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Mit Tolle und Tattoo auf Tour: Radfahrer „Sauer“ liebt den schrillen Auftritt (02.10.2020)

(lk/mo) Die einen denken an Elvis Presley, die anderen an Easy Rider: Wenn der Lüneburger Tätowierer „Sauer“ mit seinem Fahrrad in der Hansestadt unterwegs ist, dann schaut man auch schon zweimal hin. Mit perfekt gestylter Haartolle, von oben bis unten tätowiert fährt der Rockabilly-Sänger auf einem ganz besonderen Rad durch die Straßen: „Mein Rad ist nicht von der Stange“, sagt der Mann, der nur mit seinem Nachnamen angesprochen werden möchte. „Ich nenne es Frei-Schnauze-Rad.“

Tatsächlich hat der Lüneburger unterschiedlichste Stile eigenhändig zusammengefügt: Der Rahmen erinnert an ein BMX-Rad, der Lenker an eine Harley, der Frontgepäckträger an ein Postfahrrad. „Ich hab‘ ja Rücken“, sagt Sauer lachend. „Aber mit meinem Rad kann ich gemütlich cruisen und vorne ist immer noch Platz für ein Sixpack Bier.“

Für Sauer ist Rock’n Roll mehr als eine Musikrichtung. Es ist ein Lebensgefühl, das er quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat. „Ich bin zu Hause in dieser Atmosphäre groß geworden, die Musik wurde rauf und runter gespielt“, sagt er. Seine Eltern seien immer offen für Neues gewesen. „Als ich mir mit 19 Jahren mein erstes Tattoo gestochen habe, fand meine Mutter das so toll, dass ich bei ihr gleich das nächste machen musste“, erinnert sich der gelernte Heizungsbauer.

Bei ihr sei es bei dem einen Motiv geblieben, er selbst aber kann die Kunstwerke auf seinem Körper inzwischen nicht mehr zählen. „Am häufigsten taucht bei mir das Schwein in all seinen Facetten auf“, schwärmt Sauer. „Ich mag dieses Tier einfach.“ Ansonsten ist er bei der Motivauswahl eher unaufgeregt. „Ein Totenkopf-Schädel geht immer“, meint er lapidar. „Ob ein Tattoo schön ist, liegt sowieso im Auge des Betrachters.“

Mit seinem Fahrrad bewegt sich Sauer am liebsten in Lüneburg, aber auch längere Radtouren scheut er nicht. Vor allem, wenn er damit etwas Praktisches verbinden kann. „Ich fahr manchmal in die Umgebung, um irgendwelche Sachen von A nach B zu transportieren“, sagt er. „Letztens habe ich in Adendorf ein schönes Sofa entdeckt, da allerdings kam selbst mein tolles Rad an seine Grenzen.“

Für ähnliche – wenn auch nicht ganz so sperrige – Transporte will die Gemeinde Adendorf in Kürze ein zweites Schwerlastenrad anschaffen. Dabei wird sie vom Landkreis Lüneburg mit 2.500 Euro unterstützt. Das Ziel der Gemeinde ist es, den Radverkehr zu stärken und den CO²-Ausstoß zu reduzieren. 

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