Berufliche und allgemeine Weiterbildung

Rechtsextremismus und Radikalisierung bei Jugendlichen erkennen, einschätzen und entgegenwirken

Fachveranstaltung vom 1.10.2020 zur Ausstellung "Oh, eine Dummel!" im Museum Lüneburg

Zielgruppe: Mitarbeitende in Jugendeinrichtungen, Schulsozialarbeiter*innen, Beratungslehrkräfte und alle, die in Erziehungsfragen beraten.

Zunehmend lassen sich Jugendliche von rechtsradikalen Ideen faszinieren. Rassistische, antisemitische und homofeindliche Parolen, vielfach geteilt in den sozialen Medien, auf Wände gesprüht, als Verunglimpfung geäußert oder durch herabwürdigendes Verhalten gezeigt, gehören für viele Jugendliche längst zum Alltag. Manche „plappern“ sie nur nach, um dazu zu gehören, bei manchen haben sich die menschenverachtenden Einstellungen schon ausgeprägt. Die sich häufenden, gewalttätigen Vorfälle zeigen, wie groß die Gefahr für die demokratische Gesellschaft ist, die die Würde des Einzelnen als Grundwert achtet.

  • Wer ist besonders empfänglich für rechte Ideen?
  • Wer gilt als gefährdet und wer ist bereits Gefährder?
  • Wie verläuft der Radikalisierungsprozess?
  • Wie lässt sich das Problem mit Jugendlichen thematisieren?
  • Wie kann man Jugendliche dafür sensibilisieren, wann sie die Grenzen überschreiten?
  • Wie kann man dabei unterstützen, aus der rechten Szene wieder auszusteigen?
  • Wie lassen sich besorgte Eltern oder Freunde unterstützen?

Alle diese Fragen waren Thema des Fachtags, der von Ruben Obenhaus von der „Mobilen Beratung gegen Rechts – für Demokratie“ aus Hannover gestaltet wurde.

Der Veranstaltung fand im Museum Lüneburg statt, in der zeitgleich die Wanderausstellung „Oh, eine Dummel!“-Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire als Kooperationsveranstaltung des Kriminalpräventionsrates Lüneburg mit dem Museum Lüneburg, der VHS Lüneburg und dem Bildungs-und Integrationsbüro des Landkreises Lüneburg gezeigt wurde.

Im Anschluss an die Fachveranstaltung wurde die Möglichkeit geboten, in einem geschützten Rahmen im Bildungs- und Integrationsbüro Lüneburg im Rahmen einer individuellen Erstberatung konkrete Fälle zu besprechen.

Unterstützung, Begleitung und Informationen bietet die Mobile Beratung gegen Rechtsextremisumus für Demokratie.