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Sozialarbeit an Grundschulen: Kreispolitik fordert mehr Personal vom Land

(lk/iw) Sozialarbeit spielt in Schulen eine bedeutende Rolle: Sie ermöglicht es Kindern und Jugendlichen sich positiv zu entwickeln und soziale Unterschiede aufzufangen. Der Lüneburger Kreistag soll deshalb die Landesregierung dazu auffordern, dem Landkreis mehr Personal für Schulsozialarbeit als präventives Instrument bereit zu stellen.

Dafür sprach sich der Kreisausschuss am Montag (10. September 2018) aus. Die Mitglieder waren sich einig: „Was in Grundschulen nicht richtig unterstützt wird, kommt in den weiterführenden Schulen zum Tragen.“

Das Land Niedersachsen hatte bereits zugesagt, sich ab dem kommenden Jahr an der Sozialarbeit an ganztägigen Grundschulen finanziell zu beteiligen. Das allerdings nach aktuellen Aussagen mit nur 150 Stellen in 2019 für das ganze Land – davon entfallen maximal zwei auf den Landkreis Lüneburg.

Bislang stellte der Kreis die Mittel für Schulsozialarbeit – erst aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, später aus dem eigenen Haushalt. Nach der Zusage aus Hannover beschloss die Kreispolitik zunächst, die Eigenfinanzierung die nächsten zwei Jahre herunterzufahren und 2021 ganz einzustellen.

Mit dem nun eingebrachten Antrag reagiert die Kreispolitik jedoch auf den für die Region unbefriedigenden Personalschlüssel: 2019 sollen 490.000 Euro für die Schulsozialarbeit eingeplant werden, genauso viel wie in 2018. Das soll den Sozialraumträgern – mit der Sozialarbeit an Grundschulen betraut – Sicherheit über das laufende Jahr hinaus geben und ihr Personal in Zeiten allgemeinen Fachkräftemangels halten. Das in Lüneburg bewährte System über die Sozialraumträger würde so zusätzlich gestärkt. 

Abschließend stimmt der Kreistag am Montag, 24. September 2018, über den fraktionsübergreifenden Antrag von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD ab.

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