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Abstimmung per Handzeichen in einer Kreistagssitzung.
ALLRIS - Auszug

18.09.2025 - 17 Abschluss einer Änderungsvereinbarung für das J...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

LR Böther erläutert, dass in dieser Änderungsvereinbarung die Finanzierungsanteile des Landes an der Finanzierung unseres Theaters festgeschrieben seien. Es sei bekannt, dass es in den zurückliegenden Verhandlungen und Gesprächen mit dem Land Niedersachsen nicht gelungen sei, das Land zu einer Wiederaufnahme der Übernahme von Tarifsteigerungen zu überzeugen. Dies reiße beim Theater immer ein großes Delta auf und auch in diesem Fall sei die Vereinbarung, welche jetzt zu beschließen sei, eine Vereinbarung die der Landkreis akzeptieren müsse. Trotzdem bitte er um Zustimmung. Gerne hätte die Verwaltung eine andere Lösung vorgelegt. Es gehe jetzt darum die Landtagsabgeordneten zu bitten,  sich dafür einzusetzen, über die politische Liste weiteres Geld für das Theater zu akquirieren.

 

KTA Bilgenroth liebt Theater und Musik. Aber Lüneburg habe ein sehr großes Theater mit fast 200 festangestellten Mitarbeitern. Es gebe alleine 8 Mio. Euro Personalkosten im Jahr. Es würden von Jahr zu Jahr mehr Steuergelder in das Theater gesteckt. Ihm persönlich sei es egal, ob dieses Geld vom Landkreis oder vom Land käme. Einfach das Theater in dieser Größenordnung mit Steuergeldern zu finanzieren, sei nicht mehr angemessen. So ein großes Haus könne man sich in Schwerin leisten, aber nicht in einer Mittelstadt wie Lüneburg. Das drei Spartenhaus in Lüneburg müsste langsam abgebaut und verkleinert werden. Deswegen werde seine Gruppe gegen diese Vereinbarung stimmen.

 

KTA Scherf entgegnet, dass das Lüneburger Theater das kleinste Theater in Deutschland sei. Es sei nicht zu vergleichen mit einem Theater in Lübeck oder noch größeren Städten. Zu sagen 200 Mitarbeiter seien viel, wenn diese auf dem Zahnfleisch gingen und sich über alle Maßen engagierten, sei nicht fair. Ohne die Motivation dieser Mitarbeiter könnte das Theater nicht überleben. 

 

Er bedankt sich bei LR Böther für seinen Einsatz bei den schwierigen Gesprächen mit dem Ministerium in Hannover. Das Ergebnis sei nicht befriedigend, aber die Bemühungen müssten weitergehen. Die Vereinbarung sei wieder sehr spät gekommen. Dies sei schwierig, weil das Theater Planungssicherheit brauche und so späte Vereinbarungen dann zu Lasten der künstlerischen Qualität gingen. Dies müsse in den nächsten Jahren früher hinbekommen werden. Diese Vereinbarung sei ein wichtiges kulturpolitisches Signal. Der Kurs auf dem das Theater sei, wäre der richtige und zeige schon Wirkung.

 

KTA Glodzei möchte sich den Worten von KTA Scherf ausdrücklich anschließen. Es sei jedes Jahr der gleiche zähe Verhandlungsprozess. Es sei schwer für das Theater, in jedem Jahr mit dieser Unsicherheit umzugehen. Die Frage nach der Notwendigkeit des Theaters stelle sich nicht. In den Theatern werde unsere Kultur entwickelt. Unser Theater ziehe ein großes Publikum an. Das sollte weiterhin finanziell und tatkräftig unterstützt werden.

 

KTA Kamp schließt sich seinen Vorrednern an. Jedes Jahr gebe es die zähen Verhandlungen mit dem Land. Bei keiner Regierung in Hannover sei es besser geworden. Er bedanke sich bei LR Böther für die geführten Verhandlungen. Das Theater sei gut aufgestellt und auch dafür möchte er sich bedanken. Es bestehe unter den demokratischen Fraktionen große Einigkeit über die Wichtigkeit des Theaters für die Region. Dies sei ein Kulturträger für unseren Landkreis. Würde dies, wie von AfD/ dieBasis gefordert, teilweise abgeschafft werden, dann werde ein Teil der Kultur in unserem Landkreis abgeschafft. Damit zeige diese Gruppe aus AfD/dieBasis ihr wahres Gesicht.  Der Landkreis und die Stadt Lüneburg könnten stolz auf dieses Theater sein. Er sei dankbar für die große Zustimmung des Kreistages zu unserem Theater.

 

KTA Rodenwald hört immer den Begriff Tarifsteigerungen. Als Rentner würde er sich freuen, wenn die Rente immer zuverlässig die Inflation ausgleichen würde. Mehr sei leider für einen Rentner nicht zu erwarten.

 

LR Böther möchte auf die Aussage von KTA Bilgenroth, das dieses Theater für die Region überdimensioniert und zu groß sei, eingehen. Dies möchte er ganz deutlich zurückweisen. Der gewählte Vergleich mit dem Staatstheater in Schwerin sei falsch. Dieses sei ein „Staatstheater“. Es werde vom Land Mecklenburg Vorpommern finanziert. Und zur Aussage „überdimensioniert“. Schwerin habe 98.000 Einwohner, ungefähr die Hälfte der Einwohner des Landkreises Lüneburg. Dazu käme ein Einzugsbereich, welcher deutlich über die Kreisgrenzen des Landkreises Lüneburg hinausgehe. Hier sei nichts überdimensioniert. Das Theater mache eine tolle Arbeit. Dies wollte er einmal klarstellen.

 

KTA Bilgenroth erklärt, für jede Theaterkarte von 30 Euro würden 100 Euro Steuergelder oben drauf gepackt. Das fände er nicht in Ordnung. Lüneburg sei keine Großstadt.

 

Vorsitzende Mertz lässt über die Vereinbarung abstimmen.

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Beschluss

 

 

Beschluss:

Dem Abschluss der in der Anlage beigefügten Änderungsvereinbarung mit dem Land Niedersachsen über Ziele und Leistungen sowie die gemeinsame Finanzierung der Theater Lüneburg GmbH für das Jahr 2025 wird zugestimmt.

Die Vertreter des Landkreises Lüneburg in der Gesellschafterversammlung der Theater Lüneburg GmbH werden angewiesen, dem Vertragsabschluss für die Theater Lüneburg GmbH zuzustimmen.

 

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Abstimmungsergebnis

Abstimmungsergebnis:

Mehrheitlich bei 4 Gegenstimmen und 2 Enthaltung

 

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Anlagen zur Vorlage

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