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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Workcamps des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Workcamp-Teilnehmer bei der Arbeit auf dem Lüneburger ZentralfriedhofDeutsch-polnisch-russische Jugendbegegnung zum ersten Mal in Lüneburg

Gemeinsam anpacken, für den Frieden arbeiten und internationale Freundschaften schließen – das und noch mehr bieten die Workcamps des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Workcamp zum ersten Mal in Lüneburg
Seit mehr als zehn Jahren findet jährlich ein Workcamp statt. Meistens reisen Jugendliche aus dem Landkreis Lüneburg in den Partnerlandkreis Wagrowiec in Polen. 2012 fand das Workcamp zum ersten Mal in Lüneburg statt. Die Jugendliche im Alter von 16 bis 22 Jahren aus Deutschland, der Russischen Föderation und Polen arbeiteten in Barskamp und Lüneburg.

Jugendliche pflegen Kriegsgräber in Barskamp und Lüneburg
Unter der Leitung des Volksbundes pflegten die Workcamp-Teilnehmer Kriegsgräberstätten nationalsozialistischer Gewaltherrschaft im Landkreis Lüneburg. Die freiwilligen Helfer pflegten Gräber auf dem Lüneburger Zentralfriedhof sowie auf dem Friedhof in Barskamp.
Landrat Michal Piechocki aus dem polnischen Partnerlandkreis Wagrowiec und Landrat Manfred Nahrstedt trafen die jungen Helfer bei ihrer Arbeit im Workcamp.
Neben der Arbeit setzten sich die Jugendlichen intensiv mit der Geschichte von Flüchtlingen, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern auseinander. Von einem Zeitzeugen erfuhren sie aus erster Hand über die Lebensbedingungen während des 2. Weltkrieges.

Aktion Rote Hand
Mit der weltweiten Aktion Rote Hand setzten die Teilnehmer des Workcamp in Amelinghausen, Bleckede und Lüneburg ein Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. In Amelinghausen, Bleckede und Lüneburg machten die Jugendlichen auf das Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam. Sie baten Passanten um Handabdrücke in roter Farbe als ein Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten.Im Lüneburger Rathaus übergaben die Workcamp-Teilnehmer fast 400 rote Hände an Landrat Nahrstedt, Bürgermeister Helmut Völker, Samtgemeinde Amelinghausen, und Bürgermeister Eduard Kolle, Hansestadt Lüneburg

Botschaft an die Vereinten Nationen
Die Workcamp-Teilnehmer übergaben die insgesamt fast 400 roten Hände im Lüneburger Rathaus an Landrat Manfred Nahrstedt, Bürgermeister Eduard Kolle, Hansestadt Lüneburg, und Bürgermeister Helmut Völker, Samtgemeinde Amelinghausen. Die Handabdrücke schickte Landrat an den Bundespräsidenten, der die Botschaften dann an die Vereinten Nationen in New York weiterleitet. Deutschlandweit wurden seit 2007 bereits fast 160.000 rote Hände für die Aktion gesammelt.

Ehrennadel für herausragendes Engagement
Geleitet wurde das Workcamp von Birgit Putensen, die sich seit mehr als zehn Jahren für internationale Workcamps desVolksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Polen, Russland und Deutschland ehrenamtlich engagiert. Landrat Nahrstedt zeichnete Birgit Putensen am 10. August 2012 in der Lüneburger Ritterakademie mit der goldenen Ehrennadel und einem Eintrag in das Ehrenbuch des Landkreises aus.

Den Abschluss und Höhepunkt des Workcamps2012 bildete eine Gedenkveranstaltung der Jugendlichen a auf dem Zentralfriedhof in Lüneburg, zu der rund 30 Gäste, darunter Landrat Manfred Nahrstedt und Landrat Michal Piechocki gekommen waren.