Elbbrücke Darchau-Neu Darchau: Fachausschuss gibt Beschlussempfehlung an den Kreistag zur Umsetzung der nächsten Schritte
Der Weg für die Elbbrücke Darchau-Neu Darchau ist ein Stück weiter geebnet: Der Betriebs- und Straßenbauausschuss des Landkreises Lüneburg empfahl dem Lüneburger Kreistag in seiner jüngsten Sitzung die nächsten Schritte zur Umsetzung dieses wichtigen Projekts. Der kreiseigene Betrieb für Straßenbau und -unterhaltung (SBU) soll die erforderlichen Unterlagen für die Baureifebescheinigung zusammenstellen. Mit dieser ist dann die in Aussicht gestellte 75-prozentige Förderung aus Mitteln des Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zu beantragen. Über die Empfehlung des Fachausschusses entscheidet Ende Juni abschließend der Kreistag.
Das weitere Vorgehen sieht nun konkret mehrere Schritte vor. Dazu gehört insbesondere, den Grunderwerb der erforderlichen Flächen vor Ort sicherzustellen. Darüber hinaus ist die Gesamtfinanzierung des Projekts in den Haushalten der kommenden Jahre des Landkreises sicherzustellen. Ferner sind weitere Planungsschritte einzuleiten, etwa die Ausführungsplanung in Auftrag zu geben oder erforderliche Baugrunduntersuchungen vorzunehmen. Die Kosten für die weiteren Planungsschritte belaufen sich auf rund 2,9 Millionen Euro, die zum Teil jetzt neu bereitgestellt werden bzw. bereits im Haushalt veranschlagt sind.
Jens-Michael Seegers, Leiter des SBU, begrüßte das Votum: „Wir nehmen diesen Rückenwind für unser Vorhaben gerne mit. Der Ausschuss hat signalisiert, dass wir auf Basis des Planfeststellungsbeschlusses weiterarbeiten können. Stimmt auch der Kreistag zu, können wir die nächsten Schritte unternehmen, um die Brücke zu realisieren.“ Landrat Jens Böther machte erneut die Bedeutung des Projekts für die Region deutlich: „Die Elbbrücke zwischen Darchau im Landkreis Lüneburg und Neu Darchau im Landkreis Lüchow-Dannenberg ist mehr als ein Infrastrukturprojekt. Sie stärkt nicht nur die Mobilität und die Entwicklung unserer Region, sondern sie vollendet auch die Deutsche Einheit. Insbesondere die Menschen in Amt Neuhaus werden mit einer festen Elbquerung zuverlässig an den linkselbischen Teil des Landkreises Lüneburg angebunden. Mit seiner Empfehlung hat der Ausschuss ein wichtiges Zeichen gesetzt und die Richtung vorgegeben.“
Ende des Monats stimmen der Kreisausschuss (22. Juni 2026) und der Kreistag (25. Juni) final über das weitere Vorgehen ab.
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