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Neue Jugendschöffen: Kandidatenliste liegt ab Montag aus

(lk/mo) Sie stehen für Recht und Gerechtigkeit: 154 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Lüneburg haben sich als Schöffen für die Jugendstrafgerichte beworben. In seiner letzten Sitzung (30. Mai 2016) hat der Jugendhilfeausschuss des Kreises entschieden, alle Bewerberinnen und Bewerber dem zuständigen Auswahlgremium vorzuschlagen.

Die Listen mit den vorgeschlagenen Kandidaten werden ab kommenden Montag (11. Juni 2018) eine Woche lang im Jugendamt des Landkreises Lüneburg öffentlich ausgelegt. „Dadurch haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, gegebenenfalls Einspruch zu erheben“, erklärt Thomas Behr vom Fachdienst Jugendhilfe und Sport, der für den Landkreis die Jugendschöffenwahl begleitet. Grund für einen Einspruch könnte beispielsweise sein, dass ein Bewerber oder eine Bewerberin vorbestraft, insolvent oder aus gesundheitlichen Gründen nicht geeignet ist, an einem Strafverfahren teilzunehmen.

Nach dem Aushang der Listen reicht der Landkreis die Vorschläge und auch mögliche Einsprüche an das Amtsgericht Lüneburg weiter. „Wer am Ende Jugendschöffe und Jugendhilfsschöffe wird, das entscheidet der Wahlausschuss des Amtsgerichts“, so Behr. Die künftigen Jugendschöffen werden ab dem kommenden Jahr bis 2023 bei Strafverhandlungen vor dem Amts- und Landgericht im Einsatz sein. Dabei haben sie das gleiche Stimmrecht wie Berufsrichter.

Interessierte können die Vorschlaglisten vom 11. bis 18. Juni 2018 in der Zeit von 8:00 bis 12:00 Uhr im Jugendamt des Landkreises Lüneburg (Auf dem Michaeliskloster 4, Eingang H, Zimmer 126) einsehen.

Informationen rund um das Schöffenamt sind auch auf der Internetseite des Niedersächsischen Justizministeriums und unter www.schoeffenwahl.de zu finden.