Neues Regionales Raumordnungsprogramm für den Landkreis Lüneburg tritt in Kraft
Ab heute (1. Oktober 2026) steuert der Landkreis Lüneburg mit einem neuen, umfassenden Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) die Siedlungs-, Landschafts- und Infrastrukturentwicklung im Kreisgebiet. Es legt räumliche Schwerpunkte für Wohnungsbau, Gewerbeansiedlung, Klimaschutz, Ökologie, Mobilität, Energie und mehr fest. Der Kreistag hatte das RROP bereits im März dieses Jahres beschlossen; nach der Genehmigung durch das Amt für regionale Landesentwicklung tritt es jetzt mit wenigen Anpassungen, inhaltlich jedoch unverändert in Kraft.
Was ist und was regelt das RROP?
Das RROP ist das übergeordnete räumliche Entwicklungskonzept für den Landkreis Lüneburg. Es schreibt keine konkreten Maßnahmen vor, sondern legt Gestaltungsspielräume fest: Wo sollen künftig Siedlungsschwerpunkte sein? Wo ist großflächiger Einzelhandel sinnvoll? Wo sind wichtige Flächen für den Natur- und Landschaftsschutz freizuhalten? Welche Flächen sind am ehesten für die Windenergie geeignet? Die Kommunen und andere Planungsträger lassen diese Vorgaben dann in ihre Planungen einfließen.
Was musste vor dem Inkrafttreten geändert werden?
Das Amt für Regionale Landesentwicklung hat in der Genehmigung einige Anpassungen und Ergänzungen gefordert, die aber keine inhaltlichen Veränderungen bedeuten. So wurde etwa die Festlegung zur Schleuse in Scharnebeck umformuliert. Auch die Begründungen im Kapitel Windenergie beispielsweise hinsichtlich eines Rotmilan-Brutstandortes oder der Betrachtung einer größeren Entfernung bei der Umfassungsprüfung für Breetze wurden nachgeschärft. Zudem wurde in der Begründung eine Auseinandersetzung mit einem Vorranggebiet Trinkwassergewinnung und der Stromtrasse SuedOstLink+ in der Gemeinde Amt Neuhaus ergänzt. Der Kreistag hat den Änderungen in seiner Sitzung am 30. September zugestimmt.
Wie kam es zum jetzigen RROP?
Der Kreistag hatte 2017 beschlossen, das Regionale Raumordnungsprogramm neu aufzustellen. Bis zur Verabschiedung gab es drei Beteiligungsverfahren, und rund 1.200 Stellungnahmen von einer Vielzahl öffentlicher Institutionen sowie von Privatpersonen wurden geprüft. Auch die Kommunen im Landkreis waren eng eingebunden, bevor der Kreistag letztlich über das überarbeitete Raumordnungsprogramm entschied.
Weitere Informationen zum Regionalen Raumordnungsprogramm gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/rrop2025.
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