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Abstimmung per Handzeichen in einer Kreistagssitzung.
ALLRIS - Auszug

21.08.2025 - 6 Synopse zum Nahverkehrsplan des Landkreises Lün...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Harlfinger-Düpow, FDL Mobilität nennt anhand einer Präsentation Zahlen zu der Synopse zum Nahverkehrsplan (NVP). Insgesamt seien Stellungnahmen von 125 Absendern eingegangen. Darunter seien Bürgerinnen und Bürger wie auch Verbände, Organisationen, kreisangehörige Kommunen und andere. Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger habe freiwillig stattgefunden.

Der Verwaltung sei anschließend in Zusammenarbeit mit der Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen (VNO) so vorgegangen, dass sie die 125 Stellungnahmen der einzelnen Absender in 540 Belange unterteilt habe. Die Hauptthemen seien dabei in der Fläche und in der Stadt unterschiedlich gewesen (siehe Präsentation).

Alle Belange seien dann gemeinsam mit der VNO und der MOIN nach verschiedenen Kriterien bewertet worden. (Folie 3). Gut ein Drittel der Belange seien in den NVP aufgenommen worden. Und außerdem seien aus den Belangen 6 neue Maßnahmen und 10 Prüfaufträge generiert worden (Folie 5 und Folie 6). Dann beschreibt Frau Harlfinger-Düpow, FDL Mobilität, wie es jetzt weitergehe. Wenn der Mobilitätsausschuss am 03.09. zustimme könne es weitergehen in den Kreisausschuss und in den Kreistag, sodass dann am 18.09. ein fertiger NVP vorliegen könne.

Der Vorsitzende KTA Jakob Blankenburg spricht ein großes Dankeschön an den Fachdienst aus, der den NVP ausgearbeitet habe. Dennoch müsse auch gesagt werden, dass es neben Verbesserungen für viele Menschen auch Situationen gebe, wo der Status Quo der Busverbindungen nicht gehalten werde. Er spreche da von den Menschen auf dem Lüneburger Zeltberg und auch für andere Bereiche der Stadt Lüneburg, wie etwa die Anbindung des Stadtteils Rettmer, der stark wachse oder dem Freibad Hagen. Hier könnte der Takt besonders im Sommer verkürzt werden könnte.

KTA Schulz dankt ebenfalls der Verwaltung für die Aufstellung des NVP und betont, dass der ÖPNV ein atmendes System sei und dass es eine Aufgabe sei, auch in den kommenden fünf Jahren, in denen der neue NVP gelte, nachzubessern. Denn es gebe ständig veränderte Rahmenbedingungen wie z.B. Baugebiete.

KTA Müller-Polyzou spricht auch der Verwaltung ein Lob für die geleistete Arbeit aus. Er halte zudem eine Evaluation für extrem wichtig. Klar sei, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden könnten. Und er schlägt vor, dass unter anderem am Zeltberg auch die Bürger noch einmal befragt werden, die über die automatische Fahrgastzählung in den Bussen nicht mit aufgenommen würden. Dass man so den Menschen dort zusätzlich die Chance gebe, sich auszudrücken, zusätzlich evtl. auch noch über den Fahrgastbeirat.

KR Müller beschreibt den NVP noch einmal als einen Rahmenplan für den ÖPNV. Und er wage die Prognose, dass die Verwaltung unter anderem über den Fahrgastbeirat laufend Input bekäme. Und den wolle der Fachdienst auch haben, so dass die Leute auch sehen, dass sich der ÖPNV im Interesse der Bürgerinnen und Bürger weiterentwickele.

Der Vorsitzende KTA Jakob Blankenburg sagt, er rechne besonders in der Startphase der MOIN und des neuen NVP damit, im Mobilitätsausschuss regelmäßig einen Sachstandsbericht zu erhalten. Dabei sollte eine offene Fehlerkultur herrschen um gemeinsam zu schauen, wie nachgesteuert werden könnte.

Uwe Wenk, beratendes Mitglied ADFC lobt auch die Leistung der Verwaltung bezüglich der Synopse und des NVP und er fragt außerdem nach der Anbindung des Ortsteils Wilschenbruch. Den ADFC interessiere die Frage nach einer dortigen Verkehrsberuhigung und ob dies mit einer möglichen Busverkehrsverbindung kollidieren würde. Wenk möchte darum wissen, ob ein Linienverkehr in Wilschenbruch geplant sei und wenn, mit welchen Fahrzeugen, da die Amselbrücke ja nur beschränkt belastbar sei. Eine andere Frage beträfe die Bushaltestellen und nach welchen Kriterien dort Fahrradabstellbügel und Abstellboxen aufgestellt würden. Eine dritte Frage drehe sich darum, inwieweit Busspuren in Zusammenarbeit mit der MOIN und der Stadt vorgesehen seien und die Möglichkeit, den Radverkehr auch auf Busspuren zu führen.

Frau Harlfinger-Düpow, FDL Mobilität antwortet, dass beim Thema Busbeschleunigung eine Anpassung der Ampelschaltung erfolge. Der Landkreis werde dabei mit der Hansestadt zusammen-arbeiten. Busspuren würden hingegen nicht eingerichtet werden. Die Einrichtung von Busspuren sei zudem ein Hansestadtthema.

Für die Haltestellen gebe es das Haltestellenkonzept der VNO. Das werde aktuell überarbeitet und sei eine Handlungsempfehlung für Kommunen, die die Haltestellen ausbauten. Der Landkreis gebe hierbei nur Empfehlungen ab. Die Radbügel seien in der neuen Version des Haltestellenkonzeptes mitberücksichtigt.

Die Anbindung von Wilschenbruch sei derzeit noch nicht geplant. Es gebe die Überlegung, den Stadtteil mit einer Midibuslinie anzubinden. Näheres werde erst in den kommenden Monaten erarbeitet. Da sei die MOIN im Gespräch mit der Hansestadt. Die Midibuslinien wären dabei nur eine Option. Außerdem sei auch geplant, Wilschenbruch über den On-Demand-Verkehr in den Abendstunden anzubinden.

Uwe Wenk, beratendes Mitglied ADFC möchte wissen, ob es bezüglich der Radabstellanlagen schon definierte Kriterien gebe. Z.B. ab welcher Nutzerfrequenz einer Haltestelle welche Anzahl an Abstellbügeln gebaut werden sollten oder auch Abstellboxen?

Thorsten Heitmüller, VNO erläutert, dass der Schwerpunkt des Haltestellenkonzeptes bei der Barrierefreiheit liege. Natürlich werde auch auf ergänzende Ausstattungsmerkmale hingewiesen, es stehe aber nicht konkret drin, ab welcher Nutzerfrequenz welche Ausstattung umgesetzt werden solle.

KTA Köhlbrandt fügt hinzu: Die Gemeinden seien zuständig für die Bushaltestellen und könnten Fördergeld beantragen. Und dieses Geld fließe nur, wenn die Haltestellen barrierefrei ausgebaut würden. Im Falle der Gemeinde Hohnstorf seien dabei auch Fahrradbügel mit gefördert werden.

KR Müller geht auf den Neubau einer Brücke nach Wilschenbruch ein. Selbst, wenn diese ausreichend Traglast habe, sei die anschließende Straße sehr eng. Darum müsse man sehen, ob dort ein Bus durchgeführt werden könne.

Frau Harlfinger-Düpow, FDL Mobilität und KTA Blankenburg, Vorsitz danken Thorsten Heitmüller von der VNO für die tatkräftige Mitarbeit an der Synopse.

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