Gemischte Blitzer-Bilanz für 2025 im Landkreis Lüneburg: Baustellen und Vandalismus erschweren Messungen
In jedem Frühjahr zieht der Landkreis Lüneburg Bilanz: Wie oft haben die Blitzer im vergangenen Jahr ausgelöst? Wo haben die Messungen besonders viele Verstöße festgestellt? 2025 aber ist der Vergleich zum Vorjahr aufgrund von verschiedenen externen Faktoren schwierig.
Sven Bretthauer, Fachdienstleiter für Verkehrsangelegenheiten, erläutert die Gründe dafür: „Die stationäre Anlage in Häcklingen beispielsweise war wegen der ganzjährigen Bauarbeiten auf der Lüneburger Ostumgehung nur einen kleinen Teil des Jahres im Einsatz.“ 2024 wurden dort noch 10.158 Verstöße festgestellt, 2025 waren es aufgrund der Baustellen nur 1.156 Verstöße.
Im Herbst vergangenen Jahres wurden zudem zwei der vier Blitzanhänger des Landkreises zum Ziel von Vandalismus und fielen dadurch für längere Zeit aus. Dennoch stellten die Anhänger beinahe doppelt so viele Verstöße fest wie noch im Vorjahr, 25.175 zu 13.463. „Das zeigt, dass die Positionierung der Anhänger an Unfallschwerpunkten richtig ist“, so Bretthauer, „und wir hoffen, dass mehr Fahrerinnen und Fahrer ihr Verhalten entsprechend anpassen.“ Die Blitzanhänger werden in Kürze wieder im Einsatz sein und die Messungen an Unfallschwerpunkten wieder aufnehmen.
Die Einnahmen aus den Verwarn- und Bußgeldern gingen von 3.116.233,51 Euro im Jahr 2024 auf 2.585.406,70 Euro zurück. Das liegt zum Teil an den Ausfällen der Anlagen, hat aber auch erfreuliche Gründe, so Sven Bretthauer: „Verglichen mit dem Vorjahr sind die Verstöße durchschnittlich geringer, die Menschen waren also rund um unsere Blitzer langsamer unterwegs. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn zu hohe Geschwindigkeiten sind weiterhin der häufigste Grund für Unfälle. Unser Ziel bleibt die ‚Vision Zero‘, also null Verkehrstote und Verletzte im Kreisgebiet.“
Hintergrund
Ziel der Verkehrsüberwachung im Landkreis Lüneburg ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Aus den Einnahmen der Verwarn- und Bußgelder werden in erster Linie die Geräte, deren Wartung und das Personal für deren Bedienung sowie die Ahndung der Verstöße bezahlt, Überschüsse fließen in den Haushalt des Landkreises. Eine tagesgenaue Übersicht über die Standorte der mobilen Blitzer gibt es unter: www.landkreis-lueneburg.de/geschwindigkeitskontrolle.
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