Wie soll die Bildungsregion Lüneburg weiterentwickelt werden?
Der Landkreis Lüneburg hat sich eine Strategie gegeben, wie die Ziele der „Bildungsregion Lüneburg“ umgesetzt werden sollen. Der Schulausschuss und der Kreisausschuss gaben grünes Licht für den Entwurf mit diesen Kernaspekten und wichtigen Maßnahmen: mehr Netzwerke für Bildungsträger und Lehrkräfte, ein Welcome Center für ausländische Fachkräfte und ein Regionales Inklusionskonzept für Schulen.
Die Ziele der Strategie hat der Landkreis mit dem Projekt BILL – „Bildung im Landkreis Lüneburg“ erarbeitet. Die Grundlage dafür war eine Online-Befragung mit rund 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Landkreis Lüneburg und das „Bildungsforum Landkreis Lüneburg“ mit Fachleuten im Jahr 2025. In der Folgezeit wurden daraus Maßnahmenvorschläge in sechs Themenfeldern entwickelt:
Im Handlungsfeld Fachkräftesicherung sieht die Strategie den Aufbau eines Welcome Centers vor. Ergänzend sollen ein Netzwerk Berufsorientierung für Lehrkräfte und ein Bündnis Berufliche Bildung für Bildungsträger eingerichtet werden.
Im Bereich Inklusion ist vorgesehen, ein Regionales Inklusionskonzept für Schulen gemeinsam mit der Hansestadt Lüneburg und dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RSLB) einzuführen. Des Weiteren sollen inklusive Angebote und Zugänge in den Museen sichtbarer werden. Der Austausch zwischen Schulbegleitungen und der weiteren Schulgemeinschaft soll intensiviert und eine Projektgruppe unter Federführung der Jugendämter zu gruppenbezogenen Assistenzleistungen an Schulen eingerichtet werden, um inklusiv beschulte Kinder besser in die Schulgemeinschaft zu integrieren.
Auch die politische Bildung soll gestärkt werden. Dazu wird beispielsweise mit dem Format Bus für Austausch und Beteiligung eine niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeit geschaffen. Ein Orientierungsrahmen für fächerübergreifende Demokratiebildung soll politische Bildung besser vernetzen und verankern. Die weitere Stärkung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein weiteres wichtiges Ziel der Bildungsregion. Eine BNE-Förderberatung, eine Plakatkampagne sowie eine Rallye durch den Landkreis mit Bezug zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen sollen BNE langfristig im Landkreis Lüneburg verankern.
Im Handlungsfeld Integration durch Bildung sieht die Umsetzungsstrategie vor, einen einheitlichen Übergabebogen zwischen Kindergärten und Grundschulen zur Sprachförderung zu erarbeiten. Auch soll es Impulsangebote für Fachpersonal in Kindertagesstätten und Schulen zum Thema Mehrsprachigkeit geben sowie einen Familienwegweiser für geflüchtete Familien.
Der letzte Schwerpunkt der Bildungsregion ist die Kulturelle Bildung. Geplant sind u.a. eine Kulturmesse, eine Kulturwoche, eine Info-Broschüre für Schulen sowie eine Radio ZuSa-Sendereihe, um Bildungs- und Kulturthemen öffentlich sichtbar zu machen.
Was ist die Bildungsregion Lüneburg?
Die Bildungsregion Lüneburg ist ein Zusammenschluss zwischen dem Landkreis Lüneburg und allen wichtigen Akteuren im Bereich Bildung. Seit Sommer 2024 trägt das Projekt BILL hierzu bei. Das Projekt BILL wird im Rahmen des Programms „Bildungskommunen“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.
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