Demokratiekonferenz im Landkreis Lüneburg: Austausch über den Umgang mit extrem rechten Anfeindungen
Wie kann demokratischer Zusammenhalt angesichts zunehmender Polarisierung gestärkt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die diesjährige Demokratiekonferenz des Landkreises Lüneburg gemeinsam mit dem Amt für Regionale Landesentwicklung (ArL), der Partnerschaft für Demokratie und dem Bündnis „Niedersachsen packt an“. Im Mittelpunkt stand der Umgang mit extrem rechten Anfeindungen und Vereinnahmungsversuchen – sowie die Frage, wie demokratische Akteurinnen und Akteure vor Ort konkret handeln können.
„Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine gemeinsame Aufgabe – jeden Tag und an vielen unterschiedlichen Orten“, betont Dominique Haas, Rechtsextremismusbeauftragter des Landkreises Lüneburg. Er freute sich daher, dass mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Kreisgebiet gekommen waren, um mitzumachen. Angesichts sinkenden Vertrauens in demokratische Institutionen und politischer Prozesse sowie zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung komme es darauf an, miteinander im Gespräch zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Werte aktiv zu stärken.
Die Demokratiekonferenz brachte Menschen miteinander ins Gespräch, machte Herausforderungen sichtbar und zeigte konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Die Teilnehmenden tauschten Erfahrungen aus, diskutierten den Umgang mit extrem rechten Strategien und entwickelten gemeinsam Ideen für die praktische Arbeit vor Ort. Damit stärkte die Konferenz diejenigen, die sich täglich für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.
Eine besondere Bedeutung kam dem ehrenamtlichen Engagement vor Ort zu. Menschen, die sich in Vereinen, Initiativen, Kommunen und anderen Bereichen für ein vielfältiges und demokratisches Zusammenleben einsetzen, leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Konferenz machte deutlich, dass dieses Engagement Anerkennung, Unterstützung und gute Rahmenbedingungen braucht. Demokratie gelinge dort, wo Menschen Verantwortung übernähmen, sich einmischten und sich gegenseitig unterstützten – in Kommunen, Vereinen und Initiativen, in Schulen und am Arbeitsplatz ebenso wie im täglichen gesellschaftlichen Miteinander.
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