Landkreis Lüneburg

Pressemitteilungen Landkreis Lüneburg RSS Icon

Kinder-Aktionstag im „mosaique“: Junge Forscher erkunden die Sonne

Aus leeren Milchtüten bastelten die Kinder mit Hilfe von Mervan (18) aus Syrien (r.) Vogelhäuschen für den Winter. Foto: LKLG (lk/iw) Viele Menschen ächzen zurzeit unter den hohen Temperaturen. Früchte wie Zitronen hingegen brauchen die Wärme. Sie wachsen dort, wo die Sonne besonders intensiv scheint: in Syrien etwa – dem Heimatland von Ameer. Welche Kraft von der Sonne ausgeht, das hat der 11-Jährige am vergangenen Dienstag (31. Juli 2018) bei einer Veranstaltung für Ferienkinder aus Hansestadt und Landkreis Lüneburg erfahren.

Mit rund 30 Kindern unterschiedlichster Herkunft erforschte Ameer die Licht- und Energiequelle im Lüneburger Haus der Kulturen „mosaique“. Unter dem Motto „Sonnenklar! – Ohne Sonne läuft nichts” hatten das Bildungs- und Integrationsbüro, die Klimaschutzleitstelle und der Verein Diversu zu einem Aktionstag geladen. Sich zu überlegen, ob in ihren Heimatländern Zitronen gedeihen und was sie wachsen lässt, sollte zunächst das Eis zwischen den Ferienkindern im Alter von acht bis 12 Jahren brechen.

Während des Programms konnten sie sich an Versuchen und Experimenten ausprobieren: „Mit einem Brennglas haben wir selbst Feuer entzündet“, berichtet Joris (9), ein deutscher Junge. Mit Hilfe von Sonnenenergie brachten die jungen Forscher anschließend kleine Geräte in Gang, bei einer Solar-Rallye drehte sich alles um die nachhaltige Energiegewinnung.

Nach einem gemeinsamen Picknick nahmen die Kinder die Zeit nach der Hitze in den Blick: Aus leeren Milchtüten bastelten sie Vogelhäuschen für den Winter. Ein Höhepunkt für Sedra (11) aus dem Irak und ihre Freundin Yalda (10) aus Afghanistan: „Das Basteln heute hat am meisten Spaß gemacht.“

Mit viel Freude dabei waren auch die Deutsche Fabienne, Studentin der Kulturwissenschaften, die Iranerin Melika (19) und der Syrer Mervan (18). Als Betreuer begleiteten sie die Kinder durch das Programm und unterstützten bei den Bastelarbeiten. „Sechs dieser interkulturellen Forschungstage haben während der Ferien in verschiedenen Kommunen im Landkreis und in der Hansestadt stattgefunden“, freut sich Karin Kuntze vom Bildungs- und Integrationsbüro.

„Sie boten den Kindern außerhalb von Elternhaus und Schule spannende Orte der Begegnung.“ Neue Freundschaften konnten sie in jedem Fall schließen – die verschiedenen Sprachen seien dabei kein Problem gewesen, schließlich verbinde die Sonne alle Menschen auf der Welt, so Karin Kuntze.