Bildung für nachhaltige Entwicklung
"Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt." (Mahatma Gandhi)
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) befähigt Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu, verantwortungsbewusst für aktuelle und zukünftige Generationen zu handeln: zum Schutz der Umwelt, für eine bestandsfähige Wirtschaft und eine gerechte Gesellschaft.
Dafür braucht es Kompetenzen, Wissen und die Motivation, ins Handeln zu kommen. In der Lüneburger Bildungslandschaft gibt es bereits viele gute Ansätze. Diese zu bündeln, zu vernetzen - dadurch zu stärken und vor allem sichtbar zu machen hat sich der Landkreis zum Ziel gesetzt.
Aktuelles rund um BNE
Juni 2026
Volle BNE-Kraft voraus!
Im Rahmen des Förderprogramms Bildungskommune haben wir gemeinsam mit Akteur:innen aus der Bildungslandschaft zahlreiche Maßnahmen erarbeitet, die auf BNE in unserer Bildungsregion einzahlen. Diese sind im Juni 2026 allesamt politisch beschlossen worden. Der Weg für die Umsetzung ist also geebnet. Folgende Maßnahmen sind nun schon bereits in Bearbeitung hier bei uns im Landkreis:
- BNE-Förderberatung (mehrere ganztägige Sprechstunden/Jahr)
Unterstützung bei administrativen, organisatorischen und kommunikativen Aufgaben zum Abschluss von BNE-Förderanträgen - BNE-Programm mit festen Bildungspartnern
Standardisierte Rahmenvereinbarungen regeln Abläufe, Zuständigkeiten und Qualität. Kooperation zwischen Schule und außerschulischen Lernorten wird nachhaltig gestärkt. - BNE-Datenbank auf dem neu entstehenden Bildungsportal;
mit Materialien, Konzepten und Praxisbeispielen. Unterstützt Schulen und Kitas bei Integration von BNE in Leitbildern, Curricula und Entwicklungsprozessen. - Landkreisweite Plakatkampagne zu den SDGs
zur Sichtbarmachung der 17 SDGs - SDG-Rallye „17 Wochen – 17 Ziele“
verbindet Elemente eines Lehrpfads und einer interaktiven Schnitzeljagd. Stationen an reg. Lern-, Natur- und Projektorten.
Alle Maßnahmen zahlen auf die drei Hauptziele ein, die wir für BNE partizipativ gemeinsam mit Bildungsakteur:innen erarbeitet haben:
- BNE dauerhaft in allen Bildungsbereichen verankern: Von der Kindertagesbetreuung über die Schule bis hin zur Erwachsenenbildung soll BNE strukturell abgesichert werden. Ziel ist es, nachhaltige Bildungsarbeit langfristig zu etablieren und sie unabhängig vom Engagement einzelner Personen zu gestalten.
- Rahmenbedingungen verbessern: Organisatorische und verwaltungsbezogene Hürden für Bildungseinrichtungen, Lehrkräfte und weitere Bildungsakteur sollen abgebaut werden, um die Umsetzung von BNE zu erleichtern.
- Nachhaltigkeit im Alltag sichtbar machen: Die Ziele für nachhaltige Entwicklung sollen stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankert und ihre Bedeutung für das tägliche Leben anschaulich vermittelt werden.
Mai 2026
The District of Lüneburg goes international!
Yeah! Wir steigen für eine renommuerte internationale Auszeichnung in den Ring - den ESD Okayama Award: Eine BNE-Auszeichnung der japanischen Stadt Okayama in Kooperation mit der UNESCO. Unser Bewerbungsvideo könnt Ihr hier rechts anschauen. Drückt uns die Daumen!
Januar 2026
Bildung für nachhaltige Entwicklung kreativ und praxisnah erleben
Wie kreativ, praxisnah und niedrigschwellig Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gestaltet werden kann, zeigten Bachelor- und Masterstudierende der Leuphana Universität Lüneburg eindrucksvoll beim zweiten „Begegnungsraum BNE“ am 27. Januar 2026.
Im Foyer des Zentralgebäudes kamen Studierende, Lehrkräfte und weitere BNE-Interessierte zusammen, um sich zu vernetzen, inspirieren zu lassen und konkrete Impulse für die schulische Praxis mitzunehmen. Die Veranstaltung entstand in enger Kooperation zwischen dem Landkreis Lüneburg und dem Institut für Bildung für nachhaltige Entwicklung und transdisziplinäre Forschung der Leuphana Universität Lüneburg.
Im Mittelpunkt standen studentische BNE-Projekte aus den Bereichen Sachunterricht, Biologie und Chemie. In einer „Galerie der Möglichkeiten“ präsentierten die Studierenden vielfältige Lernmedien und Unterrichtsideen – von naturwissenschaftlichen Fragestellungen über sexuelle Bildung und Kommunikationskompetenz bis hin zu digitalen Medien sowie BNE-Perspektiven für die Sekundarstufe I.
Die Bandbreite der Ideen reichte von selbstgenähten Säckchen zur Veranschaulichung der Gewichtsentwicklung eines Ungeborenen über experimentelle Zugänge zum Thema Feuer bis hin zu digitalen Formaten zur Erforschung der fünf Sinne. Die Projekte zeigten anschaulich, wie alltagsnah und wirksam BNE im Unterricht umgesetzt werden kann.
Der Begegnungsraum BNE machte deutlich: Bildung für nachhaltige Entwicklung ist mehr als ein Projektthema. Sie lebt vom Dialog, von praxisnahen Ideen und vom gemeinsamen Lernen über institutionelle Grenzen hinweg. Eine gelungene Veranstaltung, die Lust auf mehr BNE im Schulalltag gemacht hat – und Vorfreude auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr weckt.
Juli 2025
Modellphase abgeschlossen: Mit Volldampf als BNE-Kommune voran!
Nach vier Jahren als BNE-Modellkommune im bundesweiten gleichnamigen Förderprogramm arbeiten wir seit Juli 2025 eigenständig als BNE-Kommune weiter. Damit verankern wir BNE dauerhaft in unserer Bildungsregion. Zeitgleich hat die Kreispolitik unsere BNE-Zielsetzungen für die kommenden Jahre bestätigt. Ein wichtiger Meilenstein für uns und eine hervorragende Grundlage für die weitere BNE-Arbeit!
Wie geht’s weiter?
- Im Herbst 2025 geht das von uns gemeinsam mit dem Schubz gestaltete Escape Game „Goals in the Box“ an den Start, das Schülerinnen und Schüler spielerisch an die 17-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) heranführt.
- Im Oktober 2025 laden wir die BNE-Akteurinnen und -Akteure der Bildungsregion zu einem großen Netzwerktreffen ein, um gemeinsam an weiteren BNE-Maßnahmen gemäß der formulierten Zielsetzungen zu arbeiten.
- Auch der interkommunale Austausch ist gesichert: Gemeinsam mit dem Landkreis Peine und dem Kreis Lippe koordinieren wir ab sofort das Netzwerk der (ehemaligen) BNE-Modellkommunen Nord-West, in dem von Kiel bis Osnabrück bereits 15 Kommunen organisiert sind und es werden wöchentlich mehr!
Der Landkreis Lüneburg in der Presse
Was können wir vor Ort zu den SDGs beitragen? Wie gelingt Inklusion? Welche gesellschaftlichen Werte sind uns wichtig? BNE und politische Bildung ist beim Landkreis Lüneburg fester Bestandteil des Ausbildungsprogramms- Dazu hat FABINEK ein Praxisbeispiel veröffentlicht.
Networking und Marketing für BNE im Landkreis Lüneburg: Wie kann die Wahrnehmung von BNE gestärkt werden? Mit wem arbeiten BNE-Akteure in der Verwaltung zusammen? Wie geht man bei der Anbahnung von Kontakten zu anderen Fachdiensten und extern vor? Zu diesen und weiteren Fragen rund um die BNE-Stellschrauben des Erfolgs stand Jeanette Braun, BNE-Beauftragte des Landkreises Lüneburg, FABINEK Rede und Antwort. Hier geht's zum Interview!
Naturparktag 2025 und 2026
Astschere, Spaten und los geht's: Am 8. November 2025 hat sich der Fachdienst Bildung und Kultur des Landkreises Lüneburg bereits zum wiederholten Male am Naturparktag mitgewirkt! Auf einer Fläche bei Amelinghausen haben wir die spätblühende invasive Traubenkirsche entfernt. Wir freuen uns bereits auf den Naturparktag 2026 am 14. November und sind auf jeden Fall wieder dabei!



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Modellkommune für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Als eine von 50 Modellkommunen hat der Landkreis eine gemeinsame Zielvereinbarung mit dem BNE-Kompetenzzentrum Bildung - Nachhaltigkeit - Kommune abgeschlossen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt BNE-Kompetenzzentrum für Prozessbegleitung und Prozessevaluation unterstützt den Landkreis dabei, BNE in seiner Bildungslandschaft zu verankern und sich mit anderen Kommunen zu vernetzen.
Im Rahmen der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen (UN) hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen nationalen Aktionsplan beschlossen. Kommunen kommt dabei eine entscheidende Rolle in der Gestaltung sowie als Impulsgeberin von lebenslangen Bildungsketten in regionalen Bildungslandschaften zu.
Was wollen wir erreichen?
Der Landkreis Lüneburg hat sich vorgenommen, die Bildungsregion unter das Leitmotiv der Nachhaltigen Entwicklung zu stellen. Dazu möchten wir die beteiligten Akteurinnen und Akteure des Landkreises intensiver vernetzen und BNE innerhalb und außerhalb der Verwaltung stärker sichtbar machen.
BNE als Standortfaktor
Über zahlreiche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit wird BNE stärker sichtbar gemacht. Dazu gehören beispielsweise unser Bildungsnewsletter für alle Akteurinnen und Akteure der Bildungslandschaft, Social Media-Kampagnen rund um BNE sowie ein BNE-Flyer, der für Veranstaltungen eingesetzt wird.
BNE-Koordination innerhalb der Verwaltung
Um BNE in der Verwaltung des Landkreises zu verankern, ist die Vernetzung mit angrenzenden Fachdiensten wie Kreisentwicklung/Klimaschutz sowie Umwelt bedeutsam. Ebenso soll BNE langfristig einen festen Platz im Aus- und Fortbildungsprogramm für Mitarbeitende der Verwaltung haben.
BNE-Koordination außerhalb der Verwaltung
Oberste Priorität hat die Vernetzung mit schulischen und außerschulischen Lernorten, Bildungsstätten und Bildungsinitiativen zur Verbreitung von BNE, ein regelmäßiger und offener Austausch sowie die Durchführung gemeinsamer Projekte.









