit Deutschland die UN-Nachhaltigkeitsziele für den Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen erreicht, müssen wir einen stärkeren Fokus auf die Flächennutzung legen“, sagt die Nachhaltigkeitswissenschaftlerin. „Die Ausstellung in Bleckede macht deutlich, dass dies ein globales und zugleich ganz persönliches Thema ist – etwa bei der Frage, wieviel Quadratmeter jemand zum Wohnen beansprucht.“ Der Eintritt für die Ausstellung kostet zwei Euro, die täglichen Öffnungszeiten sind von 10 bis 18 Uhr.

Hintergrund: Das Projekt SUSTIL beschäftigt sich mit einer nachhaltigen Flächennutzung im Landkreis Lüneburg. Ziel ist es, Interessenskonflikten zwischen Stadt und Land sowie der Landwirtschaft, Wirtschaft, dem Naturschutz und Wohnen zu begegnen. Das Projekt wird von 2020 bis 2023 mit einer Summe von 650.000 € vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Leitung des Projekts liegt bei der Leuphana Universität, weitere Projektpartner sind der Landkreis Lüneburg, die Hansestadt Lüneburg, der BUND Elbe – Heide, der Bauernverband Nordostniedersachsen, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg sowie die Lüneburger Wohnungsbau GmbH.

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