Beschlussvorlage - 2026/036
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der SPD-Fraktion vom 27.01.2026 zum Thema "Zeitnahe Einführung zusätzlicher bargeldloser Zahlungsmöglichkeiten bei der MOIN"
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Klimacheck:
- keine oder geringe Klimawirkung
- Federführend:
- Büro des Landrats/ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
- Bearbeitung:
- Silke Zipser
- Beteiligt:
- Mobilität; Verwaltungsleitung
- Verantwortlich:
- SPD-Kreistagsfraktion
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Geplant
|
|
Ausschuss für Mobilität
|
Beratung
|
|
|
|
10.02.2026
| |||
|
●
Bereit
|
|
Kreisausschuss
|
Beratung
|
|
|
●
Bereit
|
|
Kreistag
|
Entscheidung
|
|
Beschlussvorschlag
Der Landrat wird aufgefordert, sich in den Gremien des Hamburger Verkehrsverbundes dafür einzusetzen, dass in den Bussen der Mobilitätsgesellschaft MOIN zeitnah neben der bestehenden Prepaid-Zahlung auch die Zahlung per EC-, Debit- und Kreditkarte ermöglicht wird. Ein Abwarten bis zu einer einheitlichen Umsetzung im gesamten Verbundgebiet erscheint nicht sachgerecht. Der Landrat soll sich daher dafür einsetzen, dass die Einführungzusätzlicher Zahlungsmöglichkeiten kurzfristig, beispielsweise im Rahmen eines Modellprojekts innerhalb des HVV, ermöglicht wird. Darüber hinaus wird der Landrat aufgefordert, sich gemeinsam mit weiteren einschlägigen Organisationen, insbesondere der Verkehrsgemeinschaft Südostniedersachsen (VNO), für die zeitnahe Einführung zusätzlicher bargeldloser Zahlungsmöglichkeiten in den Bussen einzusetzen.
Sachverhalt
Seit dem Start der MOIN zum 01.01.2026 ist im Stadtverkehr sowie im Schülerverkehr ausschließlich eine bargeldlose Zahlung über eine Prepaid-Karte möglich. Was auf dem Papier nach Vereinfachung klingt, hat in der Realität für viele Fahrgäste zu Irritationen und Unzufriedenheit geführt. Die Prepaid-Karte ist bislang nicht flächendeckend verfügbar. Sie kann nur im stationären Handel erworben und aufgeladen werden. Für Eltern, die morgens spontan ein Ticket für ihr Kind benötigen, für Menschen ohne regelmäßigen Zugang zu Verkaufsstellen oder für Gelegenheitsnutzerinnen und -nutzer ist das eine unnötige Hürde. Mobilität im Alltag darf nicht davon abhängen, ob man rechtzeitig eine bestimmte Karte gekauft hat. Hinzu kommt: Die Busse der MOIN und ihrer Partnerunternehmen sind technisch bereits in der Lage, Zahlungen per EC-, Debit- oder Kreditkarte abzuwickeln. Es scheitert also nicht an der Technik vor Ort, sondern an verbundpolitischen Vorgaben. Diese starre Haltung wird den Bedürfnissen der Menschen im Landkreis nicht gerecht. Eine moderne Mobilitätsgesellschaft muss sich am Alltag der Fahrgäste orientieren. Bargeldlose Kartenzahlung ist längst Standard. Wer heute Bus fährt, erwartet, spontan einsteigen und unkompliziert bezahlen zu können. Genau das entscheidet darüber, ob der öffentliche Nahverkehr als verlässliche Alternative zum Auto wahrgenommen wird. Deshalb ist es richtig, jetzt zu handeln. Ein zeitnahes Modellprojekt innerhalb des HVV kann zeigen, dass pragmatische Lösungen möglich sind, ohne den Verbundgedanken infrage zu stellen. Gute Mobilität entsteht dort, wo man den Menschen zuhört und Probleme löst, statt sie zu verwalten.
Finanz. Auswirkung
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
193,4 kB
|









