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Klimaanpassung im Landkreis

Extremwetterereignisse wie Starkregen, Dürre oder Hitze machen deutlich, dass neben dem Klimaschutz die Anpassung an die sich ändernden Bedingungen unabdingbar sind. Das Klimaanpassungsmanagement im Landkreis zielt darauf ab, den Landkreis auf die zu erwartenden Klimawandelfolgen und Extremwetterereignisse vorzubereiten. 

Alle Informationen auf einen Blick

Das Klimaanpassungskonzept des Landkreises Lüneburg

Der Klimawandel ist längst im Landkreis Lüneburg angekommen: Die Durchschnittstemperatur steigt, Hitzetage nehmen zu und Extremwetter wie Starkregen und Sturm treten häufiger auf. Mit dem Klimaanpassungskonzept rüstet sich der Landkreis für die zunehmenden Folgen des globalen Klimawandels.

Die Klimaanalysen im Konzept zeigen eindeutig, dass der Landkreis Lüneburg bereits heute von den Folgen des Klimawandels betroffen ist und dass diese Betroffenheit in Zukunft weiter zunehmen wird. Beispielsweise fällt aufgrund von Hitze und Trockenheit die Heideblüte in Teilen spärlicher aus, die Elbfähre kann ihren Betrieb nicht aufnehmen und die Gesundheit von vulnerablen Bevölkerungsgruppen ist gefährdet.

In dem Konzept sind Maßnahmen festgelegt, mit denen der Landkreis wertvolle Naturräume erhalten, die Infrastruktur sichern und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger vor den spürbaren Folgen des Klimawandels schützen möchte. Dazu zählen Projekte zur Klimaanpassung an kreiseigenen Gebäuden und Flächen, zum Wasserrückhalt in der Landschaft, zum Hitzeschutz in sozialen Einrichtungen sowie die Beratung und Sensibilisierung verschiedener Zielgruppen.

Dialog zum Umgang mit dem Klimawandel  – Rückblick auf Workshops zum Klimaanpassungskonzept

Wo und wie waren Bürgerinnen und Bürger von Starkregen oder Überschwemmungen betroffen? Wie werden Hitzetage und Trockenheit wahrgenommen? Bei einem Workshop im Frühjahr 2025 tauschten sich gut sechzig Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute aus Forst, Wissenschaft, Tourismus und Unternehmen in der Ritterakademie zu ihren Erfahrungen mit dem Klimawandel aus. Ziel des Workshops war es, herauszufinden in welchen Bereichen Mensch und Natur von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Das Bild rechts und im Downloadbereich stellt eine zeichnerische Zusammenfassung der Auftaktveranstaltung dar.

Mit den Kreistagsabgeordneten im Ausschuss für Klimaneutralität am 1. September 2025 sowie mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Runden Tisches für Klimaneutralität am 17. September 2025 wurde an strategischen Zielen gearbeitet, auf die der Landkreis hinsteuern kann und die die Arbeit der Kreisverwaltung überprüfbar machen. Ein Workshop mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung und der Gemeinden, Kreispolitikerinnen und -politikern sowie externen Fachakteuren am 28. Oktober 2025 sollte erste Ideen sowie Ansatzpunkte liefern, welche Maßnahmen die Kreisverwaltung zum Umgang mit den Klimawandelfolgen ergreifen kann. Die Ergebnisse aller Workshops flossen in die Entwicklung des Klimaanpassungskonzepts des Landkreises ein.

Im Downloadbereich finden Sie das fertige Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Landkreis Lüneburg sowie eine Kurzversion des Konzepts.

Graphic Recording der Auftaktveranstaltung zum Klimaanpassungskonzept am 28 März 2025
Graphic Recording der Auftaktveranstaltung zum Klimaanpassungskonzept am 28 März 2025

Dank der Förderzusage des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) von über 121.000 Euro kann die Kreisverwaltung die zu erwartenden Herausforderungen untersuchen, eine Strategie für den Umgang mit Klimafolgen entwerfen und neue Maßnahmen umsetzen. 

Das Förderprojekt im Überblick:

  • Titel: "Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für die eigenen Zuständigkeiten des Landkreises Lüneburg" (Förderkennzeichen: 67DAAN1051)
  • Förderrichtlinie: „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (DAS-Förderung) des BMUV
  • Schwerpunkt: A.1 „Erstellung eines Nachhaltigen Anpassungskonzepts (Erstvorhaben)“
  • Laufzeit: September 2024 bis August 2026
  • Beauftragte Unternehmen: LUP - Luftbild Umwelt Planung GmbH und GreenAdapt Gesellschaft für Klimaanpassung mbH
  • Fördermittelgeber:
    Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
  • Projektträgerin:
    Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Logo des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Gründachkataster

Das Gründachkataster des Landkreises Lüneburg zeigt durch Einfärbung der Dachflächen an, wie gut sich ein Gebäude für eine Dachbegrünung eignet. Darüber hinaus können über eine Detailanalyse auch die eingesparte Abwassermenge, die CO2-Absorption und der gehaltene Feinstaub pro Jahr geschätzt werden.

Mit einem Klick auf die Karte unten gelangen Sie auf das Klimaportal.

Förderprogramme im Landkreis 

Für die Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Regenwassernutzung bieten einige Samt- und Einheitsgemeinden im Landkreis Förderprogramme an. Bitte informieren Sie sich bei der jeweilig zuständigen Stelle über die Förderbedingungen.

Hansestadt Lüneburg

Die Hansestadt Lüneburg bietet eine Förderung zur Herstellung von Dachbegrünungen mit einem Zuschuss von 50 % der nachgewiesenen Kosten, höchstens aber 3.000 €, und zur Herstellung von Fassadenbegrünung mit einem Zuschuss von 50 % der nachgewiesenen Kosten, höchstens aber 500 €, an. Die Regenwassernutzung wird mit 600 € für 2,5 bis 5 m³ und
1.000 € ab 5 m³ gefördert.

Die aktuellen Fassungen der Förderrichtlinien finden Sie auf der Webseite der Hansestadt Lüneburg.

Anträge für die Förderprogramme können ausschließlich bei der Hansestadt Lüneburg gestellt werden.

Gemeinde Adendorf

In der Gemeinde Adendorf werden Dachbegrünungen mit 5,00 Euro pro m² begrünter Fläche bezuschusst, höchstens aber mit 200 Euro.

Die aktuelle Fassung der Förderrichtlinie finden Sie auf der Webseite der Gemeinde Adendorf.

Anträge für die Förderprogramme können ausschließlich bei der Gemeinde Adendorf gestellt werden.

Samtgemeinde Ostheide

Die Samtgemeinde Ostheide fördert Regenwassernutzungsanlagen. Der Zuschuss beträgt 30 % der nachgewiesenen Installationskosten, höchstens aber 1.000 Euro.

Die aktuellen Fassungen der Förderrichtlinien finden Sie auf der Webseite der Samtgemeinde Ostheide. 

Anträge für die Förderprogramme können ausschließlich bei der Samtgemeinde Ostheide gestellt werden.

Samtgemeinde Scharnebeck

Die Samtgmeinde Scharnebeck bietet ein Förderprogramm für die Anlage von Dachbegrünungen für private und für gewerbliche Bauten an. Diese werden mit bis zu 500€ gefördert. Die zu begrünende Fläche muss mindestens 10 m² groß sein.

Die aktuellen Fassungen der Förderrichtlinien finden Sie auf der Webseite der Samtgemeinde Scharnebeck.

Anträge für die Förderprogramme können ausschließlich bei der Samtgemeinde Scharnebeck gestellt werden.

Solarenergie nutzen und finanziell fördern lassen.

Das Studierendenprojekt StudiKommKlima

Dass die Zusammenarbeit von Verwaltung und Wissenschaft wertvolle Früchte hervorbringen kann, zeigte das Projekt „SudiKommKlima“ der Leuphana Universität Lüneburg. Zwei Semester lang gingen Studierende im Rahmen des Seminars der Frage nach, wie Kommunen im Landkreis Lüneburg den Folgen des Klimawandels begegnen können. Das Vorhaben „StudiKommKlima –Studienpfad für den Beruf als kommunale*r Klimamanager*in“ wurde im Masterstudiengang „Nachhaltigkeitswissenschaften – Sustainability Science“ entwickelt, um den Bedarf an kompetenten Fachkräften im Klimabereich zu decken. Ziel war es, Studierende praxisorientiert auf den Beruf als kommunale Klimamanagerinnen und -manager vorzubereiten. Der Fokus lag dabei auf der Qualifizierung zur Planung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel auf kommunaler Ebene. Gefördert wurde das Vorhaben vom Bundesministerium für Umwelt.

Die Ergebnisse des Seminars aus den Jahren 2024 und 2025 finden Sie hier: https://www.leuphana.de/institute/csm/noekonomie-hoerisch/studikommklima.html.

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