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Rückgliederung Amt Neuhaus

Der 29. Juni 1993 ist ein denkwürdiger Tag für den Landkreis Lüneburg und die Gemeinde Amt Neuhaus. Denn an diesem Tag wurden die Ratifikationsurkunden über die Rückgliederung des Amt Neuhaus in Schwerin ausgetauscht. Einen Tag später, am 30. Juni 1993, trat der Staatsvertrag zwischen den Ländern Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern in Kraft. Fast auf den Tag genau nach 48 Jahren Trennung gehörte das Amt Neuhaus damit wieder zum Landkreis Lüneburg.

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Spontane Freudenfeiern

Der damalige niedersächsische Innenminister Gerhard Glogowski überbrachte die Nachricht am 29. Juni 1993 persönlich in Neuhaus und löste spontane Feiern auf den Sportplätzen zwischen Neuhaus und Rosien aus. Das war für alle Beteiligten ein großer Moment, dem ein langjähriger Prozess voranging. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Amt Neuhaus infolge der Grenzziehung Teil der DDR. Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 gehörte Neuhaus zunächst zum Landkreis Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern.

Bereits mit der Grenzöffnung 1989 kam es schnell zu nachbarschaftlichen Kontakten zwischen dem Landkreis Lüneburg und den damaligen Gemeinden des Amtes Neuhaus sowie dem damaligen Kreis Hagenow. Die Stadt Bleckede richtete schnell eine zunächst provisorische Fährverbindung zwischen Bleckede und Neu Bleckede ein.

Erste Stimmen sprachen sich dann auch bereits 1990 für eine Rückgliederung des Amtes Neuhaus in den Landkreis Lüneburg aus.

Am 16. Juli 1990 überreichten die gewählten Räte der Gemeinden des damaligen Amtes Neuhaus eine Resolution an den Landkreis Lüneburg, in der die Zuordnung des Amtes Neuhaus in den Landkreis Lüneburg gefordert wurde. Zwei Wochen später wurden der damalige Niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder und in Kopie der damalige Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Rudolf Seiters, schriftlich über die Resolution und den Wunsch der Menschen im Amt Neuhaus informiert.

Auch der Kreistag des Landkreises Lüneburg verabschiedete am 10. September 1990 im großen Einvernehmen eine Resolution. Es folgten zahlreiche Verhandlungen bis schließlich nicht ganz drei Jahre nach der Resolution die Rückgliederung dann durch den Staatsvertrag besiegelt wurde. Mit diesem Tag besteht der Landkreis Lüneburg in der Form, in der man ihn heute kennt, mit Gemeinden links- und rechtsseitig der Elbe.

Feierstunde zum Jahrestag

Am 29. Juli 2008 wurde der 15. Jahrestag dieses denkwürdigen Ereignisses festlich gefeiert. Zunächst fand ein Gedenkgottesdienst mit Zeitzeugenberichten in der Christuskirche in Neuhaus statt. Anschließend fand im Hotel Hannover in Neuhaus eine Feierstunde statt, zu der neben zahlreichen Gästen auch Landrat Manfred Nahrstedt und Dieter Hublitz, Bürgermeister der Gemeinde Amt Neuhaus, erschienen. Als besonderer Gast und Festredner kam auch Ministerpräsident Christian Wulff.

Für alle Bürgerinnen und Bürger war auf dem Vorplatz des Hotel Hannovers eine große Leinwand aufgebaut, auf der die Feierstunde übertragen wurde. Anschließend feierten alle gemeinsam mit Bratwürsten und Bier die Rückgliederung.

Ein Schild zeigt wo die ehemalige innerdeutsche Grenze an der Elbe verlief.
Während der Deutschen Teilung lag Darchau im Grenzgebiet.

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