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Warnung vor giftiger Gefahr in Wald und Wiese: Pilze und Beeren vor dem Verzehr genau bestimmen (08.08.2017)

(lk/ho) Der Verzehr von Pilzen und Beeren kann zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Davor warnt das Gesundheitsamt des Landkreises Lüneburg. „Wer sich mit giftigen Pflanzen in der Region nicht ganz genau auskennt, sollte auf die selbst gesammelte Pilzpfanne oder Beeren aus der freien Natur verzichten“, sagt Dr. Marion Wunderlich, Leiterin des Gesundheitsamts, „im schlimmsten Fall kann eine Vergiftung Organschäden oder ein tödliches Herz-Kreislauf-Versagen verursachen.“

Eine besondere Gefahr besteht für zugewanderte Menschen, wenn sie giftige Pflanzen finden, die Speisepflanzen aus ihren Heimatländern ähneln. Im Herbst 2015 hatte eine Flüchtlingsfamilie im Landkreis Lüneburg den hochgiftigen Knollenblätterpilz gegessen, der einem Speisepilz zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Folge: Die gesamte Familie schwebte in Lebensgefahr und musste in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit Lebertransplantationen gerettet werden.

„Neuzugewanderte sollten eindringlich vor dem Verzehr selbstgepflückter Pilze und Beeren gewarnt werden“, rät deshalb auch Karin Kuntze vom Bildungs- und Integrationsbüro, „Haupt- und ehrenamtliche Unterstützer, die mit ihnen in Kontakt stehen, sollten sie über die Gefahren informieren.“ Der Landkreis Lüneburg stellt dazu auf seiner Webseite Audio-Dateien mit Warnhinweisen in acht Sprachen zum Anhören zur Verfügung. Die Informationen können auch als Link über soziale Netzwerke geteilt werden.

Für schnelle Hilfe bei Vergiftungen sorgt das Gift-Informationszentrum-Nord unter der Telefonnummer 0551 19240, die rund um die Uhr erreichbar ist. Reste der verzehrten Pilze oder Beeren helfen den Ärzten im Notfall dabei, das Gift zu bestimmen und die richtige Behandlung einzuleiten.

Auf der Internetseite www.landkreis-lueneburg.de/flüchtlinge finden Interessierte weitere Informationen sowie Plakate und Flyer zum Ausdrucken. Hier können auch die Warnhinweise in acht Sprachen angehört werden.

 

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