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Abstimmung per Handzeichen in einer Kreistagssitzung.
ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 2026/190

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Landkreis Lüneburg beteiligt sich am Projekt „ERINNERN. RAUM. GEBEN. – NS-Verbrechen in der Nachbarschaft“ mit einem Zuschuss in Höhe von insgesamt 17.000 Euro, wovon in 2027 7.000 € und in 2028 10.000 € zu veranschlagen wären.

 

Die Mittel werden vorbehaltlich der Beratungen zu den Haushalten und den Genehmigungen der Haushalte sowie der Bewilligung der beantragten Fördermittel aus dem Landesprogramm „Erinnerung. Invest – Niedersachsen stärkt Gedenkorte“ bereitgestellt.

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Sachverhalt

Ausgangspunkt des Projektes war der Wunsch zivilgesellschaftlicher Akteure, die Erinnerung an das ehemalige KZ-Außenlager Neuengamme in Alt Garge sichtbarer zu gestalten und über den bestehenden Gedenkstein hinaus weiterzuentwickeln. Hierzu wurde der Landkreis Lüneburg um Beratung und Unterstützung gebeten.

 

Die Verwaltung hat daraufhin Frau Dr. Rudnick (Leiterin der Euthanasie-Gedenkstätte Lüneburg) eingebunden, die über langjährige Erfahrungen im Aufbau und in der Weiterentwicklung von Gedenkstätten sowie über entsprechende fachliche Netzwerke verfügt. In mehreren Gesprächen mit den beteiligten Akteuren aus Euthanasie-Gedenkstätte (Wissenschaft), Verwaltung, Denkmalpflege und Zivilgesellschaft wurde die Idee eines umfassenderen Erinnerungsprojektes entwickelt.

 

Mit dem aufgelegten Förderprogramm „Erinnerung. Invest – Niedersachsen stärkt Gedenkorte“ ergab sich die Möglichkeit, die bisherigen Überlegungen in ein förderfähiges Gesamtkonzept zu überführen. Aufgrund der vorgegebenen, kurzfristigen Antragsfrist wurde durch Frau Dr. Rudnick in Abstimmung mit den Beteiligten eine Projektskizze erarbeitet und fristgerecht eingereicht. 

 

Das Projekt „ERINNERN. RAUM. GEBEN.“ verfolgt das Ziel, die Verbrechen des Nationalsozialismus im Landkreis Lüneburg sichtbar zu machen und die Erinnerungskultur im ländlichen Raum nachhaltig zu stärken. Hierzu sollen an historisch bedeutsamen Orten Informationsstelen errichtet und digitale Informationsangebote geschaffen werden. Die geplanten Erinnerungsorte thematisieren unter anderem Zwangsarbeit, Kriegsgefangenschaft, KZ-Haft, NS-Justizverbrechen, sogenannte „Ausländerkinder-Pflegestätten“ sowie Orte der Täterschaft.

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Alt Garge. Dort soll die Geschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers Neuengamme sowie der weiteren Lagerstrukturen durch mehrere Informationsstelen und eine dauerhaft zugängliche Open-Air-Ausstellung dokumentiert werden. Damit würde erstmals eine angemessene und dauerhaft sichtbare Form der Erinnerung an diesem historisch bedeutsamen Ort geschaffen.

 

Die komplette Projektskizze sowie der Kosten- und Finanzierungsplan sind der Anlage zu entnehmen.

 

Die Verwaltung bewertet das Vorhaben fachlich und gesellschaftspolitisch als besonders unterstützenswert. Angesichts aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen sowie zunehmender demokratiefeindlicher und geschichtsrevisionistischer Tendenzen kommt einer lebendigen Erinnerungskultur eine besondere Bedeutung zu. Die Sichtbarmachung historischer Orte, die Vermittlung lokaler Geschichte und die Sensibilisierung insbesondere junger Menschen für demokratische Werte und Zivilcourage stellen wichtige Beiträge zur politischen Bildung dar.

 

Durch die Einbindung der „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg wird zudem sichergestellt, dass die geschaffenen Erinnerungsorte langfristig wissenschaftlich begleitet und pädagogisch betreut werden.

 

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 273.850 Euro. Der überwiegende Teil der Finanzierung soll über das Landesförderprogramm „Erinnerung. Invest – Niedersachsen stärkt Gedenkorte“ erfolgen. Der Zuschuss des Landkreises dient der Mitfinanzierung des Vorhabens und unterstreicht dessen Bedeutung für die regionale Erinnerungs- und Bildungsarbeit.

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Finanz. Auswirkung

a) für die Umsetzung der Maßnahmen: 17.000 €

 

b) an Folgekosten:   0 €

 

c) Haushaltsrechtlich gesichert:

 

 

  Xim Haushaltsplan veranschlagt

 

  durch überplanmäßige/außerplanmäßige Ausgabe

 

  durch Mittelverschiebung im Budget

   Begründung:

 

  Sonstiges:

 

d) mögliche Einnahmen:

 wenn ja, umsatzsteuerliche Relevanz der Einnahmen:

 

  ja

 

  Xnein

 

  klärungsbedürftig

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Klimacheck

Was für eine Klimawirkung hat das Vorhaben?

 

stark positive Klimawirkung

 

positive Klimawirkung

 

Xkeine oder geringe Klimawirkung

 

negative Klimawirkung

 

stark negative Klimawirkung

 

 

Ergebnis des KlimaChecks (in Tabellenform) einfügen:

Gesamtergebnis des KlimaChecks:

Teilergebnis(se) des KlimaChecks:

Bei Verwendung des derzeitigen Tools konnte bei dieser Vorlage keine Klimaauswirkung festgestellt werden.

 

Begründung / Einordnung / Alternativen Prüfung:

Zuschuss an die Euthanasie-Gedenkstätte

 

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Anlagen

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