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Frische Brise im Serverraum: Landkreis Lüneburg beim Wettbewerb „Klima kommunal“ ausgezeichnet (06.09.2016)

Umweltminister Stefan Wenzel (v.l.) überreicht Stefanie Nicklaus, Stefan Domanske und Philipp Päper vom Landkreis Lüneburg den Scheck über 4.000 Euro. Mit dabei ist Dr. Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. Foto: Klima kommunal, Stefan Koch(lk/ho) Das frische norddeutsche Wetter sorgt für ein gutes Klima im Serverraum des Landkreises Lüneburg: Für den Neubau des energieeffizienten Serverraums mit Außenluftkühlung nahmen Stefan Domanske und Philipp Päper vom IT-Service sowie Stefanie Nicklaus von der Klimaschutzleitstelle am vergangenen Montag (26. September 2016) die Auszeichnung „Klima kommunal 2016“ von Umweltminister Stefan Wenzel entgegen. Als Leuchtturmprojekt wurde der Neubau mit 4.000 Euro prämiert.

Die 450 Arbeitsplätze in der Kernverwaltung des Landkreises Lüneburg sind seit vielen Jahren energieeffizient ausgestattet: mit Strom sparenden, lüfterlosen ThinClients, die auf leistungsfähige Systeme im zentralen Serverraum zugreifen. Seit dem Neubau wird dieser Raum energiesparend mit Außenluft gekühlt. Das Ergebnis: vorbildliche Energieeffizienz „by nature“.

Die Jury schrieb über das Projekt: „Zum positiven Gesamtergebnis zählt, dass der Serverraum über 20 Prozent energieeffizienter betrieben werden kann, als vom Durchschnitt der öffentlichen IT-Dienstleister.“ Zum Monitoring der Server wurde eine eigene Software entwickelt, die der Landkreis als Open-Source zur Verfügung stellt. „Durch diese vorbildliche Effizienzmaßnahme profitieren Klimaschutz und Kommunalhaushalt gleichermaßen“, so die Jury.

Wie das System funktioniert, erklärt IT-Leiter Stefan Domanske: „Wir pumpen die warme Kühlflüssigkeit aus dem Serverraum durch Rohre nach draußen. Dort kühlt sie ein Ventilator mit der kühlen norddeutschen Außenluft. Das reicht fast immer, um die Server kühl zu halten.“

Möglich ist das durch ein detailliertes Controlling des Energiebedarfs der einzelnen IT-Komponenten und eine effektive Kühlung genau dort, wo die Wärme entweicht: hinter den Servern. Die Mehrkosten für diese innovative Kühllösung betrugen rund 20.000 Euro. Eine Investition, die sich auf Dauer lohnt, denn eine herkömmliche Klimaanlage, die Luft komprimiert, ist nicht mehr nötig – und das spart viel Energie.

Bereits zum vierten Mal haben die niedersächsischen kommunalen Spitzenverbände und das Umweltministerium den Wettbewerb „Klima kommunal“ ausgeschrieben. Das Ziel: die vielen kreativen und innovativen lokalen Klimaschutzaktivitäten im Land einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das kommunale Engagement zu würdigen.

In diesem Jahr gab es 46 Wettbewerbsbeiträge. Zwei Beiträge aus dem Landkreis Lüneburg wurden als Leuchtturmprojekte ausgezeichnet: neben dem Projekt des Landkreises Lüneburg wurde die „Wärmerückgewinnung aus dem Abwasserkanal am neuen Museum Lüneburg“ der Hansestadt Lüneburg mit 2.000 Euro belohnt.