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Schnelles Internet für die Region: Breitband-Bus macht in Lüneburg Halt (11.04.2017)

Besuchten gemeinsam den Breitbandbus: Dr. Jérôme Stuck, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Ulrich Mentz vom Landkreis Lüneburg, Stefan Molkentin, Regionalleiter der Atene KOM, IHK-Verkehrsexperte Martin Exner, Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer und Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt.  Foto: Landkreis Lüneburg(lk/wö) Mit Highspeed in die Zukunft: Der Landkreis Lüneburg soll flächendeckend mit schnellem Breitband-Internet ausgerüstet werden. „Die Verhandlungen mit den Fachunternehmen sind jetzt abgeschlossen“, sagt Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer, „im Juni wollen wir den Vertrag unterschreiben. Wir liegen also genau im Zeitplan.“ Am Montag (10. April 2017) konnten Bürgerinnen und Bürger sich mitten in Lüneburg schon einmal über diese Zukunftstechnologie informieren: Auf dem Marktplatz machte das Breitband-Infomobil Halt, das im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags quer durchs Land reist.
Wie wichtig schnelles Internet insbesondere für ländliche Regionen ist, erläuterte hier Stefan Molkentin. Er ist Regionalleiter bei Atene Kom GmbH – also der Firma, die im Auftrag des Bundes die Breitbandförderung umsetzen soll – und zuständig für das Bundesförderprogramm. „Eine Breitbandanbindung ist der härteste Standortfaktor im Moment“, sagt Molkentin, „dennoch gibt es in Deutschland immer noch weiße Flecken, die kaum oder gar nicht angebunden sind.“ Das bestätigt auch Martin Exner von der IHK Lüneburg-Wolfsburg: „In der Fläche sind viele Bereiche unterversorgt. Wir haben das Thema deshalb schon seit mehreren Jahren auf der Tagesordnung“, sagte der Infrastrukturexperte, „wir brauchen einen wertigen Ausbau, damit auch Gewerbegebiete im ländlichen Raum konkurrenzfähig sein können.“
Nicht nur Wirtschaftsunternehmen sind auf schnelles Internet angewiesen, auch viele Privathaushalte brauchen bereits heute eine starke Anbindung. Neue Entwicklungen wie etwa das sogenannte „Smart Home“, also die Vernetzung von Haushaltsgeräten wie Kühlschrank und Waschmaschine oder der Hauselektronik, erfordern immer stärkere Verbindungen. „Viele Menschen machen bereits heute von der Internetanbindung abhängig, wo sie wohnen wollen“, weiß Ilmenaus Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt.
Und so geht es im Landkreis Lüneburg weiter: Nach den Verhandlungen mit dem Landkreis Lüneburg müssen die Firmen bis zum 12. Mai 2017 ein rechtsverbindliches Angebot abgeben. Die Breitband-Kommission trifft dann die Entscheidung, welches Unternehmen den Zuschlag für das Projektgebiet erhält. Der Kommission gehören neben dem Ersten Kreisrat Jürgen Krumböhmer und Ulrich Mentz vom Büro Landrat auch Vertreter der beteiligten Kommunen sowie Experten des Breitband Kompetenz Zentrums Niedersachsen und der Atene KOM GmbH an, also der Fachagentur des Bundes, die die Fördermittelvergabe begleitet. Das schnelle Internet wird voraussichtlich ab 2018/19 zur Verfügung stehen. Am 6. März 2017 hatte der Kreistag beschlossen, dafür in diesem Jahr schon einmal rund vier Millionen Euro bereitzustellen – sozusagen als erste Rate. Vom Bund hatte der Landkreis Lüneburg im vergangenen Jahr eine Förderzusage über bis zu 15 Millionen Euro erhalten.

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