Antrag an den Kreistag - 2026/070
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der CDU-Fraktion vom 24.02.2026 zum Thema "Zukunftsfeste Pflege im Landkreis Lüneburg - Versorgung sichern, Angehörige entlasten, Fachkräfte gewinnen"
- Vorlageart:
- Antrag an den Kreistag
- Klimacheck:
- keine oder geringe Klimawirkung
- Federführend:
- Büro des Landrats/ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
- Bearbeitung:
- Charlene Fischer
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Kreisausschuss
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Beratung
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Geplant
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Kreistag
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Entscheidung
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19.03.2026
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Beschlussvorschlag
Der Kreistag möge beschließen:
Der Kreistag bestärkt und unterstützt die Kreisverwaltung darin, die Pflegeinfrastruktur im Landkreis Lüneburg zu sichern und durch konkrete Maßnahmen zukunftsfest weiterzuentwickeln.
Dabei stehen folgende Punkte im Fokus:
1. Ausbau der Beratungs- und Unterstützungsstrukturen:
- Die Tätigkeiten des Senioren- und Pflegestützpunktes sind vor allem auch im ländlichen Raum zu verstärken, um eine flächendeckende mobile Beratung in allen Gemeinden (wie z.B. Amt Neuhaus oder Samtgemeinde Dahlenburg) sicherzustellen. Hierbei ist eine Einbeziehung der Sozialraumteams zu prüfen und gegebenenfalls zu ergänzen.
- Die Einführung eines „Pflegewegweisers Digital“ für den Landkreis, der tagesaktuelle Kapazitäten von Kurzzeitpflegplätzen und ambulanten Diensten bündelt.
2. Förderung der Fachkräftegewinnung- und Bindung:
- Initiierung eines regionalen „Pflege-Campus Lüneburg“ in Kooperation mit lokalen Bildungsträgern und Kliniken, um die generalisierte Pflegeausbildung lokal attraktiver zu gestalten. Herbei soll auf die bereits vorhandenen Strukturen (BBS-Pflegeeinrichtungen-Bildungsträger-Kliniken) aufgebaut und diese vernetzt werden.
- Prüfung eines kommunalen Förderprogramms für Wohnraum für Pflegekräfte („Mitarbeiterwohnen“), um Fachkräften das Leben im teuren Umfeld Lüneburgs zu ermöglichen.
- Nutzung des geplanten Welcome-Centers, u.U. mit einer ausdrücklichen Schwerpunktbildung.
3. Entlastung pflegender Angehöriger:
- Schaffung von Anreizen für den Ausbau von Tages- und Nachtpflegeplätzen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in der Familie zu verbessern.
- Unterstützung von Nachbarschaftshilfe-Projekten durch unbürokratische Aufwandsentschädigungen aus Kreismitteln (seniorengerechte Mittagstische, Beschäftigungsangebote, ...)
- Berücksichtigung der Ergebnisse der LINGA-Wochen im Frühjahr 2026 und der Studien unter Federführung der Leuphana, Professor Remdisch
4. Vereinfachung/Beschleunigung der Verwaltungsabläufe, Vernetzung der Akteure:
- Digitalisierung der Antragstrecken für „Hilfe zur Pflege“ und Beschleunigung der Bearbeitungszeiten im Sozialamt, um finanzielle Engpässe der Betroffenen zu vermeiden.
- Vernetzung mit den Samtgemeinden und Gemeinden
5. Schaffung einer sicheren, umfänglichen, bezahlbaren und kreiseigenen Pflegeeinrichtung im Landkreis:
- Prüfung und möglicher Ankauf einer geeigneten Immobilie, um dort eine Tagespflegestelle, eine Kurzzeitpflege und stationäre Aufnahme zu ermöglichen
Sachverhalt
Begründung:
Der Demografische Wandel trifft den Landkreis mit wachsender Intensität. Laut aktuellem Pflegebericht des Landkreises steigt die Zahl der Pflegebedürftigen stetig, während der Fachkräftemangel wächst, stationäre und Plätze in der Tagespflege begrenzt sind. Um eine menschenwürdige Pflege vor Ort zu garantieren, muss der Landkreis über seine Moderationsrolle in der regionalen Konferenz für Alte und Pflege (ReKAP) hinaus aktiv werden. Wir müssen verhindern, dass pflegende Angehörige ausbrennen und die pflegerische Versorgung im ländlichen Raum wegbricht.
Finanz. Auswirkung
Anlagen
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(wie Dokument)
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296,1 kB
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