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Notfallvorsorge für Menschen mit Lebensunterstützungsgeräten

Fällt die Stromversorgung aus, können medizinisch notwendige elektrische Geräte im häuslichen Umfeld – beispielsweise zur Heimbeatmung oder zur Unterstützung der Herzfunktion – nach Erschöpfung ihrer Akkukapazität nicht mehr betrieben werden. Für betroffene Personen kann dadurch eine akute lebensbedrohliche Situation entstehen.

Treffen Sie deshalb rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen für einen möglichen Stromausfall und machen Sie sich mit den Empfehlungen zur persönlichen Notfallvorsorge vertraut.

Alle Informationen auf einen Blick

Wir helfen Ihnen weiter!

Bevölkerungsschutz
Sascha Westermann
Fachdienstleitung Bevölkerungsschutz
04131 26-1272E-Mail sendenGebäude 12, Zimmer 002

Hier finden Sie wichtige Downloads:

Onlineabfrage zur Erfassung betroffener Menschen im Landkreis Lüneburg

Fällt der Strom aus, können lebenserhaltende medizinische Geräte, die im häuslichen Umfeld betrieben werden (wie etwa zur Heimbeatmung, CPAP-Beatmung oder Herzunterstützung), nach dem Erschöpfen der Akkuladung ausfallen. Dies bedeutet für die betroffenen Personen eine unmittelbare Lebensgefahr. 

Um dem Landkreis Lüneburg in der Rolle als Katastrophenschutzbehörde eine vorausschauende Planung sowie eine schnelle und bedarfsgerechte Hilfeleistung zu ermöglichen, werden Patientinnen und Patienten, deren Angehörige sowie alle beteiligten Personen gebeten, Informationen zu den vorhandenen Geräten und Betroffenen vorab im Rahmen unserer Onlineabfrage zu melden.

Hier geht's zur Onlineabfrage

Person mit Atemmaske
Personen mit elektrischen Lebensunterstützungsgeräten sind in Krisensituationen besonders vulnerabel.

Hinweise für die Selbstvorsorge für Betroffene, deren Angehörige oder Pflegepersonen 

Wie kann ich selbst Vorsorgen?

  • Stellen Sie stets sicher, dass medizinisch notwendige Geräte (z. B. Beatmungs- oder Absauggeräte) jederzeit über einen ausreichend geladenen Akku verfügen.
  • Halten Sie nach Möglichkeit Ersatzakkus oder ein Reservegerät bereit.
  • Sorgen Sie für manuelle Alternativen, beispielsweise einen Handbeatmungsbeutel oder ein manuelles Absauggerät, um die Versorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicherstellen zu können.
  • Wenn Sie auf eine Sauerstofftherapie angewiesen sind, sollte zusätzlich eine stromunabhängige Sauerstoffversorgung (z. B. eine Sauerstoff-Druckgasflasche) verfügbar sein.
  • Bewahren Sie batteriebetriebene Taschen- oder Stirnlampen an einem festen, leicht zugänglichen Ort auf und halten Sie Ersatzbatterien bereit.
  • Halten Sie ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio einsatzbereit, um im Notfall aktuelle Informationen und behördliche Hinweise empfangen zu können.
  • Erstellen Sie eine Liste wichtiger Telefonnummern und bewahren Sie diese gut sichtbar auf. Dazu gehören beispielsweise:
    • Hausverwaltung oder Hausmeisterdienst
    • Störungshotline des Energieversorgers
    • Notruf 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst)
  • Halten Sie Ihr Mobiltelefon möglichst stets ausreichend geladen. Bei einem Stromausfall bleibt das Mobilfunknetz häufig länger verfügbar als das Festnetz.
  • Für Wohngemeinschaften oder Einrichtungen mit heimbeatmeten Personen kann eine Netzersatzanlage oder eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) die Versorgungssicherheit erhöhen.

Was kann ich bei einem Stromausfall tun?

Bewahren Sie Ruhe und handeln Sie besonnen.

  • Prüfen Sie zunächst, ob die Akkus Ihrer medizinisch notwendigen Geräte die Versorgung weiterhin sicherstellen.
  • Ist dies nicht gewährleistet oder droht ein Ausfall der Geräte, verständigen Sie umgehend den Notruf 112.

Wenn keine unmittelbare Gefahr besteht:

  • Kontaktieren Sie den zuständigen Stromnetzbetreiber und erkundigen Sie sich nach:
    • der voraussichtlichen Dauer des Stromausfalls,
    • den betroffenen Gebieten.
  • Informieren Sie dabei, dass eine stromabhängige medizinische Versorgung (z. B. Heimbeatmung) sichergestellt werden muss.
  • Prüfen Sie, ob Sie vorübergehend einen Ort mit funktionierender Stromversorgung aufsuchen können, beispielsweise bei Angehörigen, Freunden oder einer anderen geeigneten Unterkunft.

Wählen Sie den Notruf 112, wenn:

  • eine akute lebensbedrohliche Situation eintritt,
  • die Akkukapazität Ihrer medizinischen Geräte bald erschöpft ist,
  • der Stromausfall länger als etwa zwei Stunden andauert.

Warten Sie nicht, bis die Akkus vollständig entladen sind. Fordern Sie Hilfe frühzeitig an, damit genügend Zeit für notwendige Maßnahmen bleibt.

Beim Gespräch mit der Leitstelle:

  • Weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass eine Person mit stromabhängiger medizinischer Versorgung betroffen ist.
  • Beantworten Sie die Fragen der Leitstelle möglichst vollständig.
  • Beenden Sie das Gespräch nicht eigenständig. Die Mitarbeitenden teilen Ihnen mit, sobald alle erforderlichen Informationen vorliegen.

Mögliche Unterstützungsmaßnahmen:

  • Je nach Lage wird umgehend Hilfe entsendet oder weitere Unterstützung organisiert.
  • Bei einem länger andauernden Stromausfall kann es erforderlich sein, die betroffene Person in ein Krankenhaus oder eine andere Einrichtung mit gesicherter Stromversorgung zu verlegen.

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