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Zwischen Darchau und Haar: Mehr Blumen an der Kreisstraße 61

(lk/iw) Flockenblumen, Wiesensalbei oder Klatschmohn: Blühpflanzen entlang der Straßen sind nicht nur für Vorbeikommende attraktiv, sondern auch für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Für sie sind Blumen eine Nahrungsgrundlage.

Deswegen wird Anfang April die Strecke vom Fähranleger Darchau Richtung Neuhaus aufgewertet: Im Rahmen des BENe-Projektes (Biotopverbund Elbtal Amt Neuhaus) entfernt der Verein Maschinenring Lüneburg auf einem schmalen Streifen an der Kreisstraße 61 zwischen Darchau und Haar den Grasaufwuchs. In diese Fläche soll dann eine Blühmischung aus heimischen und standortgerechten Wildpflanzen eingesät werden.

Der Straßenseitenraum ist in zwei Sektoren unterteilt: „Der sogenannte Intensivbereich liegt direkt an der Straße und wird daher für die Verkehrssicherheit regelmäßig gemäht“, erklärt BENe-Projektmanager Dr. Olaf Anderßon. Der von der Fahrbahn weiter entfernte Extensivbereich hingegen wird weniger gepflegt.

Dort findet das Mähen zeitlich angepasst an die Bedürfnisse der Pflanzen und Tiere statt. Also eher im Herbst, wenn etwa Vogeljunge flügge sind, oder wenn es in dem Abschnitt keine Bodenbrüter gibt. Ein Teil der Seitenräume bleibt unberührt, um Überwinterungsverstecke für Insekten und Amphibien zu erhalten. „Das kann als unordentlich empfunden werden“, so der promovierte Biologe, „für Insekten und Vögel sind diese Orte jedoch äußerst wichtig.“

Das Pilotprojekt an der K 61 erprobt Pflegekonzepte, die künftig auf weitere Seitenränder von Kreisstraßen übertragen werden könnten. Das Ziel: Möglichst viele Blühpflanzen für Insekten anbieten.

Allerdings müssen wir nicht immer gleich Wildpflanzen einsäen, weiß Dr. Olaf Anderßon: „Oft reicht schon eine fachgerechte und weniger intensive Pflege“ – eine Maßnahme, die der kreiseigene Betrieb für Straßenbau und -unterhaltung in diesem Jahr bereits in Teilen der Kreisfläche umsetzt.

Bei weiteren Fragen steht Projektmanager Dr. Olaf Anderßon telefonisch unter 04131 26-1449 oder per E-Mail an olaf.anderßon@landkreis.lueneburg.de zur Verfügung.

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