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Jetzt online: Kompass Inklusion bietet Überblick zur Inklusion an Schulen (29.11.2017)

(lk/ho) Inklusion bedeutet, allen Menschen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen – unabhängig von Herkunft, sozialem Status, dem Vorliegen einer Behinderung oder einer Hochbegabung. Inklusion ist aber auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung: Sie setzt eine Haltung voraus, die Vielfalt und Einzigartigkeit als Bereicherung unserer Gesellschaft betrachtet.

Mit dem „Kompass Inklusion an Schulen in Hansestadt und Landkreis Lüneburg“ hat sich die Region jetzt auf den Weg gemacht, diese Haltung in der Schullandschaft vor Ort zu fördern. „Inklusion bedeutet gemeinsam leben und lernen“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt, „Integration, Vielfalt und gleiche Chancen für alle – dafür setzen sich die Schulen gemeinsam mit den kommunalen Trägern ein.“

Das gut 30-seitige Papier bietet eine Übersicht über Standards und Unterstützungssysteme rund um das Thema schulische Inklusion in Hansestadt und Landkreis Lüneburg und richtet sich an alle Akteure im weiten Feld der Bildung und der Erziehung: Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Verwaltungsmitarbeitende, Erzieherinnen und Erzieher, Träger und Interessierte.

Im Kompass Inklusion sind wichtige Ansprechpartner mit ihren Kontaktdaten aufgelistet. Außerdem sind bauliche Standards für die Schulen der Region wie Aufzüge, behindertengerechte Sanitäranlagen und so genannte Differenzierungsräume aufgelistet.
Der Kompass basiert auf der Arbeit von rund 80 Engagierten, die sich nach einer öffentlichen Auftaktveranstaltung im Juni 2014 mit Unterstützung von Prof. Dr. Matthias von Saldern mit Themen wie Barrierefreiheit, pädagogischen Konzepten oder der Elternperspektive auseinandergesetzt hatten.

„Der Kompass beschreibt einerseits den aktuellen Stand, den wir bei der Inklusion schon erreicht haben“, stellen Bildungskoordinatorin Svenja Feßel vom Bildungs- und Integrationsbüro und Niklas Hampe aus der Stabsstelle des Dezernats Bildung, Jugend und Soziales der Hansestadt Lüneburg, den Kompass vor. „Er zeigt aber auch die Herausforderungen auf, denen sich die Kommunen gemeinsam mit den Akteuren stellen werden, um Inklusion in der Schule weiter voranzutreiben.“ Insofern ist der Kompass ein lebendiges Papier, das in den kommenden Jahren regelmäßig auf den Prüfstand gestellt und den veränderten Bedingungen angepasst werden wird.

Der „Kompass Inklusion“ steht im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/inklusion zum Download bereit.

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