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Abstimmung per Handzeichen in einer Kreistagssitzung.
ALLRIS - Auszug

26.11.2019 - 9 Erarbeitung eines Alleenprogramms für den Landk...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

BL Seegers verweist auf die Ausführungen in der letzten Sitzung und erläutert, dass auch weitere Kontaktaufnahmen, beispielsweise zur Uni Lüneburg lediglich dazu geführt hätten, dass man von dort das Projekt mit unterstützen könnte, beispielsweise durch Kartrierungleistungen, federführend jedoch nicht einsteigen könne. Das angestrebte Projekt sei dafür zu komplex.

Aufgrund dieser Komplexität und der Tatsache, dass man seitens des SBU ein deratiges Projekt mit Bordmitteln nicht reaisieren könne, habe er 2 Landschaftsplanungsbüros, die ihm empfohlen worden seien, gebeten, den erforderlichen Leistungsumfang zu definieren und eine Einschätzung hinsichtlich erforderlicher finanzieller Mittel mitzuteilen.

Bislang habe es jedoch nur eine mündliche Rückmeldung gegeben, in der der Planer noch Gesprächsbedarf u.a. mit der Unteren Naturschutzbehörde sehe, bevor er ein erstes Angebot abgeben könne. Der Planer könne jedoch schon jetzt sagen, dass mit erheblichem finanziellen Aufwand zu rechnen sei.

Die Begleitung durch einen Baumsachverständigen sei zwingend erforderlich, ebenso die Frage der kontinuierlichen Umsetzung, was entsprechende finanzielle und personelle Kapazitäten erfordere.

BL Seegershrt weiter aus, um einen möglichen konkreten Einstieg in den Erhalt und die Pflege von Alleen im Zuge von Kreisstraßen zu gewinnen, habe Herr Jäkel von der UNB ein Kurzkonzept für ein Pilotprojekt im Zuge der K 33 zwischen Barnstedt und Melbeck erstellt.

Damit ließe sich ermitteln, welche Möglichkeiten und Probleme ein konkretes Projekt beinhalten würde und wie die Ausweitung auf das gesamte Kreisgebiet schrittweise erfolgen könne.

Aus Sicht des Naturschutzes und der Landschaftspflege sei dieser Streckenabschnitt besonders gut geeignet, weil der Streckenverlauf parallel zum FFH-Gebiet bzw. des Naturschutzgebietes Barnstedt/Melbecker Mühlenbach liege. Dort seien schon viele Naturschutzprojekte umgesetzt worden.

Die gesamte Projektstrecke sei in 22 Teilstrecken aufgeteilt worden, in denen der Baumbestand und mögliche Standorte für Nachpflanzungen erfasst worden seien.

Um einen ersten Überblick über die voraussichtlichen Gesamtkosten für dieses Pilotprojekt zu erhalten, habe man den Baumgutachter, Herrn Thomsen, gebeten eine Kostenschätzung abzugeben. Danach sei von einem Volumen in Höhe von ca. 200.000,- € auszugehen. Hinzu kämen noch Kosten in Höhe von ca. 30.000,- für baumpflegerische Maßnahmen an geschätzten 150 Bäumen.

Um die Allee langfristig kontinuierlich zu pflegen, sei entsprechender baumökologischer Fachverstand erforderlich, der entweder extern eingekauft werden müsse oder durch eigenes, geschultes Personal abgedeckt werden müsse.

Derzeit sei Herr Scholz damit beschäftigt, in Absprache mit den Kolonnenführern Embsen und Breetze kartographisch zu erfassen, an welchen Standorten Baumlücken an den Kreisstraßen vorhanden seien und wo Nachpflanzungen gfls. sinnvoll wären. Diese Kartierung werde man dann dem Ausschuss entsprechend präsentieren. In jedem Fall seien die Belange der Verkehrssicherheit zu beachten, so dass glfs. Schutzplanken errichtet werden müssten.

KTA Marten hebt hervor, dass eine Lückenbepflanzung an geeigneten Stellen sinnvoll sei. Ein kreisweites Alleenprogramm bzw. auch die Realisierung des erwähnten Pilotprojekts aufgrund fehlender Kapazitäten kaum umsetzbar sei.

KTA Kruse-Runge befürwortet trotz zu erwartender hoher Kosten ein Alleenprogramm bzw. möglichst schon im Jahr 2020 den konkreten Einstieg in das Thema durch Starten des Pilotprojekts. Ihr sei jedoch bewusst, dass dieses der SBU mit den vorhandenen Kapazitäten nicht leisten könne.

KTA Thiemann und KTA Kastens sprechen sich sowohl für eine Verschiebung des Alleenprogramms als auch des Pilotprojekts aus. Es sollten nach Abschluss der im SBU begonnenen Kartierung nach und nach an geeigneten Standorten Nachpflanzungen erfolgen und gfls. für den vermehrten Pflegeaufwand Fremdleistungen eingekauft werden. Die Verkehrssicherheit müsse dabei im Fokus stehen.

LR Böther verweist auf die Vielzahl der Landkreisprojekte, die bereits umzusetzen seien. Auf den SBU käme im Jahr 2020 u.a. der Umzug in den neuen zentralen Betriebshof in Scharnebeck zu, was auch erhebliche interne organisatorische Veränderungen mit sich bringe. Darüber hinaus stünden die weiteren Planungsschritte für das Planfeststellungsverfahren einer Elbbrücke sowie diverser Infrastrukturmaßnahmen auf der Agenda.

Man müsse sich auch darüber im Klaren sein, dass das Pflanzen von Bäumen an Straßen von den Bürgern auch durchaus kontrovers diskutiert werde.

 

Der Ausschuss einigt sich sodann darauf, dass zunächst die begonnene Bestandsaufnahme fertig gestellt wird und in den kommenden Jahren kontinuierlich Nachpflanzungen an geeigneten Stellen vorgenommen werden sollen. Dabei sind die Belange der Verkehrssicherheit zu berücksichtigen.

Die Kartierung wird dem Betriebsausschuss vorgestellt. Ein entsprechendes Budget ist dem SBU zur Verfügung zu stellen.

 

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Beschluss

 

 

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