Landkreis Lüneburg - Wölfe
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Wölfe

Auf seinen eigenen vier Pfoten kehrt der Wolf, eine hierzulande einst ausgerottete Tierart, nach Deutschland zurück. Er bereichert unsere Natur, benötigt jedoch keine Wildnis. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass er auch in der europäischen Kulturlandschaft zurechtkommt. Die Rückkehr dieser Tierart polarisiert.

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Landkreis Lüneburg
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Untere Naturschutzbehörde - Fachgebietsleitung
+49 4131 26 - 1666+49 4131 26 - 2666E-Mail senden
Landkreis Lüneburg
Umwelt
Saskia Grote
Untere Naturschutzbehörde
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Wölfe in Niedersachsen

Generell gilt: Der Wolf ist eine immer noch gefährdete Tierart, die es europaweit streng zu schützen gilt und von der es in ganz Deutschland derzeit nur relativ wenige Individuen gibt. Im Downloadbereich finden Sie einen Flyer, der grundsätzliche Fragen rund um den Wolf beantwortet und so zu einem sachlichen Umgang mit diesem besonderen Wildtier beitragen soll.

Äußere Merkmale: Bräunlich-graues Fell, weiße Zeichnung der Schnauze, schwarze Schwanzspitze. Größe und Statur ähnlich dem Schäferhund, jedoch längere Beine und eine kürzere Rute.

Der Wolf lebt in Familienverbänden von im Schnitt acht Tieren (je zwei Elterntiere mit Jungtieren). Die Elterntiere bleiben ein Leben lang zusammen. In Deutschland gibt es keine Großrudel wie z.B. in Nordamerika. Die Familienverbände benötigen eine Reviergröße von etwa 20 km Durchmesser. Die Hauptnahrung der Wölfe sind Rehe, junge Hirsche und Wildschweine.

Derzeit gibt es 36 Rudel in Niedersachsen, eines davon in der Region Lüneburg auf dem Truppenübungsplatz Munster. Eine aktive Wiederansiedelung, z.B. durch Einfuhr oder Aussetzen von Wölfen hat nicht stattgefunden. Die selbstständige Rückkehr wird wissenschaftlich, fachbehördlich und ehrenamtlich begleitet. Helfen auch Sie mit!

Die häufigsten Fragen zum Wolf

Sind Wölfe eine Gefahr für den Menschen?

Der Wolf ist ein Raubtier, daher sollte man ihm grundsätzlich mit Respekt begegnen – genau wie jeder anderen Wildtierart. Wenn in einer Region Wölfe gesichtet wurden, bedeutet dies jedoch nicht, dass man sich nicht mehr frei in der Natur bewegen kann. Menschen gehören nicht in das Beuteschema des Wolfes. Er jagt hauptsächlich Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine. Unter Umständen kommt es auch zu Nutztier-Rissen, die überwiegend Schafe oder Gatterwild betreffen. Diese Gefahr lässt sich jedoch durch Schutzmaßnahmen, wie z.B. bestimmte Zäune deutlich minimieren.

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich einem Wolf begegne?

Spaziergänger*innen, Radfahrer*innen, Jogger*innen und Reiter*innen werden die Tiere in der Regel nur selten zu Gesicht bekommen. Wölfe bemerken Menschen meist viel früher, ziehen sich zurück oder interessieren sich nicht gezielt für Menschen.

Förster*innen, Jäger*innen, Pilz- und Beerensammler*innen, die sich leise im Wald bewegen, können mit höherer Wahrscheinlichkeit auf Wölfe stoßen.

  1. Generell gilt: Verhalten Sie sich ruhig, besonnen und selbstbewusst. Eine unmittelbare Bedrohung besteht für Sie nicht.
  2. Hat der Wolf Sie nicht bemerkt, geben Sie ihm die Möglichkeit einfach seines Weges zu gehen oder sich zurückzuziehen.
  3. Besonders junge Wölfe flüchten nicht immer sofort, sie sind zwar recht scheu, doch zunächst eher neugierig. Machen Sie hier ggf. durch deutliches Winken, Rufen oder Klatschen auf sich aufmerksam.
  4. Sollte sich der Wolf nähern, machen Sie Lärm oder bewerfen Sie ihn mit Gegenständen. Wenn Sie sich unwohl fühlen, ziehen Sie sich langsam aber selbstbewusst zurück. Es besteht kein Grund, panisch zu reagieren.
  5. Wenn sich Ihnen die Gelegenheit bietet, fotografieren Sie das Tier, prägen Sie sich möglichst viele Details ein (Färbung, Körperbau, Verhalten usw.),
  6. Wahren Sie aber auch den nötigen Abstand. Bitte nähern Sie sich dem Tier nicht an und verfolgen Sie es nicht.
  7. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Beobachtungen an eine*n Wolfsberater*in in Ihrer Nähe oder die Naturschutzbehörde des Landkreises.

Die meisten Wolfssichtungen passieren aus großer Distanz. In sehr seltenen Fällen kann es auch zu Begegnungen aus nächster Nähe zwischen Menschen und Wölfen kommen.

Sie haben einen Wolf gesichtet? Unter folgendem Link können Sie Ihre Sichtung der Landesjägerschaft Niedersachsen melden.

Landesjägerschaft Niedersachsen

Was bedeutet das Leben mit dem Wolf?

In ländlichen Gebieten mit bekannten Wolfsvorkommen sollten Abfälle, z.B. von gastronomischen Betrieben, sicher unter Verschluss gehalten werden, um eine passive Anfütterung und somit eine Gewöhnung der Wölfe an den Menschen zu vermeiden. Keinesfalls sollten Sie Wölfe bewusst füttern oder Essensreste unachtsam in der Natur entsorgen. Füttern Sie Wölfe bitte niemals!

Wenn Sie mit Ihrem Hund durch Gebiete mit Wolfsvorkommen gehen und ihn angeleint in Ihrer Nähe behalten, wird ihm nichts passieren. Begegnet ein Wolf jedoch einem einzelnen Hund, der frei durch sein Revier läuft, könnte er ihn für einen Rivalen, Konkurrenten oder Paarungspartner halten. Seien Sie daher achtsam und umsichtig als Hundehalter*in und informieren Sie sich über Wolfsvorkommen in Ihrer Nähe.

Ausritte in Gebieten mit Wolfsvorkommen sind ebenso wie sonstige Freizeitaktivitäten in der Natur weiterhin möglich. Generell gilt jedoch: Pferde sind Fluchttiere. Ein Pferd kann sich vor dem Wolf – genauso wie vor anderen Wildtieren wie Wildschweinen oder vor einem Fahrzeug – erschrecken und scheuen.

Was kann ich tun, wenn ich kranke oder verletzte Wölfe sehe oder ein Tier angefahren habe?

Wenn Sie einen kranken oder verletzten Wolf sehen, sollten Sie das Tier in Ruhe lassen. Melden Sie die Sichtung bitte umgehend an eine*n Wolfsberater*in.

Wer ist Wolfsberater/in beim Landkreis Lüneburg?

Ulrike Kressel
Telefon 0151-26328518
E-Mail: u.kressel@t-online.de 

Rald Neumann
Telefon 04135 808339
E-Mail: ralf-neum@t-online.de

Ulrike Kruse
Telefon 0178 / 1582777 // 04131 - 84474
E-Mail: ulrike-kruse@t-online.de

Grundsätzlich ist, wie bei anderen Verkehrsunfällen auch, die Polizei zu verständigen. Diese benachrichtigt die zuständige Veterinärin bzw. den zuständigen Veterinär. Nur die Tierärztin bzw. der Tierarzt darf entscheiden, wie dem Tier am besten geholfen wird.

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