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Klassische Geflügelpest

Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Sie kann bei infizierten Vögeln zu schweren Erkrankungen und massenhaftem Verenden führen. Zum Schutz des eigenen Geflügels sollten alle Tierhalter die geltenden Bio-Sicherheitsmaßnahmen strikt einhalten. Informationen zu den aktuellen Entwicklungen finden Sie auf dieser Seite.

Hinweis: Ab dem 14. März 2022 gilt KEINE Aufstallungspflicht mehr im Landkreis!

Alle Informationen auf einem Blick

Aktuelle Entwicklungen

Ab dem 14.03.2022 wird die Aufstallungspflicht im gesamten Landkreis aufgehoben

Aufgrund § 13 Abs. 1 Geflügelpest-Verordnung in Verbindung mit der Risikobewertung des Landkreises Lüneburg wird die Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest vom 14.01.2022 ab dem 14.03.2022 aufgehoben (siehe Allgemeinverfügung im Downloadbereich).

Gute Neuigkeiten für Geflügelhalterinnen und -halter im Landkreis Lüneburg: Ab Montag (14. März 2022) muss das Geflügel nicht mehr ausnahmslos in geschlossenen Ställen gehalten werden. Dies geht aus der neuen Allgemeinverfügung der Kreisverwaltung vom 10. März 2022 hervor. Das Dokument beendet die bis dahin geltende Aufstallpflicht, wonach Geflügel wie beispielsweise Hühner, Enten oder Gänse wegen der Geflügelpest unter bestimmten Vorkehrungen im Stall bzw. unter einer wildvogelsicheren Überdachung gehalten werden müssen.

Grund für die ursprüngliche Aufstallungspflicht war das sich mit großer Dynamik ausbreitende Geflügelpestgeschehen seit Oktober letzten Jahres sowie bestätigte Fälle der Tierseuche im Kreisgebiet sowie weitere Nachweise in Nachbarkreisen. Jetzt hat sich die Lage jedoch wieder etwas entspannt. Der letzte bestätigte Fall im Landkreis Lüneburg war eine Wildgans am 21. Januar 2022. Der jüngste Fall in der Region ist mehr als drei Wochen her. Hierbei handelte es sich um einen bestätigten Fund am 14. Februar 2022 im Landkreis Herzog-Lauenburg, ebenfalls eine Wildgans. Trotz der Lockerungen weist das Veterinäramt darauf hin: Der letzte große Geflügelpestzug 2020/2021 war auch über den Sommer 2021 nicht gänzlich zum Erliegen gekommen; das aktuell etwas abflauende Geflügelpestgeschehen übertraf sogar die Dimensionen aus dem Vorjahr. Es ist auch dieses Mal davon auszugehen, dass das Seuchengeschehen wiederum nicht gänzlich zum Erliegen kommen wird. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Virus bei den standorttreuen Vögeln eingenistet hat, so dass leider auch zukünftig mit aufflackernden Geflügelpestgeschehen zu rechnen ist. Das Veterinäramt des Landkreises Lüneburg ruft daher alle Geflügelhalter auf, auch weiterhin unbedingt alle nötigen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten (siehe unten sowie die Dokumente im Download-Bereich "Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung und Geflügelhobbyhaltung" und "Merkblatt - Schutzmaßregeln gegen die Geflügelpest in Kleinhaltungen") und sich auf zukünftig ggf. notwendig werdende Aufstallungsgebote einzustellen. Darüber hinaus sind alle bislang noch nicht gemeldeten Geflügelhaltungen beim Kreisveterinäramt und bei der Tierseuchenkasse zu melden. Dabei ist anzugeben, ob das Geflügel nur im Stall oder auch im Freiland gehalten wird. Halterinnen und Halter sollen ihr Geflügel weiter genau auf Auffälligkeiten beobachten und Probleme mit dem Tierarzt besprechen oder dem Veterinäramt mitteilen.

Zusätzlich sind Bürgerinnen und Bürger sowie Jäger aufgerufen, Funde von verendeten oder krank erscheinenden wildlebenden Wasservögeln, Greifvögeln, Möwen, Raben und Krähen dem Veterinäramt des Landkreises unter Telefon 04131 26-1413 zu melden. Tiere, die im eigenen Garten, auf dem eigenen Grund oder in der freien Natur gefunden werden, sollten dabei nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

Informationen zur Klassischen Geflügelpest

Welche Biosicherheitsmaßnahmen sind einzuhalten?

Zu den Bio-Sicherheitsmaßnahmen zählt unter anderem,

  1. Geflügel nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen zu füttern und zu tränken,
  2. kein Oberflächenwasser für das Tränken zu nutzen, wenn Wildvögel dazu Zugang haben und
  3. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.

Was mache ich bei Auffälligkeiten im Geflügelbestand?

Bei Auffälligkeiten im Geflügelbestand, beispielsweise einer erhöhten Sterblichkeit, einem Rückgang der Gewichtszunahmen oder der Legeleistung, ist unverzüglich ein Tierarzt zu rufen. In diesen Fällen sind veterinärmedizinische Untersuchungen, u.a. Probenentnahmen für Laboruntersuchungen, zum Ausschluss der Geflügelpest vorzunehmen.

Welche Tierarten sind empfänglich?

Zu den empfänglichen Tierarten gehören Greifvögel, Enten, Gänse, Graureiher, Storch, Eulen (Uhu), Schwäne, Möwen, Elster, Taucher (zum Beispiel Haubentaucher), Kormoran, Kiebitz, Kampfläufer, Regenpfeifer, Wildhühner (zum Beispiel Blässhuhn), Uferschnepfe.

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