Kulturförderpreis 2026 an Eva Christine Westphal und FRANEK vergeben
Zwei Ausnahmekünstlerinnen aus dem Landkreis Lüneburg: Eva Christine Westphal und FRANEK erhalten den Kulturförderpreis 2026
(lk) Die eine steht noch am Anfang ihrer Karriere und strebt ins Ausland, die andere hat bereits überall auf der Welt ausgestellt und hat ihr Atelier seit vier Jahrzehnten im Landkreis Lüneburg: mit Eva Christine Westphal und FRANEK haben am Freitag (28. August 2026) zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen beeindruckende Künstlerinnen den Kulturförderpreis des Landkreises Lüneburg verliehen bekommen.
„Der Landkreis Lüneburg ohne Kultur? Das ist für mich kaum vorstellbar“, machte Landrat Jens Böther in seiner Begrüßung deutlich. Er verlieh nicht nur den Kulturförderpreis, sondern führte auch durch den Abend. Die Preisverleihung, organisiert von Sonja Piredda, zuständig für Kultur im Landkreis Lüneburg, fand in diesem Jahr in der KulturBäckerei der Sparkassenstiftung statt.
Der Nachwuchspreis in der Kategorie Musik ging in diesem Jahr an die Violinistin Eva Christine Westphal. Die Vorsitzende des Kuratoriums, Dr. Inge Voltmann-Hummes, zählte in ihrer Laudatio auf, welche beeindruckende Vita Westphal im Alter von 20 Jahren bereits besitzt: Nachdem sie von ihrer Mutter, Violinistin am Lüneburger Kammerorchester, das Instrument erlernte, wurde sie mehrfache Bundespreisträgerin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“, erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. Mit dem Bundesjugendorchester spielte Westphal Tourneen in ganz Europa und wirkte in Fernseh- und Radio-Liveübertragungen mit. Bei der Verleihung verkündete Eva Christine Westphal, dass es sie nach der Musikhochschule in Lübeck als nächstes zum Meisterstudium nach Den Haag ziehen wird.
Gemeinsam mit dem Frankfurter Pianisten, Komponisten und Dirigenten Daniel Stratiewsky, Musikalischer Leiter der Main-Philharmonie, spielte Eva Christine Westphal kunstvoll die „Mazurka“ von Jean Sibelius sowie die Sonate Nr. 28 von Wolfgang Amadeus Mozart. Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte sie bei der 3. Solo-Sonate von Johann Sebastian Bach noch einmal ihr gesamtes Können an der Violine.
Die Künstlerin FRANEK erhält den Preis in der Kategorie Bildende Kunst für ihr umfangreiches und vielfältiges Werk: Von ihrem Atelier in Radegast aus entstehen seit über 40 Jahren Bilder, die sowohl Motive aus der Elbmarsch, wie den Heisterbusch, als auch Motive aus aller Welt, wie die berühmten Nazca-Linien oder Höhlenmalereien, aufgreifen. Gezeigt wurden mehrere Werke im Original, darunter auch die großformatige Arbeit „Noah's Arc and Followers oder Schiffe versenken", welche über vier Meter hoch und beinahe sechs Meter breit ist. Sowohl die Laudatio von Professor Dr. Gerhard Pfennig als auch ein Bühnengespräch mit Franek und dem Journalisten Wilfried Köpke zu ihrem Gesamtwerk machten deutlich: Hier hat eine Ausnahmekünstlerin und Kämpferin für die Kunst den Kulturförderpreis erhalten, die den Landkreis Lüneburg spürbar bereichert. Zahlreiche erfolgreiche Publikationen und Gastprofessuren kennzeichnen darüber hinaus die überregionale Bedeutung ihres Schaffens.
Über den Kulturförderpreis
Seit 1979 zeichnet der Landkreis Lüneburg mit dem Kulturförderpreis Künstlerinnen und Künstler aus Kategorien Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik oder Literatur aus. Die Preisträgerinnen und Preisträger haben durch ihren Geburts- oder Wohnort, Ausstellungen oder die Inhalte ihrer Arbeit einen Bezug zum Landkreis Lüneburg. Ein Kuratorium, besetzt mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Kultur, empfiehlt jährlich die Preisträgerinnen und Preisträger der mit 2.000 Euro dotierten Auszeichnung.
Weitere Informationen zum Kulturförderpreis im Landkreis Lüneburg gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/kulturfoerderpreis.
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