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Waldbrand im Griff: Kreisfeuerwehrbereitschaft übt im Landkreis Verden

(lk/kfw) Waldbrand im Landkreis Verden: Am vergangenen Wochenende (6. April 2019) fuhr die Kreisfeuerwehrbereitschaft Lüneburg 1 mit fünf Zügen - davon ein Wasserförderzug, drei Wassertransportzüge und ein Zug Logistik - in den Landkreis Verden, um ihre Bereitschaftsübung in der Gemeinde Kirchlinteln durchzuführen.

Das Szenario: Nach einer langanhaltenden Trockenheit ist es in der Gemeinde Kirchlinteln zu vielen Waldbränden gekommen. Diese loderten an vielen Stellen wieder auf oder wurden durch Funkenflug immer wieder neu entfacht. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden ist auch schon seit Tagen in anderen Teilen im Landkreis im Einsatz. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft 1 Lüneburg wurde alarmiert, um die Ortsfeuerwehren der Gemeinde Kirchlinteln zu unterstützen.

Die Übungsorte waren zum einen das ehemalige Munitionsdepot in Sehlingen, der Bereich um die Gasförderstelle in Groß Heins und ein Waldstück bei der Ortschaft Verdenermoor/Kükenmoor.

Um 08:30 bekam die Kreisfeuerwehrbereitschaft ihren ersten Einsatzauftrag. Das Gewittersturmtief Hans-Hermann ist über die Ortschaft Sehlingen hinweggefegt und hat Bäume entwurzelt und einen Flächenbrand entfacht. Das große Einsatzaufgebot forderte die Ortsfeuerwehren stark, weshalb zur Unterstützung die KFB Lüneburg eingesetzt wurde.

Am ersten Einsatzort angekommen bot sich den Feuerwehrkräften ein sehr realistisch gestaltetes Szenario. Zufahrtsstraßen waren durch umgestürzte Bäume blockiert und überall war Feuer und Rauch zu sehen. In den Bunkern wurden Menschen vermisst und es ereignete sich auch noch ein Verkehrsunfall auf dem Gelände. Die Einsatzkräfte mussten sich zu allererst ihren Weg frei sägen, um an ihre Einsatzorte zu gelangen. Die Einsatzleitung war hier sehr gefordert, da sich die Lage stetig veränderte und neue Brände aufloderten.

Im Laufe der Übung, nachdem die ersten Einsätze abgearbeitet waren, kam es im Bereich Heins und Kükenmoor zu mehren Wald- und Buschbränden. Hier breitete sich das Feuer auch rasch aus, sodass die Ortsfeuerwehren Verstärkung anforderten. Der ELW des LK Verden setzte daraufhin Teile der KFB Lüneburg in Bewegung.

Im Bereich Heins drohte das Feuer auf eine Gasförderstation zuzulaufen. Es musste eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut werden, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Das Wasser wurde hier über eine 1,5 Kilometer lange Schlauchleitung zur Einsatzstelle transportiert.

Bei Kükenmoor stand ein Waldstück in Flammen. Hier gestaltete sich die Brandbekämpfung auch nicht gerade einfach. Das Gelände war sehr unwegsam und die nächste Wasserentnahmestelle war einige Kilometer entfernt. Hier wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um ausreichend Löschwasser an der Einsatzstelle zu haben.

Um 14 Uhr waren dann alle Einsätze erledigt und die KFB Lüneburg konnte wieder in ihren Bereitstellungsraum an der Grundschule in Bendingbostel einrücken.
Nach einer Ruhepause und einem ausgiebigen Mittagessen machten sich die 142 Einsatzkräfte wieder auf den Rückweg in ihre Heimat.

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