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Abstimmung per Handzeichen in einer Kreistagssitzung.
ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 2026/036

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Landrat wird aufgefordert, sich in den Gremien des Hamburger Verkehrsverbundes dafür einzusetzen, dass in den Bussen der Mobilitätsgesellschaft MOIN zeitnah neben der  bestehenden Prepaid-Zahlung auch die Zahlung per EC-, Debit- und Kreditkarte ermöglicht wird. Ein Abwarten bis zu einer einheitlichen Umsetzung im gesamten Verbundgebiet erscheint nicht sachgerecht. Der Landrat soll sich daher dafür einsetzen, dass die Einführungzusätzlicher Zahlungsmöglichkeiten kurzfristig, beispielsweise im Rahmen eines Modellprojekts innerhalb des HVV, ermöglicht wird. Darüber hinaus wird der Landrat aufgefordert, sich gemeinsam mit weiteren einschlägigen Organisationen, insbesondere der Verkehrsgemeinschaft Südostniedersachsen (VNO), für die zeitnahe Einführung zusätzlicher bargeldloser Zahlungsmöglichkeiten in den Bussen einzusetzen.

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Sachverhalt

Seit dem Start der MOIN zum 01.01.2026 ist im Stadtverkehr sowie im Schülerverkehr ausschließlich eine bargeldlose Zahlung über eine Prepaid-Karte möglich. Was auf dem Papier nach Vereinfachung klingt, hat in der Realität für viele Fahrgäste zu Irritationen und Unzufriedenheit geführt. Die Prepaid-Karte ist bislang nicht flächendeckend verfügbar. Sie kann nur im stationären Handel erworben und aufgeladen werden. Für Eltern, die morgens spontan ein Ticket für ihr Kind benötigen, für Menschen ohne regelmäßigen Zugang zu Verkaufsstellen oder für Gelegenheitsnutzerinnen und -nutzer ist das eine unnötige Hürde. Mobilität im Alltag darf nicht davon abhängen, ob man rechtzeitig eine bestimmte Karte gekauft hat. Hinzu kommt: Die Busse der MOIN und ihrer Partnerunternehmen sind technisch bereits in der Lage, Zahlungen per EC-, Debit- oder Kreditkarte abzuwickeln. Es scheitert also nicht an der Technik vor Ort, sondern an verbundpolitischen Vorgaben. Diese starre Haltung wird den Bedürfnissen der Menschen im Landkreis nicht gerecht. Eine moderne Mobilitätsgesellschaft muss sich am Alltag der Fahrgäste orientieren. Bargeldlose Kartenzahlung ist längst Standard. Wer heute Bus fährt, erwartet, spontan einsteigen und unkompliziert bezahlen zu können. Genau das entscheidet darüber, ob der öffentliche Nahverkehr als verlässliche Alternative zum Auto wahrgenommen wird. Deshalb ist es richtig, jetzt zu handeln. Ein zeitnahes Modellprojekt innerhalb des HVV kann zeigen, dass pragmatische Lösungen möglich sind, ohne den Verbundgedanken infrage zu stellen. Gute Mobilität entsteht dort, wo man den Menschen zuhört und Probleme löst, statt sie zu verwalten.

 

Stellungnahme der Verwaltung vom 09.02.2026:

Bereits vor dem Start der MOIN zum 01.01.2026 wurde in den gemeinsamen Informationsveranstaltungen des Landkreises Lüneburg und der MOIN das Ziel formuliert, die Einführung von bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten sukzessive umzusetzen, um vom Bargeld in den Bussen wegzukommen.

 

Da der Landkreis Lüneburg Mitglied im Verbundgebiet des Hamburger Verkehrsverbundes (hvv) ist, gelten die Regelungen des hvv Gemeinschaftstarifs zu den Zahlungsmitteln – Teil A Beförderungsbedingungen.

 

Demnach sind „Verkehrsunternehmen nicht verpflichtet, an der Haltestelle oder im Fahrzeug einen Fahrausweiserwerb mit Bargeld zu ermöglichen, sofern auf andere Weise ein Fahrausweiserwerb angeboten wird“. Die MOIN und der Landkreis Lüneburg haben eine Anpassung der Beförderungsbedingungen dahingehend erwirkt, dass ab dem 01.01.2026 alle Stadtbuslinien Lüneburg der MOIN bargeldlos werden und die hvv Prepaid-Karte zum Zahlungsmittel wird. Die Änderungen wurden von der LNVG als zuständige Aufsichtsbehörde für den ÖPNV genehmigt.

 

Neben den elektronisch erworbenen Tickets (in der hvv App Einzelfahrscheine, Zeitkarten, Deutschlandticket) soll die hvv Prepaid Card als Zahlweg etabliert werden. Zudem ist der Erwerb von Fahrscheinen am Bahnhof in der Mobilitätszentrale und an den hvv-Ticketautomaten möglich.

 

Die hvv Prepaid Card stellt aus Sicht des Landkreises Lüneburg und der MOIN allerdings nur eine Übergangslösung dar, da die Bezahlmöglichkeiten mit EC-Karte und/oder Kreditkarte (auch via Smartphone) für die Fahrgäste deutlich komfortabler sind. Daher ist es das Ziel der Kreisverwaltung und der MOIN, diese Bezahlwege im ÖPNV im Kreisgebiet zu ermöglichen.

 

Die technischen Voraussetzungen hierfür sind mit den durch die MOIN beschafften Bordrechnern grundsätzlich gegeben. Für die konkrete Umsetzung bedarf es einer technischen Erweiterung und einer Anbindung der Systeme an eine Bank. 

 

Auf Seiten der MOIN sind für die Einführung weiterer bargeldloser Zahlmöglichkeiten Gremienbeschlüsse (Aufsichtsrat und Gesellschafter) herbeizuführen.

 

Zudem sind Gespräche mit dem hvv mit dem Ziel aufzunehmen, die bargeldlosen Zahlmethoden (EC- und Kreditkarten, Smartphones) im Landkreis Lüneburg zu erweitern. Konkret sind hierfür entsprechende Anpassungen der Beförderungsbedingungen erforderlich.

 

Die LNVG steht dem nach ersten Gesprächen offen gegenüber und würde einen entsprechend lautenden Antrag unterstützen.

 

Vor diesen Hintergründen entspricht der Inhalt des Antrags den aktuellen Überlegungen der MOIN und der Verwaltung als Aufgabenträger.

 

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Finanz. Auswirkung

a) für die Umsetzung der Maßnahmen: ______________€

 

b) an Folgekosten:    ______________€

 

c) Haushaltsrechtlich gesichert:

 

 

  im Haushaltsplan veranschlagt

 

  durch überplanmäßige/außerplanmäßige Ausgabe

 

  durch Mittelverschiebung im Budget

   Begründung:

 

  Sonstiges:

 

d) mögliche Einnahmen:

 wenn ja, umsatzsteuerliche Relevanz der Einnahmen:

 

  ja

 

  nein

 

  klärungsbedürftig

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Klimacheck

Was für eine Klimawirkung hat das Vorhaben?

 

stark positive Klimawirkung

 

positive Klimawirkung

 

keine oder geringe Klimawirkung

 

negative Klimawirkung

 

stark negative Klimawirkung

 

 

Ergebnis des KlimaChecks (in Tabellenform) einfügen:

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Anlagen

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Beschlüsse

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10.02.2026 - Ausschuss für Mobilität

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