Pressemitteilungen Landkreis Lüneburg RSS Icon

Zum Schutz der Gemeinschaft: Gesundheitsamt rät zur Masern-Impfung

(lk/mo) Angesichts der gehäuften Masern-Fälle in Hildesheim ruft der Landkreis Lüneburg die Menschen dazu auf, für ausreichend Impfschutz zu sorgen. „Eine Maserninfektion ist keine harmlose Kinderkrankheit“, erklärt Dr. Marion Wunderlich, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. „Mögliche Folgen sind beispielsweise Fieber, Hirn- oder Lungenentzündung. In besonders schweren Fällen kann die Krankheit sogar zum Tod führen.“

Während im Landkreis Hildesheim seit Jahresanfang mehr als 20 Masern-Fälle aufgetreten sind, ist im Landkreis Lüneburg aktuell nur ein Patient gemeldet. Dabei handelt es sich um einen Säugling. „Kinder werden in der Regel ab dem 9. Lebensmonat gegen Masern geimpft. Es ist jedoch auch vorher eine Impfung möglich. Besonders, wenn eine Ansteckungsgefahr aus der Umgebung besteht, ist das empfehlenswert“, so die Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen. Im Sinne des Gemeinwohls sei zudem eine flächendeckende Impfung äußerst wichtig. Nur so können Säuglinge aber auch Schwangere und anderen Menschen mit beeinträchtigtem Immunsystem vor Masern bewahrt werden.

Bei Masern handelt es sich um eine hochansteckende Virusinfektion. Sie betrifft am häufigsten Kinder und ist meldepflichtig. Typisch für den Verlauf sind rote Hautflecken und Fieber. Die ständige Impfkommission STIKO empfiehlt bei Kindern eine zweimalige Impfung innerhalb der ersten beiden Lebensjahre. Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, sollten sich mindestens einmal impfen lassen. „Wer sich bezüglich des eigenen Impfschutzes unsicher ist, sollte sich an seinen Arzt werden. Er kann über alle notwendigen Schritte aufklären“, empfiehlt Dr. Marion Wunderlich. Die empfohlene Masern-Impfung wird grundsätzlich gut vertragen und bietet lebenslangen Schutz. Gegen Masern wird üblicherweise in Kombination mit Mumps, Röteln und gegebenenfalls Windpocken geimpft.

Weitere Informationen zum Thema Impfschutz finden Interessierte auf der Seite des Robert Koch-Instituts unter www.rki.de.

Kommentare zum Inhalt

Zu diesem Inhalt sind noch keine Kommentare vorhanden.
Wollen Sie einen Kommentar erstellen?